... Heiliger Vater zum Geburtstag und dem Autor zum Artikel! Den finde ich prima!
SPIEGEL ONLINEBenedikt XVI. ist die unterhaltsamste Störung der Moderne, die sich der liebe Gott einfallen lassen konnte. Wie der Heilige Vater seine Kritiker ein ums andere Mal widerlegt, ist schon sehr amüsant. Am Montag wird er 85 Jahre alt. Ein Geburtstagsgruß von einem bekennenden Papst-Fan.
http://www.spiegel.de/panorama/gesel...827594,00.html
... Heiliger Vater zum Geburtstag und dem Autor zum Artikel! Den finde ich prima!
Früher gingen die Menschen oft zur Unterhaltung ins Irrenhaus, weil sie die Absonderlichkeiten der Kranken erheiternd fanden. Heute sind wir zivilisierter und lesen stattdessen solche Artikel im SPON. Aber auch heute sollte man sich über die Gebrechen seiner Mitmenschen nicht lustig machen, und ich schäme mich deshalb, daß ich den Artikel von Matussek überhaupt angefangen habe – fertiglesen konnte ich ihn nicht.
Es ist mir ein absolutes Rätsel, wie es in der heutigen sehr aufgeklärten Zeit, mit dem Wissen um die vielen Untaten der Kirche (Hexenverbrennung, Kreuzzüge, Ablassbriefe usw. usw.) in ihrer Geschichte, sowie die wissenschaftliche Widerlegung nahezu aller Thesen letzterer und dem völlig anachronistischen Denken der Kirche (Kondomverbot, Zölibat) und ihrem absolut schlechtem Umgang mit den Missbrauchsvorwürfen und Themen wie Piusbruderschaft, trotzdem möglich ist, dass Menschen wie blind eine solche Institution unterstützen.
Natürlich.
Das wäre nicht anders, als wenn jemand in seiner Kolumne schreiben würde "Die Welt wurde vor 4000 Jahren erschaffen. Aber ihr werdet schon sehen, gleich hacken wieder alle auf mir rum".
Das Forum würde genau das tun, und Sie würden schreiben, dass das Forum den Autor bestätigt.
Willkommen im katholischen Weltspiegel. Zur Zeit ehren wir ja viele ehemalige Kanoniere, sogar einen Literatur-Papst, warum also nicht auch den netten Professor von den italienischen Bettelmönchen? Soll man sich heutzutage noch als Anti-Christ outen, oder gar als Anti-Papst? Gibt es nicht schon genug Ungläubige, die die Buchreligionen verhöhnen, sie mit Karikaturen und beißendem Spott übergießen?
Wenn man bedenkt, wie der Islam seine Schäfchen wieder auf Linie bringt, muss man dem Papst aber übertriebene Toleranz gegen die Ungläubigen attestieren. Mit so einer laschen Einstellung früher wären die Türken längst in Wien, das sollte klar sein. Seien wir also froh, dass noch jemand ans Wachstum denkt, vor allem in Afrika und im schönen Mexiko. Trinken wir also eine Fanta auf unser Wohl, schließlich sind auch wir Papst. Und lassen Sie sich nicht beirren, Herr Matussek, Ihre Fernsehbotschaften werden vom Volk mit großem Vergnügen beobachtet.