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Papst-Geburtstag: Heiliger Vater, ich lach mich schief

SPIEGEL ONLINEBenedikt XVI. ist die unterhaltsamste Störung der Moderne, die sich der liebe Gott einfallen lassen konnte. Wie der Heilige Vater seine Kritiker ein ums andere Mal widerlegt, ist schon sehr amüsant. Am Montag wird er 85 Jahre alt. Ein Geburtstagsgruß von einem bekennenden Papst-Fan.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...827594,00.html
  1. #150

    Nach Schieflachen kommt Mitleid...

    Zitat von oberger Beitrag anzeigen
    Ich habe die übliche Spiegel-Online-Kritik zu Anne Wills Talkrunde zum Thema Sinn und Sinnfindung in Zusammenhang mit der katholischen Kirche vermisst, in der Herr Matussek sich als katholischer Radikaler zum Gespött aller gemacht hat. Aber scheinbar hauen sich Kollegen des Spiegel nicht gegenseitig in die Pfanne...

    Nun erhält dieser "bekennende Papst-Fan" schon wieder eine Plattform, um seine kruden und bizarren Meinungen kund zu tun.

    Ohne Worte....

    P.S.: Bin gespannt, ob dieser Thread veröffentlicht wird...
    Ich kann mich der geäußerten Kritik an der Aussage und Figur dieses Herrn Matussek nur anschließen. Auch ich wundere mich, nach der Anne-Will-Talkrunde keine entsprechende "Würdigung" des Herrn im SPON zu lesen. Ich kann nicht verstehen, dass jemand für so viel wortgewandte Banalität, bigotte Realitätsferne und dumpfe Agitation in der Talkrunde und jetzt in Diensten des SPON steht und dafür als Journalist auch noch Geld bekommt! Den Restkatholiken und wahrscheinlich dem Papst selbst würde er einen Gefallen tun, wenn er sich ein anderes Resort zum Schreiben aussuchen würde. Für mich ist dieser Mann nicht ernst zu nehmen. Wann merkt das denn der SPON???
  2. #151

    Ein Problem

    > Aber wie auch immer, glaube ich kaum,
    > dass es der CDU sehr gut bekäme. Den
    > Piraten, dem neuen Lieblingsfeind der
    > etablierten Parteien, dagegen vermutlich
    > schon.

    Die Piraten sind völlig sinnentleerter Shitstorm. Wenn das die Essenz heutiger Intelligenz ist, ist die Welt am Ende. Die CDU ist zwar ein wenig populistisch, aber "Bürgerliche" sind ja per definitionem immer noch das Gegenteil der Ideologen, also der Roten und der Braunen.

    > Der Repräsentation des Katholizismus
    > bekäme es mit grosser Sicherheit sehr
    > schlecht.

    Was heißt "der Repräsentation"? Die Pfaffen sind vielleicht nicht alle sehr helle, aber es geht hier ja um die Aussage von Matussek "Zeitgeist ist scheiße" und "Weniger Weltlichkeit ist mehr" - und das ist für einen intelligenten Menschen nicht bestreitbar.

    > Wie kann man Michelangelo als Kronzeugen
    > für den Katholizismus des jetzigen Papstes
    > und gegen die Moderne anrufen?

    Hä? Verstehe ich nicht. Hat M. den M. nicht als Beispiel für nicht zeitgenössische wirkliche Kunst gegen den zeitgenössischen Schwachsinn eines Koon angeführt?

    > Glaubt er, dass der jetzige Benedikt einen
    > so kühnen Künstler wie Michelangelo hätte
    > die Sixtinische Kapelle ausmalen lassen
    > und in dieser Art?

    Ich weiß nicht, ob Sie das verstanden haben: Sie müssen die jeweilige Zeit betrachten! Michelangelo wäre heute angesichts des enthirnten Dauer-Shitstorms, der Totalverhartzung der "Verweltlichten" entsetzt und würde selbstverständlich als Künstler ähnlich revolutionär wie Matussek denken, also gegen Massen-, McDonalds- und Pöbelgeschmack mehr Sinnlichkeit und Kultur fordern und den als Vernunft missinterpretierten kleinsten, gemeinsamen und unterschichtigen Nenner bekämpfen wie die Forderung nach Zustimmung zu Kaugummi, äh, Kondomen durch die Kirche (Scheiße, die Leute sind wirklich dämlich!).

    > Ist Matussek mal aufgefallen, dass es zwischen
    > den geistigen Strömungen der Renaissance und
    > der Reformation...

    Weiß ich nicht, aber heute gibt es keine "geistigen Strömungen" mehr, nur noch die "Shit-Strömung" der Vernetzungs- und Globalisierungsopfer. Das ist Matusseks Thema und den Papst scheint er vor allem in der Funktion als beharrendes Element zu sehen, das sich einfach der Fordererung des elenden und billigen Populismus widersetzt.

