Tausende demonstrieren in Spanien gegen den Besuch des Papstes, unter anderem wegen der hohen Kosten. In wenigen Wochen reist Benedikt XVI. auch nach Deutschland. Ein Überblick über die Ausgaben, die auf*den Steuerzahler zukommen.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,780948,00.html
Sind Ihnen Ihre Antworten nicht manchmal selber peinlich bei dem krampfhaften Versuch, noch die letzten Windungen im Pro-Kirchenkampf zu vollführen?
Der Unterschied der Baustile in Kombination mit den Jahrhunderten der Weltgeschichte sollte Ihnen aber schon noch gängig sein. Oder ist Ihnen nicht bekannt, wann Kirchensteuer und Kirchenprivilegien eingeführt wurden und welche Baustile da vorherrschend waren?
Sie wollen die sakralen Bauwerke ala Sprungschanze Gottes, welche in diesem Stil seit Bauhaus im Zeitalter der Kirchensteuer auch in anderen Ländern, egal ob mit oder ohne Kirchensteuer, gebaut werden (oder mittlerweile wieder abgerissen) nicht etwa mit einer Ära der hurenden und völlenden Renaissancepäpste und deren Bauwerke vergleichen?
Ach ja ich vergaß ja völlig, der Petersdom wurde ja von vielen "freiwilligen" Spenden erbaut, welche, die da hiessen 'Ablaßhandel'. Betraf das deutsche Territorium auch überhaupt nicht ...
Generell feine Gesellschaft gewesen, diese Päpste. Wenn nicht gerade Leichensynoden abgehalten wurden, gabs Hurenregimenter, Kriegerpäpste oder Schismen. Welcher wäre denn Ihr Oberhirte beim abendländischen Schisma gewesen: der in Avignon, der in Rom oder der dritte Konterpapst aus Pisa? Man kann doch nicht gleich drei göttlich Eingesetzte verehren ...
Das ist wohl wahr.
Wer weiss, was alles noch so unter der Decke schlummert.
Auf der einen Seite möchte man es nicht wissen, weil es einfach schrecklich ist und man hofft, daß nichts mehr kommt aber auf der anderen Seite muß alles aufgedeckt werden. Es ist einfach zu wichtig, dem allen ein Ende zu bereiten.
Das die religiösen Gruppierungen nie besser waren als alle anderen, ist doch auch nie wirklich, zumindest gebietsweise, ein Geheimnis gewesen.
Nicht umsonst wurden bereits über die Jahrhunderte Werke wie das Dekamerone (Nonnengärtner) oder Lieder um die Karmeliter als Beispiele geschaffen, die das Sexualleben dieser bigotten klerikalen Gesellschaft aufs Korn nahmen, man durfte sich nur nie erwischen lassen.
Dafür sorgten seitens dieser Institutionen immer die Stasiparagraphen verschiedenster Ausführungen über die Jahrhunderte, welche den Menschen das Erheben gegen die Kirchen verbot, unter Strafe stellte und damit die Opfer stigmatisierte.
In der Zwischenzeit wurde weiter gehurt und misbraucht, aber Gott lästert man doch nicht, man verletzt doch religiöse Gefühle, zieht sich den Zorn Gottes zu und landet im Fegefeuer, wenn man Verbrechen anspricht. [Sarkasmus off]
Auch in gefestigten Demokratien (z.B. USA) gibt es Arbeislager für Straftäter. Sie haben dort Gelegenheit, durch Arbeit einen Teil ihrer Schuld abzutragen. Es ist eine Alternative zum normalen Gefängnis.
Den Ablasshandel gibt es nicht mehr. Sein Konstrukt ist aber dem System der Arbeitslager ähnlich.
Trotzdem wurde er zu einem Spaltpilz der Christenheit.
Man lernt daraus, dass es einfacher ist, etwas zu zerstören als es wieder aufzubauen.
Lassen wir den prächtigen Petersdom in Ruhe. Er ist besser als die Atombombenlager in Deutschland und anderswo. Die Leute regen sich aber über Kirchen und Bahnhöfe auf.
Menschen, die sündigen, lästern bereits Gott und entfernen sich von ihm.
Religiöse Gefühle werden durch Benennen von Verbrechen nicht verletzt. Schwere Verbrechen haben sogar die automatische Exkommunizierung zur Folge.
Verletzt werden sie (die religiösen Gefühle), wenn, möglicherweise durch Unwissenheit, behauptet wird, Gott oder die Kirche fordern die Menschen auf, Verbrechen zu begehen.
Eine Religion muss nicht unbedingte einen Menschen besser machen, mit Sicherheit macht sie ihn aber auch nicht schlechter.