Der Franzos' ist doch ein Paradebeispiel für die Ursachen vieler Schulden aus der Vergangenheit: Wahlgeschenke.
REUTERSFrankreich wählt ein neues Parlament und stellt seinem neuen Präsidenten ein erstes Zwischenzeugnis aus. François Hollande braucht eine deutliche Mehrheit, wenn er die Reformen umsetzen will, die er versprochen hat. Eine Debatte, wie er die Geschenke ans Volk bezahlen will, ist da eher hinderlich.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...837893,00.html
Der Franzos' ist doch ein Paradebeispiel für die Ursachen vieler Schulden aus der Vergangenheit: Wahlgeschenke.
Fakt: Frankreich stand vor dem Staatsbankrott vor Einführung des Euros.
Kaum 10 Jahre später hat Frankreich wieder Geld, woher mag man fragen
Wir Deutschen, von den schwachsinnigsten Politiker der Welt vertreten, werden auch weiterhin den Europa Unfug finanzieren bis zum Zusammenbruch unserer Wirtschaft
Deshalb ist die kapitalistische Geld- und Bodenordnung so schön:
99 Prozent des Volkes arbeiten für 1 Prozent des Volkes.
Dieses 1 Prozent verfügt dann über die Mittel und den Reichtum, der glücklich macht, der Rest ist irrelevant. Sollen sie sich doch die Köpfe einhauen uns streiten über links oder rechts oder sonst was.
...empfinden Sie meinen von Ihnen kritisierten Verweis auf die ARD-Tagesschau, wo die u.a. von SPON bzgl. Frankreich fälschlich geschürte Empörung (Sozialisten würden dort eine generelle "Rente mit 60" ohne Gegenfinanzierung einführen) mittels Erwähnung der zusätzlichen Bedingungen (i.) "nach mindestens 41 individuellen Jahren der Einzahlung in die französische GRV", und (ii.) "durch Beitragserhöhung der GRV gegenfinanziert" als sachlich unzutreffend widerlegt wurde, etwaig als ideologisch...???
Bei Ihrer Suche nach einer Erklärung kann ich Ihnen gerne mit ein paar Fakten weiterhelfen.
Schauen Sie zunächst einfach in die von Ihnen verlinkte Statistik der französisch-gesetzlichen Rentenversicherung.
Nach dieser werden 14,4 % des französischen BIPs für gesetzliche Rentenausgaben aufgewendet (Stand April 2010).
Ein Blick in die offizielle Statistik der deutschen GRV zeigt:
Wurden 2003 noch ca. 11 % des bundesdeutschen BIPs von der GRV als Ausgaben verbucht, waren es im Jahre 2010 nur noch 10 % des Bruttoinlandsproduktes.
Quelle: http://www.deutsche-rentenversicheru...reihen_pdf.pdf
(Seite 225: Zeitreihe gesamte Ausgaben GRV; Seite 261: BIP-Zeitreihe)
Dass eine Volkswirtschaft zu Grunde ginge, wenn zusätzliche 3,4 respektive 4,4 % der Summe aller Wertschöpfungen an Rentner ausbezahlt würde, ist doch kaum anzunehmen.
Schliesslich lag das bundesdeutsche BIP doch real selbst im "glorreichen Wirtschafts-Aufschwung 2006" um genannte 3,4 % unter dem des Jahres 2010.
Genannte 3,4 % Kaufkraft-Differenz stand folglich damals NIEMANDEM zur Verfügung, ohne dass deshalb die Welt oder zumindest die deutsche Volkswirtschaft untergangen wäre.
Unsere schnucklige Republik hat im Jahre 2006 also den Nicht-Rentnern im Mittel ziemlich genau jene Kaufkraft beschert, die erstere im Jahr 2010 beim französisch höheren "14,4 % des BIP als Rentenausgaben"-Standard auch gehabt hätten.
Bei uns haben genannte 3,4 respektive 4,4 % Prozent des deutschen BIPs halt schlicht ANDERE eingesackt.
Und da die Reallöhne in genannter Zeit 2006-2010 nicht gestiegen sind, wissen wir auch, dass die im Schweisse ihres Angesichts ureigentlich wertschöpfenden Arbeitnehmer genannte Differenz NICHT einsacken konnten.
Gleiches gilt für die Hartz4 und Grundsicherungs-Empfänger, da das denen zugestandene Existenzminimum ja in genanntem Zeitraum sogar real geschrumpft ist.
Bleibt die Frage: WER hat den nun die ganze Kohle...?
Und was machen diejenigen wohl heute damit...??
Womit wir uns elegant den eigentlichen Ursachen der Finanzkrise genähert hätten...!
Also jenem tollkühnen Finanz-Crash, dessen französische Art und Weise der Bewältigung Herrn Fleischhauer offensichtlich derart zu empören scheint, dass er seine missmutige Gemütsverfassung auch gleich den SPON-Lesern einzureden bemüht ist...
Sie wollen den Reichen das Geld wegnehmen und sie wollen den Grossverdienern das Einkommen wegsteuern.
Die Reichen haben aber kein Geld, das man einfach verteilen kann, sie haben Aktien. Wenn sie denen also ihr "Geld" wegnehmen, bekommen Sie kein Geld, sondern diese Aktien. (Vielleicht auch noch ein paar Bundesschuldverschreibungen, oder sogar griechische? Geliehen bekommt Ihr Staat natürlich kein Geld mehr, er muss dann schon direkt drucken.) Und wenn Sie den Grossverdienern das Einkommen wegversteuern, werden deren Jobs eben von Staatsangestellten gemacht werden.
Sie haben dann staatliche Unternehmen, die staatlich gemanaged werden. Klingt das bekannt? Jedoch - wenn dann der Lebenstandard der Menschen entsprechend drastisch sinkt, wird man Sie wieder abwählen und alles rückgängig machen wollen.
Falls Sie dann so reagieren, wie die Nomenklaturen im vergangenen Jahrhundert, werden Sie die Opposition ("Tod den Konterrevolutionären!") verhaften und es kostet dann wieder unzählige Menschen das Leben.
Haben Sie sich wirklich gut überlegt, wovon Sie träumen? Dann allerdings möge Gott dem armen Land gnädig sein. Die chinesischen Glaubensbrüder haben den Kapitalismus erst wieder eingeführt, nachdem ihre Lehre 40 Millionen Tote gekostet hatte...
.... kann es sein, am Wahlsonntag einen "aktuellen" Artikel zu schreiben:
Dieser Artikel ist zwar nicht schlecht, aber fast wortwörtlich bereits vor Wochen hier zu lesen gewesen.
copy and paste gibt es also nicht nur bei Politikern... die beiden ersten Absätze sind zu 100% kopiert.