    > Und dass die katholische Kirche in der
    > Gegenreformation selbst hinter den Geist
    > und Humanismus der Renaissance zurückgefallen
    > ist?

    Modernität ist heute Hartz, Ungeist, Unkultur, AntiUSrael- und Westenhass, Hass auf "die da oben" und alle Institutionen, womit die angeblich reformatorisch motivierten Forderungen an die Katholische Kirche ebenfalls hinreichend erklärt sind. Was damals während des Humanismus galt, gilt heute nicht mehr.

    Nur in einem bin ich mit Matussek nicht einer Meinung: Die Frauen. Die Beschränkung auf Männer hat die Katholische Kirche zu einem Päderastenverein verkommen lassen, was angesichts des dem Menschen innewohnenden sexuellen Triebes logisch ist.
  3. #152

    Sünde und sexuelle Präferenzen.

    Zitat von uncle scrooge Beitrag anzeigen
    Es ist sehr zu begrüßen, dass auch in der katholischen Kirche sich in dieser Richtung etwas bewegt.
    Leider vertritt der Papst und damit auch Herr Mattussek, um dessen Artikel es hier geht, eine andere Meinung. Auf den Segen des Papstes dürfen homosexuelle Katholiken leider nicht hoffen.
    Den Segen bekommen die homosexuelle Katholiken durchaus, denn Homoseksualität ist keine Sünde. Genau wie Heterosexualität, Bisexualität und Asexualität keine Sünden sind. Es sind lediglich sexuelle Präferenzen.
    Anders ist es mit dem Ausleben der Sexualität. Da gibt es durchaus Verbote. Menschen, die gegen diese Verbote verstossen, sind Sünder.
  4. #153

    Zitat von Wahrheitsgetreu Beitrag anzeigen
    ...Kurz schreibe ich Ihnen wohin mich mein Weg gefuehrt hat:
    Es ist mathematisch viel wahrscheinlicher dass Gott existiert als dass er nicht existiert.
    Wenn Sie diese Wahrscheinlichkeit belegen können, haben Sie den Stein der Weisen gefunden. Ich fürchte aber, es wird beim „Glauben“ bleiben müssen.

    Aber, selbst wenn Sie die Wahrscheinlichkeit eines höheren Wesens belegen könnten, ist Ihre mathematische Wunderformel auch in der Lage, den christlichen Gott „errechnen“?

    Zitat von Wahrheitsgetreu Beitrag anzeigen
    Es ist viel wahrscheinlicher dass wir eine Seele besitzen die nach unserem Tod auf eine Weise weiterlebt (vielleicht in irgendeiner Dimension die die Physiker versuchen gerade zu beweisen), anstatt dass sie nicht existiert.
    Auf diesen Beweis bin ich gespannt.
    Ich glaube eher, dass dies jeder für sich eines Tages empirisch überprüfen kann ;-)

    Zitat von Wahrheitsgetreu Beitrag anzeigen
    Der Typ namens Jesus war der beste Mensch auf Erden, wenn alle so waehren wie er, waehre es hier wie im Paradies.
    Da fängt das Problem schon an: Was ist ein Paradies?
    Da wird jeder seine eigenen Vorstellungen haben. Und ob die mit den Vorstellungen anderer kompatibel sind?

    Zitat von Wahrheitsgetreu Beitrag anzeigen
    Die einzige Religion die seine Lehren verbreitet ist das Christentum.

    Ich bin mir mit alle Kirchengegnern einig, dass in dieser Institution einiges falsch gelaufen ist. Jedoch bin ich der Meinung dass diese Lehren nicht verloren gehen duerfen und man Sie auf jedenfall wieter geben muss.
    Nein, die Lehren sollten nicht verloren gehen. Das sehe ich auch so.
    Sie sollten allerdings überprüft werden, was zeitgemäß ist und was nicht. Aber der Papst und auch Herr Matussek will keine „beliebige Kirche“. Aus diesem Grunde wird sie eines Tages in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

    Zitat von Wahrheitsgetreu Beitrag anzeigen
    Und, ich verstehe die Menschen nicht die versuchen das kaputt zu machen. .
    Ich habe den Eindruck, dass sie sich selbst zerstört
  5. #154

    Wir wissen es nicht genau

    Zitat von larifari55 Beitrag anzeigen
    ... Den Restkatholiken und wahrscheinlich dem Papst selbst würde er einen Gefallen tun, wenn er sich ein anderes Resort zum Schreiben aussuchen würde. Für mich ist dieser Mann nicht ernst zu nehmen. Wann merkt das denn der SPON???
    Sie sprechen weder für die Katholiken noch für Nichtkatholiken. Nicht einmal für die Restkatholiken!
    Wir haben keine diesbezügliche repräsentative Umfrage gemacht.
  6. #155

