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Papst-Buch: Der Oberhirte ändert den Kurs

Der Papst lockert das Kondomverbot, gesteht Probleme in der Missbrauchs- und Williamson-Affäre, plädiert für Moscheen im Westen und gegen ein Burkaverbot. Mit einem demnächst erscheinenden Interviewbuch will Benedikt XVI. seinem Pontifikat eine neue Bedeutung geben -*Motto: Wir sind gar nicht so.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...730320,00.html
  1. #1

    ...

    Der versteckte Rassismus der Kondomdebatte, über den keiner spricht, den man mal nicht einmal wahrnimmt: das liberale Europa diskutiert darüber, wie man den - Verzeihung - Neger vor sich selbst schützt.

    Wo sind die afrikanischen Stimmen in dieser Debatte, verdammt noch mal? Interessieren die überhaupt jemanden?
  2. #2

    ganz anders?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Papst lockert das Kondomverbot
    hat er nicht, denn männliche Prostituierte gibt's nicht so viele und für die Verbreitung von HIV spielen die fast gar keine Rolle.
    gesteht Probleme in der Missbrauchs- und Williamson-Affäre
    der Papst tut so, als hätte er von allem nichts gewusst, was falsch ist
    plädiert für Moscheen im Westen
    gibt es längst, geht aber den Papst nichts an
    und gegen ein Burkaverbot.
    geht den Papst nichts an
    Mit einem demnächst erscheinenden Interviewbuch will Benedikt XVI. seinem Pontifikat eine neue Bedeutung geben -*Motto: Wir sind gar nicht so.
    nein?
    Ratifiziert der Vatikan ab sofort die Erklärung der Menschenrechte, behandelt Frauen und Homosexuelle als gleichberechtigt und verzichtet darauf, die Kinder mit unhaltbaren Märchen wie der Jungfrauengeburt zu indoktrinieren?
    Werden pädophile Priester bei der ersten Verfehlung der Staatsanwaltschaft überstellt und nach ihrer Haftentlassung in entlegene Klöster verbannt?
    Nein?
    Dann hat sich nichts geändert.
  3. #3

    Papst in Bewegung

    beim eiertanz

    tss tss ...
  4. #4

    Und der Vatikan bewegt sich doch

    Der Papst kann natürlich nicht radikal seinen Kurs ändern. Aber er gibt der Diskussion eine neue Wendung. Nun wird sich zeigen, ob diejenigen, die diese Wendung stets gefordert haben, sich ebenfalls den übrigen Inhalten der katholischen Kirche, die in hysterischen Diskussionen teilweise untergehen, zuwenden werden.
  5. #5

    Seid Ihr doch.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Papst lockert das Kondomverbot
    Der Papst sollte sich der Aufklärung stellen und Kondome als das ansehen, was sie sind: Methoden der Verhütung und des Gesundheitsschutzes. Gerade da, wo an ihn und den da oben noch geglaubt wird, sind Kondome wichtig.

    gesteht Probleme in der Missbrauchs- und Williamson-Affäre,
    Immerhin.

    plädiert für Moscheen im Westen und gegen ein Burkaverbot.
    Da zeigt sich (nicht zum ersten Mal), was der Herr Benedikt für ein verkopfter Buchmensch ist. Im Prinzip ginge ihn das Thema nichts an, er diskutiert es aber trotzdem (was richtig ist) und beweist damit doch wieder nur, dass er schon viel eher auf solche Themen hätte eingehen können (oder müssen), was er aber nicht tat. Man könnte das auch Beliebigkeit nennen. Eine gesellschaftliche Diskussion, angeleitet durch die Kirche, bleibt aus. Wie immer.

    Die Kirche ist den aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen nicht gewachsen. Punkt.

    Mit einem demnächst erscheinenden Interviewbuch will Benedikt XVI. seinem Pontifikat eine neue Bedeutung geben - Motto: Wir sind gar nicht so.
    Seid Ihr doch.
  6. #6

    Schlagzeile der "Bild" vom 22. 11. 2010

    Wir sind Kondom
  7. #7

    Der Papst - ein Aspirant?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Papst lockert das Kondomverbot, gesteht Probleme in der Missbrauchs- und Williamson-Affäre, plädiert für Moscheen im Westen und gegen ein Burkaverbot. Mit einem demnächst erscheinenden Interviewbuch will Benedikt XVI. seinem Pontifikat eine neue Bedeutung geben -*Motto: Wir sind gar nicht so.

    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...730320,00.html
    Diese Äußerungen des Papstes finde ich sehr gut und überrascht bin ich überhaupt nicht. Der Papst hat im Mai dieses Jahres den großen Sufimeister Nazim Hakkani getroffen..und jeder, der diesem Scheich persönlich begegnet, verändert sich. Das weiß ich.
    Kondome sind im Islam erlaubt, die Prostitution allerdings nicht (genauso wie im Christentum). Was die Prostitution angeht, sollte der Papst überhaupt keine Zugeständnisse machen. Was Gott verboten hat, kann der Mensch (in diesem Fall der Papst) nicht erlauben. Ein Burkaverbot ist selbstverständlich unsinnig.
    Schließlich war die Kleidung der Heiligen Maria auch nicht weit entfernt von einer Burka:

    http://www.kirchenundkapellen.de/kir...kp-madonna.jpg

    Moscheen sollten (je nach Bedarf) weiterhin gebaut werden. Soviel ich mitbekommen habe, bereut der Papst auch seine umstrittenen Mohammed-Äußerungen von 2006.
    Alles in Allem eine gute Entwicklung, aber wie bereits erwähnt, überrascht bin ich nicht. Ich habe diese Wende erwartet. Schön, dass er bald nach Deutschland kommt. Wenn mir nichts dazwischen kommt, werde ich ihm in Köln (dahin kommt er doch?) zujubeln!
  8. #8

    ...

    Zitat von Papst Benedikt XVI.
    "Die bloße Fixierung auf das Kondom bedeutet eine Banalisierung der Sexualität, und die ist ja gerade die gefährliche Quelle dafür, dass so viele Menschen in der Sexualität nicht mehr den Ausdruck ihrer Liebe finden, sondern nur noch eine Art von Droge, die sie sich selbst verabreichen.
    Ist denn der Geschlechtsverkehr zweier sich liebender Menschen, die aber keine Kinder bekommen möchten (bzw. dies, im Falle der Homosexualität, nicht können), denn kein Ausdruck ihrer Liebe?
  9. #9

    let's have fun

    a) Keine Ahnung, welche speziellen Kenntnisse der Papst bezüglich der Handhabung von Kondomen besitzt.
    b) Für den Alltagsgebrauch sind Moscheen und Kirchen absolut entbehrlich.
    c) Empfehlung an Benedetto: Einfach mal ein deutliches Zeichen setzen und das Trikot mit einer Burka-Trägerin tauschen


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