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Parlamentsresolution: Serbien entschuldigt sich für Srebrenica-Massaker

Serbien bekennt sich zu seiner Vergangenheit: Fast 15 Jahre nach der Ermordung tausender Muslime im bosnischen Srebrenica hat das Parlament den Hinterbliebenen sein Mitleid ausgesprochen. Den Begriff "Völkermord" umgeht die Resolution aber.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...686587,00.html
  1. #30

    Der Böse & die Scheinguten

    Es war ein schwerer Fehler so ganz und gar einseitig auf die Serben einzuschlagen, da diese zur in den Nachfolgekriegen um das Erbe Titos die Stärksten waren, aber damit nicht zwangsweise auch die Schlimmsten. Nach einem solchen Konflikt von einer Regierung zu verlangen, sie möge allseits anerkannte Kriegshelden an ein Tribunal ausliefern, das von eben jenen Mächten gestellt wird, die damals gegen Serbien interveniert haben, ist absurd. Der Westen hat lange genug all zu einseitig auf die Serben eingeschlagen, wenn man gleichzeitig mit den Kroaten über den Beitritt verhandelt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn Belgrad nach Moskau blickt. Will man Serbien für die EU gewinnen, kann man allenfalls hoffen, bei der serbischen Regierung darauf zu drängen, dass sich die Angeklagten freiwillig stellen. Aber die Verhandlungen über wirtschaftliche Zusammenarbeit und kulturellen Austausch sollte eine Weigerung Serbiens nicht tangieren. Es täte Europa gut eine historische Perspektive zu waren, anstatt mit einem nichteuropäischen Land wie der Türkei Beitrittsgespräche zu führen. Gerade von Deutschland, das den dortigen Völkerhass unter Hitler nicht wenig geschürt hat, sollte man hier Mäßigung und Führsprache für Serbien erwarten.


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