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Papst-Cover: Presserat rügt "Titanic"
Titanic"Entwürdigend und ehrverletzend": Der deutsche Presserat hat das Satire-Magazin "Titanic" für sein umstrittenes Papst-Titelbild öffentlich gerügt. Gegen die Fotomontage, die Benedikt XVI. mit befleckter Soutane zeigt, waren 182 Beschwerden eingegangen.
Papst-Cover: Presserat rügt Satire-Magazin "Titanic" - SPIEGEL ONLINE
- #1 27.09.2012 16:47 von
Nun, wenigstens gibt es keine gewalttätigen Proteste überall in der christlichen Welt...das ist doch schonmal ein Gewinn, ja?
- #2 27.09.2012 16:47 von
Ja
wie, ich dachte Pressefreiheit ? das war doch immer Tenor bei Mohammed Karikaturen....
- #3 27.09.2012 16:47 von
Die Beleidigung des Papstes
kann gar nicht gemeiner ausfallen als der Anspruch den er vertritt.
Insofern ist Satire Notwehr gegen die (Über)mächtigen.
Besser wäre allerdings eine von klugen Köpfen geführte allgemeine und schonungslose Religionskritik und die Entfernung aller rechtlichen und finanziellen Unterstützung von Religionen durch den Staat.
Aber unsere Intellektuellen haben wahrscheinlich keine Lust, sich mit nebulösen Begriffen und Wunschdenken zu befassen - verständlich; denn Aufklärung war ja schon. - #4 27.09.2012 16:50 von
- #5 27.09.2012 16:53 von
Interessanter Zeitpunkt
Gerade, als die Titanic plant, eine Ausgabe im Zusammenhang mit dem Mohammed-Film zu bringen. Mal gucken, ob der deutsche Presserat da wieder ein halbes Jahr für die Rüge braucht. Ich wette das geht schneller, man musste jetzt nur schnell vorher den anderen Fall über die Bühne bringen, damit man ein Alibi hat...
- #6 27.09.2012 16:59 von
In der Satire ist von einem ("Leck" die Rede, jeder weiß, was damit gemeint ist und dazu gibt es eine witzige Abbildung. Das ist doch sinnbildlich gemeint. Welche Idioten nehmen das denn wörtlich und meinen, ihre Ikone werde (mit Urin) beschmutzt dargestellt? Es lebe die Satire!
- #7 27.09.2012 17:03 von
Der Presserat kann in seiner Urteilsfindung unmöglich davon ausgehen, dass auf dem Cover eines Satiremagazins eine ähnliche Wahrheitstreue herrscht wie auf Covern seriöser Nachrichtenmagazine wie *hüstel* Stern oder Der Spiegel. Somit sind die grundlegenden Ziffern 1 und 2 (Wahrhaftigkeit, Sorgfalt) des Pressekodex außen vor - und wo diese als naturgemäß nicht gegeben angesehen werden, kann Ziffer 9 (Ehrverletzung) kaum ins Gewicht fallen - denn die Aussagen nehmen schlichtweg ihre eigene Unglaubwürdigkeit voraus. Insofern ist die Begründung des Presserats hochgradig schein-, äh, heilig.
- #8 27.09.2012 17:03 von
- #9 27.09.2012 17:05 von
optional
Solche Rügen krieg die Bildzeitung doch alle zwei Tage mal rein. Interessiert keine Sau was der Presserat denkt.
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