Forum


 

Papenburger Kreuzfahrt-Werft: Wo alles Meyer ist

Faszination Baustelle: In der Meyer Werft können Kreuzfahrt-Fans live dabei sein, wenn 300 Meter lange Riesenschiffe entstehen. Hunderttausende lernen jedes Jahr im Besucherzentrum viel über moderne Ingenieurskunst - und wenig über die damit verbundenen Umweltprobleme.

http://www.spiegel.de/reise/deutschl...790393,00.html
  1. #1

    Faszinierender Betrieb

    Vor zehn Jahren habe ich angefangen hin und wieder die Schiffe der Meyerwerft zu fotografieren. 2005 wurde daraus die http://www.cruiseship-gallery.de .
    Mittlerweile gibt es dort fast 7000 Fotos. Sie zeigen die Schiffe von außen und teilweise von innen und auch vom Besucherzentrum gibt es einige Eindrücke.
    So können sich interessierte Leser gerne ein umfassendes Bild von diesem faszinierenden Betrieb machen.
  2. #2

    Wie immer...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Faszination Baustelle: In der Meyer Werft können Kreuzfahrt-Fans live dabei sein, wenn 300 Meter lange Riesenschiffe entstehen. Hunderttausende lernen jedes Jahr im Besucherzentrum viel über moderne Ingenieurskunst - und wenig über die damit verbundenen Umweltprobleme.

    http://www.spiegel.de/reise/deutschl...790393,00.html
    ... wird über die "Umweltprobleme" lamentiert. Industrie stellt immer einen Eingriff in die Natur dar. Wir sollten froh sein, dass es noch eine Werft in D gibt, die ohne Subventionen überleben kann. Mich nerven diese saturierten Bedenkenträger, die immer eine Ausrede für ihre "Ich bin dagegen"-Haltung haben. Ich bin auch für den Weltfrieden und einen ölkologisch korrekten Planeten, aber das Ziel erreichen wir nicht über den industriellen Suizid. Fortschritt liegt vorne, neue Technologien sollten die Probleme lösen, nicht das zurück auf die Bäume.
  3. #3

    kein Subventionen?

    Zitat von bürgerschreck Beitrag anzeigen
    ... wird über die "Umweltprobleme" lamentiert. Industrie stellt immer einen Eingriff in die Natur dar. Wir sollten froh sein, dass es noch eine Werft in D gibt, die ohne Subventionen überleben kann. Mich .....
    Die Werft zahlt den Ausbau der Ems und der Sperrwerke ganz allein? So wenig ich wieder auf Bäumen leben möchte so wenig bin ich für Werften für Hochseeschiffe im Hinterland.
  4. #4

    asdf

    Habe dort mehrere Monate als Praktikant in allen möglichen Bereichen gearbeitet. Ein super Unternehmen! Gefeilt in der Lehrwerkstatt wird dort zwar auch, aber ich durfte auch eigenverantwortlich Teile fertigen (z.B. Kleinigkeiten für den Crew-Teil der Schiffe). Man übernimmt früh Verantwortung. Sowas gibt es in den vielen Betrieben nicht. Dazu das norddeutsche Betriebsklima, plattdeutsch hier und da, einfach ein guter Arbeitsplatz! Wäre echt schade wenn selbst solche, hochspezialisierte Werften sich nicht gegen die asiatische Konkurrenz behaupten könnten.
  5. #5

    Umweltschädliche Luxusliner von der Meyer-Werft

    „Mir stinkt’s! Kreuzfahrtschiffe sauber machen!“

    Die Technik für saubere Schiffe ist seit Jahren vorhanden* - aber ohne Gesetzgeberdruck, keine sauberen Luxusliner;
    ach ja, um beim Thema zu bleiben: Die Meyer-Werft äußert sich zu diesem Thema mal gar nicht!

