Papierloses Cockpit: US-Piloten navigieren per iPad

AP / AirbusBislang haben viele US-Piloten Tausende Seiten Handbücher dabei. Zumindest bei American Airlines dürfen sie nun iPads für die Datennutzung einsetzen. Deutsche Flugzeugführer sind da längst einen Schritt weiter - sie halten das Apple-Gerät für nicht robust genug für die Praxis.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...857234,00.html
  1. #50

    Zitat von mitbestimmender wähler Beitrag anzeigen
    So nebenbei Handbücher sind schon längst in den moderneren Cockpit-Monitoren abrufbar von denen sich auch meist je Pilotensitz einer als Tablet heraus nehmen lässt.............
    Die Arbeit eines Verkehrspiloten beginnt nicht erst im Cockpit.

    Und es geht unter anderem(!) gerade auch darum, daß unabhängig von den womöglich gerade von technischen Problemen betroffenen Bordsystemen Unterlagen verfügbar sind.

    Zitat von mitbestimmender wähler Beitrag anzeigen
    Ja klar Alte Flieger kann man mit einem Apple wohl aufhübschen aber eher der Fall ist das die Fluglinie dem verwandten Systemen ihrer Neuen Flieger vertraut und dieses Zubehör anschafft und updatet.
    Die Onboard-Systeme sind in dieser Hinsicht meist ziemlich rudimentär, soweit ich weiß, da die derart verschärfte Zertifizierungs-Hürden überspringen müssen, daß das nur für die nötigste Software auch wirklich gemacht wird; Kein Vergleich mit den viel schneller und häufiger aktualisierten externen Materialien z.B. von Jeppesen, bei denen ein Bug die Bordsysteme nicht beeinträchtigt und die daher weit umfangreicher und schneller aktualisiert werden können.

    Zitat von mitbestimmender wähler Beitrag anzeigen
    Apple iPad als Stempel-Uhr, Stundenkontrolle und zum navigieren von Hotel zum Flughafen, gegen Langeweile und für die Kontakte zur Seite der Seitensprungagentur ............... Super, unschlagbar und trendy
    Solche alten Vorurteile sind zunehmend passé. Nicht nur im Flugbetrieb, auch in vielen anderen Unternehmen(sbereichen) dringen gerade iPads und iPhones immer stärker vor.
  2. #51

    Nun

    Zitat von Konstruktor Beitrag anzeigen
    Die Arbeit eines Verkehrspiloten beginnt nicht erst im Cockpit.
    Und es geht unter anderem(!) gerade auch darum, daß unabhängig von den womöglich gerade von technischen Problemen betroffenen Bordsystemen Unterlagen verfügbar sind.

    Die Onboard-Systeme sind in dieser Hinsicht meist ziemlich rudimentär, soweit ich weiß, da die derart verschärfte Zertifizierungs-Hürden überspringen müssen, daß das nur für die nötigste Software auch wirklich gemacht wird; Kein Vergleich mit den viel schneller und häufiger aktualisierten externen Materialien z.B. von Jeppesen, bei denen ein Bug die Bordsysteme nicht beeinträchtigt und die daher weit umfangreicher und schneller aktualisiert werden können.

    Solche alten Vorurteile sind zunehmend passé. Nicht nur im Flugbetrieb, auch in vielen anderen Unternehmen(sbereichen) dringen gerade iPads und iPhones immer stärker vor.

    Da kommen Heute fast immer die gleichen Tablet Marken zum Zug die auch bei der Wartung an das Bordsystem angeschlossen werden ;-)

    Ja Apples Marktanteil liegt dann bei wie vielen Promille und wenn dann nur dank MS drauf ;-)

    Bei Hobbyfliegern hat Apple gewiss gute Aussichten und sonst sieht der professionelle Alltag in der Fliegerei noch massiv Schwergewichtig nach Anderem aus......... Da denke ich eher Samsung wird diesen Sprung vor Apple schaffen.
  3. #52

    Zitat von Konstruktor Beitrag anzeigen
    • Wesentlich einfachere und stabilere Wartung und Handhabung.
    Sagt wer? Schon mal 1000 iPads Zentral administriert?

    Zitat von Konstruktor Beitrag anzeigen
    • Display mit 2048 * 1536 auch für detaillierte Karten mit feinen Beschriftungen geeignet.
    Für Details hat man im Flug eh kein Auge. Derartige Systeme sind auf reduzierte Informationen ausgelegt.

