Papstbesuch in Deutschland: Kosten und Logis

Tausende demonstrieren in Spanien gegen den Besuch des Papstes, unter anderem wegen der hohen Kosten. In wenigen Wochen reist Benedikt XVI. auch nach Deutschland. Ein Überblick über die Ausgaben, die auf*den Steuerzahler zukommen.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,780948,00.html
  1. #60

    Ach Gottele....

    ..., lieber doch diesen leutseligen Hilfsopa unter den Leuten, als Tschortsch Dabbeljuh Busch beim angekokelten Barbecue hinter einem Metallgitterzaun. Events kosten nun mal - siehe Love-Parade in Duisburg. Mal kosten sie Geld; mal auch das Leben.

    Ich habe mir sagen lassen, allein die Teilnahme an diesem Spektakel gewähre bereits vollständigen Ablass. Früher mussten die Leute für sowas ganz schön tief in die Tasche greifen.

    Die 'Heiden'-Aufregung leuchtet mir nicht ein. Zumal den beklagenswert dürren (oder garstig Geblähten) Hungergestalten in Somalia wg. Benedetto nicht ein Hirsekorn entzogen wird.

    Und eines ist doch sicher: Junge Arbeitslose sind mir Hossiannah singend in Madrid lieber als marodierend in Berlin. Eine Neuauflage des Karfreitag käme uns erheblich teurer.
  2. #61

    Ohne Worte

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Tausende demonstrieren in Spanien gegen den Besuch des Papstes, unter anderem wegen der hohen Kosten. In wenigen Wochen reist Benedikt XVI. auch nach Deutschland. Ein Überblick über die Ausgaben, die auf*den Steuerzahler zukommen.

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,780948,00.html

    ...Länder zuständig, die Kosten sind daher unüberschaubar...
    ...
    Möglich ist nur eine Annäherung an die genaue Summe: ...
    Nach Schätzungen des Landesverbandes der...
    ...
    Welche Ausgaben Berlin und Thüringen für den Besuch veranschlagen, ist nicht bekannt...
    (Hervorhebungen von mir)
  3. #62

    Ohne Titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Tausende demonstrieren in Spanien gegen den Besuch des Papstes, unter anderem wegen der hohen Kosten. In wenigen Wochen reist Benedikt XVI. auch nach Deutschland. Ein Überblick über die Ausgaben, die auf*den Steuerzahler zukommen.

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,780948,00.html
    Wer hat ihn eigentlich eingeladen?
    Der der es war müßte dann auch für die Bewirtung sorgen oder?
  4. #63

    Genug ist genug!

    Zitat von christafaust Beitrag anzeigen
    Zu den zahlreichen Mißbrauchsfällen in katholischen Einrichtungen sollte er erstmal glaubwürdig Stellung beziehen ansonsten kann er in Rom bleiben.
    Soll der Papst ihnen die Stellungnahme persönlich vorbeibringen? Hätten Sie in den vergangenen Jahren und Monaten Ihre Aufmerksamkeit auf die zahlreichen Veröffentlichungen, Interviews und Statements des Papstes zu dem beklagten Thema gelenkt, so wüssten Sie, wie oft und wie glaubhaft dies geschehen ist.
  5. #64

    ...

    Bin nicht katholisch aber was hier wieder auf den Papstbesuch rein gehauen wird ist auch nicht in Ordnung.

    Der Papst sollte genauso behandelt werden, wie jedes andere Staatsoberhaupt auch. Wenn für Obama die Polizeieinsätze durch den deutschen Steuerzahler bezahlt werden, so sollen diese auch für den Pappst bezahlt werden. Punkt.

    Wenn hier schon so kleinlich gerechnet wird, dann sollte man lieber an die diversen Privilegien der Kirchen rangehen.
  6. #65

    na und?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Tausende demonstrieren in Spanien gegen den Besuch des Papstes, unter anderem wegen der hohen Kosten. In wenigen Wochen reist Benedikt XVI. auch nach Deutschland. Ein Überblick über die Ausgaben, die auf*den Steuerzahler zukommen.

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,780948,00.html
    mir ist das letztendlich völlig egal, wofür die steuergelder verschwendet werden, ob papstbesuch, fußballkrieg oder sinnlose demos gegen noch sinnlosere dinge... - solange sich menschen von anderen menschen über den tisch ziehen lassen, wird das mit der vernunft eh nichts. da schadet auch so ein papstbesuch nichts, nutzen bringt er freilich auch keinen.
  7. #66

    Muss auch nicht sein

    Zitat von meon Beitrag anzeigen
    Sicherheitsstufe wie bei Obama? Hat wohl wenig "Gottvertrauen" der Tattergreis aus Bayern.
    Was so einige Vergessen:
    Kein Staatsoberhaupt zahlt fuer angemessene Sicherheitsvorkehrungen. Obama nicht, 'Napoleon' nicht,
    Der Papst ist, dummerweise, neben 'Gottes Vertreter auf Erden' (Volksverdummung, meiner Meinung nach) Staatsoberhaupt des Vatikans, des kleinsten allgemein anerkannte Staates der Welt.
    Auch mit unter 1000 Einwohner hat der Staatschef halt VIP-Status.
    Dumm gelaufen, braucht kein mensch, hier in D.!
  8. #67

    ...