    *siehe cleanship.eu
  6. #6

    Aha

    Zitat von bürgerschreck Beitrag anzeigen
    ... wird über die "Umweltprobleme" lamentiert. Industrie stellt immer einen Eingriff in die Natur dar. Wir sollten froh sein, dass es noch eine Werft in D gibt, die ohne Subventionen überleben kann. Mich nerven diese saturierten Bedenkenträger, die immer eine Ausrede für ihre "Ich bin dagegen"-Haltung haben.
    Donnerwetter, da spricht ein Insider. Leider haben Sie vergessen, dass
    -die Meyer-Werft jährlich einen 2 bis 3-stelligen Mio.-Betrag in Form von Exportsubventionen bekommt.
    - dass die Ausbaggerungen nicht notwendig wären, da mit dem Verfahren der Sedimentkonditionierung die Kosten um 50% reduziert werden könnten und nichts mehr ausgebaggert werden müßte. Leider werden alle Messergebnisse und Berichte (auch von Universitäten) von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und der Politik ignoriert bzw. verfälscht.
    - die Meyer-Werft von diesem Verfahren weiß, jedoch nichts dagegen unternimmt, da sie sonst keine Subventionen bekommt.
    - auch die Naturschutzorganisationen in diesen mafiösen Netzwerken mitwirken und von der Meyer-Werft bezahlt werden (siehe Generationenvertrag)
    - und die Medien nichts gegen diese gigantische Umweltzerstörung unternehmen. Aber ihr Job ist ihnen vermutlich wichtiger als den eigenen Kindern eine intakte Umwelt zu hinterlassen!
    Das Beste sind aber die Lokalzeitungen in Ostfreisland. Suchen Sie doch einaml einen einzigen kritischen Bericht über die Meyer-Werft. Nichts gefunden, warum wohl.
  7. #7

    Nichts gegen wirtschaftlichen Erfolg, aber die Neubauten der Meyer-Werft sind einfach mittlerweile zu groß für die Ems und können nur über die aus Steuergeldern gezahlten Aufstauungen, Ausbaggerungen und Brückendemontagen ins Meer kommen.

    Das wäre ja vielleicht noch zu verstehen, wenn Papenburg ein Logistik-Standort wäre, aber das ist es nicht. Die Container-Drehscheiben sind Bremerhaven, Hamburg und (bald) Wilhelmshaven. Autos laufen über Emden und Bremerhaven. Selbst beim Massengut spielt Papenburg keine Rolle. Hier wird massig öffentliches Geld ausgegeben, damit ein Hersteller im Hinterland an einem zu kleinen Fluss zu große Schiffe baut.

    Stattdessen wäre es sinnvoller, wenn die Meyer-Werft zumindest ihre Großschiff-Produktion ans Meer verlagern würde (meinetwegen auch mit einmaliger Umzugshilfe aus öffentlichen Geldern). In Emden, Wilhelmshaven oder Bremerhaven kann man auch schöne Kreuzfahrtschiffe bauen - ohne für jeden Pott der Natur und dem Steuerzahler zu schaden.

    Klar, dass wäre für Papenburg ein schwerer Verlust, aber das ist eben die traurige Realität des Strukturwandels, den viele Städte durchmachen.
  8. #8

    Struktur

    Wer hier über eine Verlagerung des Standortes nachdenkt (v.a. nach Willhelmshaven o.ä.) hat keine Ahnung von der Region und der Materie!
    Die ganze Region hängt schon von der MeyerWerft ab, ich komme aus Ostfriesland und auf Nachfrage arbeitet gefühlt jeder 4 entweder bei Meyer oder bei VW in Emden, die Folgekosten eines Umzuges wären immens und kaum zu tragen. Außerdem steht in Gandersum bereits ein Sperrwerk für mehrere hundert Millionen Euro, dass dies dann keinen Sinn mehr hätte wäre ne ganz große Heraufbeschwörung von Investitionsruinen. Meyer wird gebraucht, nicht nur in Papenburg!

    Im Übrigen ist/ sollte die Disney Fantasy nicht blendaxweiß sein!
  9. #9

    Bedeutung der Meyer-Werft

    „Über die wirtschaftliche Bedeutung des Familienunternehmens für die Region erfahren die Besucher mehr als genug.“
    Oh nein, darüber könne die Besucher gar nicht genug erfahren, um zu verstehen, wer in unserem Land Arbeit und Werte schafft und Steuern zahlt. Wenn die Beschäftigung von 2500 Mitarbeitern kein ausreichendes Argument ist, was dann?
    Nur von Ökologie kann man nicht leben! Und seit der Jungsteinzeit greift der Mensch dramatisch in zahlreiche Ökosysteme ein. Wem das nicht gefällt, sollte sich schleunigst entleiben, denn völlig ohne Eingriffe in die Natur können bei uns nur 1 bis 2 Menschen pro km² überleben. Die Bevölkerungsdichte in Westdeutschland beträgt aber 250 Menschen pro km²!
    Und merkwürdig, die enorme Landschaftsverschandelung durch die ebenso häßlichen wie bedeutungslosen Windmühlen, die man besonders in Ostfriesland bewundern kann, stört offenbar die sonst so um die Ökologie besorgten Autoren überhaupt nicht!


TOP



TOP