    Zitat von Konstruktor Beitrag anzeigen
    • Nutzung sowohl im Quer- als auch Hochformat (Karten / Handbücher).
    Für eine vernünftige Kartendarstellung ist das Dysplay zu klein. Für Handbücher und Checklisten eingentlich auch. Es sei denn man findet es gut wenn der Pilot entweder mit 4pt Schrift oder Scrollen konfrontiert ist um alles im Blick zu haben.....

    Zitat von Konstruktor Beitrag anzeigen
    Aktuelles iPad ist schneller als die meisten der meist älteren Industrie-Tablets.
    Geschwindigkeit ist bei derartigen Anwendungen egal, beziehungsweise wird auf ausreichende und vor allem stabil arbeitende Hardware geachtet. SW und HW werden hierauf abgestimmt. Daher völliges Nullargument

    Zitat von Konstruktor Beitrag anzeigen
    • Leichter und trotzdem sicherer Austausch bei Problemen.
    Was meinen sie damit. Kann jetzt ein Pilot in den Store gehen und sich ein neues Pad kaufen? Glaube eher nicht. Von daher ist Austausch immer noch Adminsache und ob da jetzt ein Customized oder ein Ipad im Lager steht ist egal.



    Eigentlich ist der Einsatz von iPads ein ziemlicher Armutszeugniss für die US-Airlines. Wie geschieben sind spezielle Pads seit langem Standard und die wenigsten EU-Airlies haben heute noch ein Papierhandbuch dabei. Dass man in den USA jetzt ein billiges Consumerprodukt dafür verwendet,statt eine für den Zweck entwickelte Lösung finde ich eher gruselig als innovativ.
  4. #53

    Ausfallsicherheit

    Zunächst Mal klar gestellt: Alle Infos vom iPad sind nicht sicherheitskritisch. Selbst wenn alle Infos (Anflugkarten, Waypoints, Karten, etc.) nicht mehr zur Verfügung stehen stürzt kein Flugzeug ab. Der Pilot muss dann eben dem Fluglotsten lästig werden und sich "vectors" zu den waypoints und zum Endanflug (oft "ILS") geben lassen, außerdem die relevanten Frequenzen der Anflughilfen. Ein iPad wird nicht als primäres Navigationsgerät oder gar zur Steuerung des Autopiloten verwendet. Also alle aufgeregten Laien bitte Mal abkühlen!
  5. #54

    Zitat von Reiner_Habitus Beitrag anzeigen
    Sagt wer? Schon mal 1000 iPads Zentral administriert?
    Mehrere Hundert. Überhaupt kein Problem. Bei Android hingegen ein Alptraum.

    Es gibt überhaupt nichts was gegen iPads hier spricht.
  6. #55

    Zitat von Reiner_Habitus Beitrag anzeigen
    Für eine vernünftige Kartendarstellung ist das Dysplay zu klein.
    Die meisten Papierkarten sind auch kaum grösser. Die Manuals auch nicht.

    Wissen Sie wirklich wovon Sie reden ? Das US Militär verwendet im übrigen iPads im Cockpit schon länger erfolgreich.
  7. #56

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Die meisten Papierkarten sind auch kaum grösser. Die Manuals auch nicht.
    ....
    OT:
    Karten der STAR und SID, die in den AIP etc. publiziert werden, haben jeweils in etwa DIN A 4 Größe (oder US-äquivalent).

    IFR-Charts (Jeppesen) sind deutlich größer als DIN A 4, nämlich 1,25 m x 0,40 m)
  8. #57

    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    OT:
    Karten der STAR und SID, die in den AIP etc. publiziert werden, haben jeweils in etwa DIN A 4 Größe (oder US-äquivalent).
    Es handelt sich um das US-Letter Format das ist geringfügig grösser als das iPad.

    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    IFR-Charts (Jeppesen) sind deutlich größer als DIN A 4, nämlich 1,25 m x 0,40 m)
    Richtig, aber Karten dieser Größe sind schlecht zu handhaben und können sogar ein Sicherheitsrisiko darstellen.
  9. #58

    Zitat von BeSchn Beitrag anzeigen
    Ein iPad wird nicht als primäres Navigationsgerät oder gar zur Steuerung des Autopiloten verwendet. Also alle aufgeregten Laien bitte Mal abkühlen!
    Das Problem ist nicht das iPad sondern die Qualität der Karten Apps. Hier liefert Jeppesen bislang eine im Vergleich zu den gedruckten Karten minderwertige Lösung.