    Frage an Historiker und andere Fachleute

    Zitat von hadroncollider Beitrag anzeigen
    .......
    Nur in einem bin ich mit Matussek nicht einer Meinung: Die Frauen. Die Beschränkung auf Männer hat die Katholische Kirche zu einem Päderastenverein verkommen lassen, was angesichts des dem Menschen innewohnenden sexuellen Triebes logisch ist.
    In der Antike haben nur Pristerinnen heilige Handlungen vorgenommen.
    In der Neuzeit wird das olympische Feuer in Griechenland von Frauen entzündet.
    Waren oder sind diese Frauen alles Lesben?
  7. #156

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Den Segen bekommen die homosexuelle Katholiken durchaus, denn Homoseksualität ist keine Sünde. Genau wie Heterosexualität, Bisexualität und Asexualität keine Sünden sind. Es sind lediglich sexuelle Präferenzen.
    Anders ist es mit dem Ausleben der Sexualität. Da gibt es durchaus Verbote. Menschen, die gegen diese Verbote verstossen, sind Sünder.
    Wenn Sie so argumentieren haben Sie aber die Pädophile vergessen, vermutlich ganz ausversehen, vielleicht erkennen Sie jetzt die Schwachpunkte in Ihrer Argumentation.
  8. #157

    Zitat von uncle scrooge Beitrag anzeigen
    Aber der Papst und auch Herr Matussek will keine „beliebige Kirche“.
    nein, beide wollen, dass es da einen gibt, der allen Schäfchen sagt, wo's langgeht: der Papst.
    Beide haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt: der mündige Bürger, der mündige Gläubige: sie wollen in ihrer Kirche mitreden und mitgestalten. Sie wollen selbst die Bibel lesen und interpretieren. Und dem Papst widersprechen, wenn sie anderer Meinung bezüglich der auslegung sind.

    Nur: da sind die Katholiken, die das wollen, in der falschen Kirche. Die Kirche mit den Frauenrechten, den weiblichen Priestern, der Ehe für Homosexuelle, das ist die protestantische Kirche. Auch bei den reformierten Juden oder den modernen Muslimen gibt es das, weibliche Priester.

    Interessanterweise geißelt Josef Joffe in der ZEIT genau diese Vorzüge anderer Religionen als "verwirrende Vielfalt", die sich <Gott> so sicher nicht vorgestellt hat. Gott hätte lautr Joffe lieber seinen Stellvertreter mit Alleinstellungsmerkmal, damit er am Sonntag Feierabend machen kann: Deshalb ist (Gott) die Una Sancta die liebste, mit einem einzigen Spitzenrepräsentanten, einem unfehlbaren obendrein. Wenn der ex cathedra spricht, hören 1,2 Milliarden Gläubige zu,
    derweil die anderen Monotheisten wähnen, ihr eigenes Gespräch mit Gott führen zu können.


    Manche Papst-treue Gläubige merken nicht einmal mehr, wie absurd sich ihre Äusserungen anhören. In unserer Zeit hält man es doch für angebrachter, als erwachsener Mensch selbst mit dem Chef sprechen zu können...
  9. #158

    Nachahmer

    Zitat von larifari55 Beitrag anzeigen
    Ich kann mich der geäußerten Kritik an der Aussage und Figur dieses Herrn Matussek nur anschließen. Auch ich wundere mich, nach der Anne-Will-Talkrunde keine entsprechende "Würdigung" des Herrn im SPON zu lesen. Ich kann nicht verstehen, dass jemand für so viel wortgewandte Banalität, bigotte Realitätsferne und dumpfe Agitation in der Talkrunde und jetzt in Diensten des SPON steht und dafür als Journalist auch noch Geld bekommt! Den Restkatholiken und wahrscheinlich dem Papst selbst würde er einen Gefallen tun, wenn er sich ein anderes Resort zum Schreiben aussuchen würde. Für mich ist dieser Mann nicht ernst zu nehmen. Wann merkt das denn der SPON???
    Der SPON hat das schon lange gemerkt, aber viele andere nicht. Mautssek ahmt hier nur Broder nach, den SPON ancheinend vermißt. Und was Broder mit dem Judentum geschmacklos rumspielt, das macht Mattusek seit kurzem mit dem Christentum, genauso geschmacklos. Beide nutzten Relilgion dazu, auch mal irgendwo erwähnt zu werden. Das wars dann schon.
  10. #159

    Gemeinsamket

    Zitat von gruenerfg Beitrag anzeigen
    Der SPON hat das schon lange gemerkt, aber viele andere nicht. Mautssek ahmt hier nur Broder nach, den SPON ancheinend vermißt. Und was Broder mit dem Judentum geschmacklos rumspielt, das macht Mattusek seit kurzem mit dem Christentum, genauso geschmacklos. Beide nutzten Relilgion dazu, auch mal irgendwo erwähnt zu werden. Das wars dann schon.
    Christentum, Judentum und auch der Islam haben eine Gemeinsamkeit: Für sie ist die Familie das Wichtigste. Und deshalb werden diese 3 religionen von unseren Medien so heftig angegriffen.


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