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Paralympics-Star Kirsten Bruhn: "Pistorius wäre in Deutschland undenkbar"

APDreimal hat Paralympics-Schwimmerin Kirsten Bruhn schon Gold geholt - und "Projekt Gold" heißt das Filmprojekt, bei dem sie mitmacht. Es soll dazu beitragen, die alltägliche Ausgrenzung und Bevormundung Behinderter abzubauen. Gerade in Deutschland sei da noch eine Menge Umdenken nötig, sagt sie.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...854535,00.html
  1. #1

    Unbeholfenheit und falschverstandes Mitleid scheinen das Problem. Einfach nicht mehr stigmatisieren und als normalen Teil der Gesellschaft verstehen. Daran müssen sich aber insbesondere die Medien halten. Behinderte Leistungssportler werden in der Presse als besonders dargestellt. Besonders ist aber automatisch anders. Nachrichten wie "xyz
  2. #2

    Unbeholfenheit und falschverstandes Mitleid scheinen das Problem. Einfach nicht mehr stigmatisieren und als normalen Teil der Gesellschaft verstehen. Daran müssen sich aber insbesondere die Medien halten. Behinderte Leistungssportler werden in der Presse als besonders dargestellt. Besonders ist aber automatisch anders. Nachrichten wie "xyz hat den 4. Platz geholt. Sie ist querschnittsgelähmt." sorgen für eine Sonderstellung. Die Damen und Herren sind Leistungssportler, mit guter und schlechter Leistung. Benennung von Tunier, Bild und Ergebnis sollten reichen. Steht auf Dauer der Mensch im Mittelpunkt und nicht die Behinderung, kommt die Normalität. Falsch verstanderte Political Correctness kann auch schaden. Die Meldung muss lauten "Der Rohlstuhlfahrer B kommt die Treppe nicht hoch, weil die Sadt falsch geplant hat" und nicht "Der seit 21 Jahren - nach einem Autounfall, vier dunkle Jahre blabla - leidet. Er steht vor der Treppe und möchte auch nur einmal an die Brötchen, aber der böse OB...".
  3. #3

    Noch viel Nachholbedarf in Dtl.

    Leider können die einzelnen Bundesländer ihre eigenen Bestimmungen zum Behindertenrecht machen.Es herrscht Kleinstaaterei,wie vor 200 Jahren.In Bayern,gibts mehr Blindengeld,dafür haben die Gehbehinderten schlechtere Bestimmungen als in anderen Bundesländern, usw...Wann gibt es ein einheitliches Behindertenrecht in Dtl.? Jeder Politiker schmückt sich gern mit Bildern neben Behinderten,aber im konkreten Fall ist es Essig und es bleiben nur Worthülsen.Da es mich auch betrifft,kenne ich mich da aus !!!
  4. #4

    der normale zuschauer

    möchte sich nicht damit beschäftigen wer oberhalb oder unterhalb welches gelenkes amputiert wurde. die leistungen der athleten in allen ehren aber man kann die paralympics nicht so aufbereiten, dass ein breites publikumsinteresse entstünde. wer hat schon lust sich vor einem wettkampf erst einmal mit fragen der pathologie auseinanderzusetzen...
  5. #5

    Die Medien, u.a. auch SPON, könnten mit gutem Besipiel vorangehen. Tun sie aber nicht. Da helfen ein paar sehr gute Artikel dieser Tage und Werbung für den o.g. Film nicht wirklich. Der Umfang und die Art der Berichterstattung ist im Vergleich zu den Olympischen Spielen viel geringer. Und wenn die Paralympics vorbei sind, hört man 4 Jahre wieder Nichts.
  6. #6

    Zitat von syssifus Beitrag anzeigen
    .Es herrscht Kleinstaaterei,wie vor 200 Jahren. ... Wann gibt es ein einheitliches Behindertenrecht in Dtl.?
    Kleinstaaterei gibt es in allen Lebensbereichen. Das wird erst aufhören, wenn wir erkennen, dass 16 Bundesländer einfach völliger Wahnsinn sind, und konsequent alle 16 Bundesländer abschaffen. Stattdessen in Deutschland nur noch zwei sinnvolle Ebenen: Bund und Kommunen pflegen.
  7. #7

    Mit gutem Beispiel vorangehen

    ... das könnte man gerade von SPON erwarten. Aber ich weiß nicht, woran es liegt, aber die Berichterstattung bei SPON über die Paralympics ist eine total andere als die über die Olympischen Spiele. Tagelange suchte ich einen normalen Medaillenspiegel über diese Paralympics. Erst in den letzten Tagen ist er regelmäßig zu lesen. Und in der heutigen Bildstrecke fehlen bei den Sportlern meistens die Angaben, welche Sportart sie betreiben. Falsch verstandene Normalität. Ich kannte auch bei den Olympischen Spielen nicht jeden Sportler, dort war es selbstverständlich, dass seine Disziplin gennant wurde. Heute hier – Fehlanzeige. Schade
  8. #8

    Dankbar

    Ach, das Lamentieren mag ich nicht. Aber ich bin dankbar für die ausführliche Berichterstattung in der ARD und dem ZDF, dass dem der olympischen Spiele in nichts nachstand.
    Unglaubliches habe ich da sehen können, trotz meiner anfänglichen Aversion. Diese war teilweise durch das undurchschaubare Dickicht der einzelnen Klassen begründet, aber auch durch die unzulängliche Aufklärung über genau diese.
    Letztlich will ich als Sportler und Nicht-Behinderter aber sagen, dass solch emotionale Szenen, wie ich sie bei den Paralympics als Zuschauer erleben durfte, mir bei den olympischen Spielen nicht im Gedächtnis geblieben sind.

    Deswegen meinen höchsten Respekt vor den Sportlern und vor allem auch den öffentlichen Sendern, diese Berichterstattung in diesem (absolut gerechtfertigten) Ausmaß durchzuführen.
  9. #9

    Man kann nicht nicht, man sollte aber.

    Bevor man wie uboot84 schreibt, was man aus Behindertenspieln nicht machen kann, sollte wenigstens ma geseen hbn, wie voll die Stadien in London waren. Abertypisch: Die waren ja angeblih alle ´nicht normal´...








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