    Zitat von Peter Werner Beitrag anzeigen
    Und was ist an dem Artikel jetzt Kirchen bzw. Papstfreindlich? Es werden doch lediglich die Fakten genannt.
    Kirchenkritsch wäre z.B. die Frage gewesen: in Afrika sterben Menschen, warum wird dieses Geld nicht gespendet und der Papst bleibt zu Hause?
    Wahrscheinlich würden es kaum noch hungernde Menschen in Afrika geben, wenn der Papst nicht mehr verreisen würde und alle Weltjugendtage nicht statt gefunden hätten. Noch mehr Geld hätte man gesammelt, wenn alle Jugendlichen, die zu den Weltjugendtagen aus allen Herren Länder angereist waren, zu Hause geblieben wären und die Reisekosten gespendet hätten.

    Warum reist er eigendlich nicht mal zum Horn von Afrika? Hätten die es da nicht am nötigsten?
  9. #68

    Mehr als ein netter alter Mann ist da nicht

    Zitat von tg-platz Beitrag anzeigen
    Ich wundere mich auch, dass es gleich drei SPON-Autoren für solch einen dünnen Artikel braucht.

    In der Überschrift wird auf die Kosten für den Steuerzahler verwiesen, dann aber die Hälfte des Artikels über die Kosten, die die drei Bistümer tragen, berichtet. Und die können mit ihrem Geld schließlich machen, was sie für richtig halten. Und wenn Bistümer Gelder für einen Papst-Besuch verwenden, dann ist das wohl nicht gerade als Zweckentfremdung zu bezeichnen.

    Und wenn der Staat seiner Pflicht nachgeht, die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrechtzuerhalten, so kann ich auch daran nichts Falsches erkennen - das ist schließlich seine Daseinsberechtigung.

    Viele Menschen freuen sich, dass der Papst sein Heimatland besucht. Trotzdem es einige gibt, die reflexhaft glauben, ein Haar in der Suppe finden zu müssen.
    Wenn die Rechtskonservativen im Vatikan Veränderungen verhindern wollen braucht es
    nur einen deutschen Papst und alles bleibt wie es war.

    Warum die Deutschen stolz darauf sind einen solchen Papst zu stellen bleibt ihr Geheimnis.

    Mir wäre ein Papst lieber der im 21. Jahrhundert lebt und danach handelt.
  10. #69

    Wunderbar!

    Zitat von Grey Squirrel Beitrag anzeigen
    Wenn man Stimmung gegen den Papstbesuch machen will, kann man das so versuchen. Es gibt sicher viele, die in ihrer antikatholischen, antichristlichen Verblendung darauf abfahren. Fakten sind dann offenbar feindbildresistent. Die genannten Kosten für die Sicherheit fallen bei jedem Großereignis an und werden dadurch masisv relativiert, dass zur Sicherung üblicherweise keine Privat- Rambos von Wachdiensten angeheuert werden, sondern Staatsbedienstete, die ohnehin für solche Zwecke ausgebildet und vorgehalten werden. Natürlich auch für Sportveranstaltungen, Konzerte, Fetivals und Rosenmontagszüge. Gut ... man kann hier der Meinung sein, diese Kosten sollten dem Staat vom jeweiligen Veranstalter erstattet werden. Das gilt dann aber bitte für alle ... für die Veranstalter von Demos genaus so wie für Love- Parades, Karnevalsumzüge und Bundesligaspiele. Wenn man hier eine Diskussion begänne, welche Veranstaltungen wir wollen (und auf diese Weise staatlich subventionieren) und welche nicht (denen wir diese Subvention verweigern), dann müsste sich hier mancher der Kritiker deutlicher äußern und könnte sich nicht mehr hinter dem angeblich so unfairen Kostenargument verbergen. Wäre vielleicht ganz aufschlussreich.

    Ansonsten wurden Inftrastrukturmaßnahmen genannt: Gleisverlängerung und Straßenausbau. Gut, dass das aus diesem Anlass passiert. Wer profitiert davon? Die Kirche, der Papst?

    Und dann kommt die Gegenrechung: Warum sind denn die Städte so scharf drauf, solche Ereignisse zu bekommen? Warum geben manche sechstellige Summen für Feuerwerke aus? Neben der kostenlosen Werbung und Imagepflege bringen die Tausende Besucher Geld in die Städte und stützen die örtlichen Gewerbetreibenden, insbesondere natürlich Restaurants und Hotels. Am Ende also immer ein gutes Geschäft - so wie auch derzeit in Madrid.

    Aber OK - auch daraus kann man ein ideologische Thema machen. Nur sollte man es dann auch zugeben, und nicht so subtil Vorurteile und Feindbilder bedienen.
    Im Umfeld der hier veröffentlichten Beiträge sind solche reflektierten Betrachtungen wie ein Licht in dunkler Nacht - Danke!