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Papst-Geburtstag: Heiliger Vater, ich lach mich schief

SPIEGEL ONLINEBenedikt XVI. ist die unterhaltsamste Störung der Moderne, die sich der liebe Gott einfallen lassen konnte. Wie der Heilige Vater seine Kritiker ein ums andere Mal widerlegt, ist schon sehr amüsant. Am Montag wird er 85 Jahre alt. Ein Geburtstagsgruß von einem bekennenden Papst-Fan.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...827594,00.html
  1. #30

    Mattusek - großartig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Benedikt XVI. ist die unterhaltsamste Störung der Moderne, die sich der liebe Gott einfallen lassen konnte. Wie der Heilige Vater seine Kritiker ein ums andere Mal widerlegt, ist schon sehr amüsant. Am Montag wird er 85 Jahre alt. Ein Geburtstagsgruß von einem bekennenden Papst-Fan.

    Papst-Geburtstag: Heiliger Vater, ich lach mich schief - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Ein launiger Essay - ja! Aber auch ein Essay, der viel Nachdenkliches transportiert.

    Und hier drängt sich schon die erste Frage auf: Sind wir modernen Menschen überhaupt noch in der Lage, auf nachdenkliche Zwischentöne zu hören? Oder übertönt nicht längst schon das triumphalistische Geschwätz der Medien jegliche Reflektion auf die aktuelle conditio humanae?

    In Wahrheit ist es doch so: Wir sitzen - wie Mattusek und Benedikt - im Flieger oder in der Warte-Lounge und achten nur noch auf die nächste Durchsage. "Flug Nr. 4712 wurde verschoben. Näheres erfahren Sie von unseren freundlichen Mitarbeitern am information desk." Mal ehrlich: Wo soll da noch Platz sein für die gelebte Spiritualität eines unverbrauchten Christentums, wie es sich in der großartigen Figur eines Benedikts oder in der glorreichen Instituition jener unverbrüchlichen ecclesia aeternae sanctam romanam in unnachahmlicher Weise darstellt?
  2. #31

    Zitat von HirataDentata Beitrag anzeigen
    ... bitte lass Verstand und Aufklärung kommen über unser Land, und die vollkommene Säkularisation.

    Dann, aber erst dann, mag Matthias "Prediger" Matussek Liebesoden an Kirchenobere publizieren, wann immer, wo immer er mag. Sogar bei SPON.
    Etwa dem Verstand, dem schon vor 70 Jahren zum Wohle einiger weniger 10 Milionen Menschen gleichgültig waren?! Die Verweltlichung, welche vor 300 Jahren in farbigen Menschen nur billige Maschienen gesehen hat?! Lesen sie noch einmal die Wesensmerkmale des Grundgesetztes und Sie werden erkennen, das Demokratie nur mit einem religiös geprägtem Menschenbild funktioniert. Und zu einem religösen Menschenbild gehört nun einmal eine Moralische Mahnfigur, welche uns gerade in diesen Zeiten (und nicht erst nach der "vollkommene(n) Säkularisation";das wäre zu spät)
    daran erinnert, das der Mensch mehr ist als die Summe seiner Teile.
    Und jmd mit einer solchen Herkulesaufgabe verdient auch ein Lob, oder?
  3. #32

    Nach dem Lesen von Matussek fühle ich mich regelmässig als besserer Mensch. Denn neben einem offensichtlich so gut wie Sexualleben-freien Endfünfziger steht einfach jeder gut da. Übrigens nett, dass Matussek sich - als Mann! - eine Kirche ohne Frauen vorstellen kann. Da steht er ja den Typen gar nicht mal so weit weg, die 25 Millionen Bibeln ähm Korane verteilen wollen.
  4. #33

    ach du schreck, ein älter mann himmelt den papst an, wie zahnspangentragende mädchen die boyband xyz.
  5. #34

    Zitat von atze_bommel Beitrag anzeigen
    Ein Mensch, der vor allem Neuen Angst hat.

