Es ist wie so oft in diesen Foren – Herr Matussek provoziert genüßlich antikatholische Reflexe, und blitzartig folgen die bis zum Überdruß vertrauten Reden zur Verteidigung abendländischer Aufklärung gegen Mittelalter, Frauenverachtung und Kindesmißbrauch. Was war noch mal der Anlaß? Ach ja, ein nurmehr für sein Krawallkatholentum bekannter abgehalfteter Journalist und Selbstdarsteller gratuliert seinem Kirchenoberhaupt zum 85. Geburtstag. Was soll’s denn, wen kümmert’s? Wertet soviel Aufmerksamkeit den Gratulanten nicht unnötig auf? Über die katholische Kirche ist doch längst alles gesagt und geschrieben. Ich würde es so sehen: Matussek ist kein Ärgernis, sondern ein Geschenk für Kirchengegner. Er verkörpert in seiner unermesslichen Aufgeblasenheit und an einen Terrier gemahnenden geifernden Angriffslust den puren Gegenentwurf christlicher Demut und Sanftheit. Er opfert sein Anliegen auf dem Alter seiner Eitelkeit. Er diskreditiert, was er zu verteidigen meint und leistet so seiner in Deutschland ohnehin aus dem letzten Loch pfeifenden Kirche ungewollt Sterbehilfe. R.I.P.
Antworten / Zitieren