    Und diese Beschreibung ist bei dem Mattusek einfach sowas von zutreffend!
    Ach ja wieder eine neu ideologische Erfindung der political-correctnes-Fanatiker...
    Nach all den "neo-...", noch auch"neophob"....., das Wort das, sozusagen all die anderen negativ besetzten "neo-...s" vereint...Also "neophob" ist das modernere Wort für den linken Kampfbegriff "reaktionär".
  6. #35

    Der katholische Lohnschreiber hat wieder zugeschlagen

    Mit der ihm speziell zueigenen Ergebenheit, die er sich aus den volksfrommen Votivtafeln bajuwarischer Wallfahrtskirchen erborgt zu haben scheint, hat der katholische Lohnschreiber wieder einmal zugeschlagen und dazu noch ein gnädiges Forum im „Spiegel“ geborgt bekommen. Ach, wenn er doch diesen sich ab und zu auch selber vorzuhalten im Stande wäre. Nicht weit entfernt, so zu sagen im ersten Hintergrund, könnte er den Walter von der Vogelweide zugesprochenen Satz: „ wess`Brot ich ess`, dess Lied ich sing`“ wieder und wieder auftauchend erkennen. Eine interessengeleitete Losung, die sein Handeln und Schreiben, vielleicht auch schon sein Denken, als pragmatische Internalisierung zum eigenen Nutzen und Frommen, durchzieht wie ein purpurroter Faden.

    Herzlichen Glückwunsch, die nächsten Jahre sind, existentiell gesichert, intellektuell allerdings nicht unbedingt!
  7. #36

    Zitat von Whitejack Beitrag anzeigen
    Mittlerweile bin ich überzeugt: Matussek und Fleischhauer werden als Quotenkonservative von SPON gehalten, um konservative Einstellungen zu diskreditieren.

    Denn nach dem Lesen der Kolumnen dieser beiden Schreiberlinge kann ein geistig gesunder Mensch einfach Konservative nicht mehr ernstnehmen, zumindest wenn er auf den Trick hereinfällt und die beiden wirklich als "typisch" begreift (was sie nicht sind). Der Witz an der Sache: Beide sind viel zu eitel, um das zu kapieren. Selbst wenn man es, wie ich jetzt gerade, ihnen ins Gesicht sagt. Die machen munter sich und konservative Einstellungen weiter lächerlich und glauben dabei auch noch, der Welt tiefgreifende Erkenntnisse zu geben. Wenn es nicht so raffiniert-fies von SPON wäre, man könnte darüber herzlich lachen.

    Aber Matussek sagt ja bereits selbst im Artikel, dass er gerne Geisterfahrer ist. Besserung ist also nicht in Sicht.
    fleischhauer und mattusek sind keine konservativen -nicht nach meinem verständnis jedenfalls- die beiden sind schlichte (im wahrsten sinne des wortes) ideologen (wie augstein auf der anderen seite)
  8. #37

    Hochmut

    In dem Artikel schwingt etwas viel Hochmut mit. Ich bin ja nicht vom Fach, aber die Katholiken sehen darin eine Sünde gegen den Nächsten.

    Tja, Herr Matussek, das würde Ihrem Idol aber bestimmt nicht gefallen. Vielleicht sollte man dem Papst dieses Artikelchen zukommen lassen?
  9. #38

    Sind das nicht

    die beiden Blinden, die über Farben sprechen? Wenn dieser Mann schreibt, erspare ich mir schon lange das Lesen. Es stellt sich mir aber weiter die Frage, warum Spiegel wie SPON diesem Missionar eine Plattform bieten. Man fühlt sich manchmal wie bei einem Bibeltreffen.
  10. #39

    Sklaverei

    Zitat von leonardoephraim Beitrag anzeigen
    Etwa dem Verstand, dem schon vor 70 Jahren zum Wohle einiger weniger 10 Milionen Menschen gleichgültig waren?! Die Verweltlichung, welche vor 300 Jahren in farbigen Menschen nur billige Maschienen gesehen hat?! Lesen sie noch einmal die Wesensmerkmale des Grundgesetztes und Sie werden erkennen, das Demokratie nur mit einem religiös geprägtem Menschenbild funktioniert. Und zu einem religösen Menschenbild gehört nun einmal eine Moralische Mahnfigur, welche uns gerade in diesen Zeiten (und nicht erst nach der "vollkommene(n) Säkularisation";das wäre zu spät)
    daran erinnert, das der Mensch mehr ist als die Summe seiner Teile.
    Und jmd mit einer solchen Herkulesaufgabe verdient auch ein Lob, oder?
    Danke, daß Sie an Roms heroischen Kampf gegen die Sklaverei erinnern. Derlei gerät in den tagesüblichen Polemiken gegen den Papst nur allzu oft in Vergessenheit.


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