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Pannenserie: ICE wird für die Bahn zum Imagekiller

Der ICE war einst der Hoffnungsträger der Bahn, nun erweist er sich als Imagekiller. Kaputte Achsen, Kälte-Chaos im Winter, Hitze-Katastrophe im Sommer: Der Pannenzug sorgt immer wieder für negative Schlagzeilen. Dabei hätte die Bahn die meisten Probleme verhindern können.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...706073,00.html
  1. #1

    inqui

    Ist doch eh alles ein Paradoxon. Da wird sich totgespart
    in Unterhaltung und Wartung auf der einen Seite und
    dann sich mit so einem Prestigeobjekt schmücken. ICE aussen
    hui innen pfui. Fesch sieht er aus allerdings mit
    unterdimensionierten Klimaanlagen und putzige
    Räderchen.

    Die Lobby er Autoindurstrie legt auch kein gesteigerten
    Wert auf ne erfolgreiche Bahn und damit auch nicht der
    Verkehrsminister.

    Dann kommt sowas dabei heraus. Das Volk ist egal.
    Jetzt noch ein bischen heisse Luft fächern in
    1 Woche ist alles vergessen und es bleibt alles beim alten
    und das Volk kuckt wieder blöd aus der Wäsche.
  2. #2

    Genial passend: die Sparkassenwerbung...

    ... in der zur Kundenggewinnung die Frage diskutiert wird: Service oder bunte Fähnchen. Als die Kosten für den Service vorgerechnet wurden, entschied man sich lieber für die bunten Fähnchen.

    So scheint es auch bei der Bahn zu sein: Fahren auf Verschleiß. Wartungsintervalle strecken. Kurzfristig Kosten sparen.
    Stattdessen: Sponsoring hier, Glitzerbahnhöfe da, und Michael Ballack als Testimonial verpflichten.
    Als ob ich bei meinem Auto die Reifen nicht alle 80.000 Kilometer wechsle, oder wenn das Profil runter ist, sondern erst, nachdem der Reifen geplatzt ist.
  3. #3

    !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der ICE war einst der Hoffnungsträger der Bahn, nun erweist er sich als Imagekiller. Kaputte Achsen, Kälte-Chaos im Winter, Hitze-Katastrophe im Sommer: Der Pannenzug sorgt immer wieder für negative Schlagzeilen. Dabei hätte die Bahn die meisten Probleme verhindern können.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...706073,00.html
    Könnte das evtl. mit dem bei der Bahn herrschenden Börsen- und Privatisierungswahn zusammenhängen, der aus dem Unternehmen möglichst viel Profit mit möglichst wenig Aufwand herauspressen möchte?
  4. #4

    t

    Mehdorn hat mehr Menschen von der Schiene auf die Straße befördert als es die Automobilindustrie je zu träumen wagte.

    Es ist unglaublich wie leer sogar unser RE zwischen NM und N nach Feierabend ist, obwohl die Autobahnanbindung so weit weg ist dass man mit Auto länger fährt.
  5. #5

    muhahaha

    werde nie die dollen dummdreisten werbesprüche und anekdoten vergessen, die politiker und bahnfuzzies auf und ab geblasen haben, auf die Frage warum man denn nicht den bereits bekannten und fahrenden TGV aus Fr. nicht genommen habe.....
    20 Jahre später erntet man eben, was man gesät hat.
    Persönlcih kann ich nur sagen : Ich mußte mal 12 Monate jedes WE 2 mal mit der Bahn fahren über längere Strecke. Zunächst nur drei Monate mit dem ICE I damals : In drei Monaten schwamm drei mal die Kacke anderer Reisender durch den Flur. Das war echte Weltklasse.
    Jede dritte Fahrt war mehr als 10 Min. verspätet. Kaum zu Toppen.

    Der Witz : Die anderen neun Monate Bahnjuckeln liefen dann mit Altzügen ab die zwar klapperten, aber es hat gefunzt, nur drei weitere Verspätungen in neun Moanten.

    So viel zur umjubelten Siemens-ICE-Technik.

    Nach den 12 Monaten Zwangsbahnfahren (Bundeswehr&kein Führerschein) bin ich weitere 10 Jahre lang überhaupt keine Bahn mehr gefahren, woran das wohl lag.
  6. #6

    Privatisierung ist sch...e

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der ICE war einst der Hoffnungsträger der Bahn, nun erweist er sich als Imagekiller. Kaputte Achsen, Kälte-Chaos im Winter, Hitze-Katastrophe im Sommer: Der Pannenzug sorgt immer wieder für negative Schlagzeilen. Dabei hätte die Bahn die meisten Probleme verhindern können.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...706073,00.html
    Tja, da sieht man/frau mal wieder einen der vielen Nachteile der (Teil-)Privatierung (ehemals) öffentlicher Dienstleistungen.
    Wenn die Bahn im Hinblick auf den zukünftige Börsenabenteuer noch jede Menge Profit erwirtschaften muss, wird eben an der Wartung, Sicherheit usw. gespart.
    Nehmt das gefälligst zur Kenntnis, Ihr Herren und Damen Neoliberalen von der SPON-Front!

    Muss es erst Tote geben, bis der Wahnsinn der Liberalisierung und Deregulierung auch von Euch infrage gestellt wird?
  7. #7

    Alte Elektrikerweisheit!

    Wollen Sie Was Gutes; Oder Wollen Sie Was Von Siemens?
  8. #8

    Bahnfreund

    Um es gleich zu sagen: Ich bin ein Freund der Bahn. Nach wie vor halte ich dieses Transportmittel für am sinnvollsten, wenn es um die Abwägung von Schnelligkeit, Ökologie und Komfort geht auf Distanzen bis zu 500km. Daneben ist auch der Regionalverkehr, sei es in Ballungsräumen oder in ländlichen Gebieten sehr sinnvoll. Insgesamt sichert die Bahn ein Grundbedürfniss der Bevölkerung: Mobilität zu fast allen Destinationen in Deutschland/ Europa. Und hier haben wir schon den Grundkonflikt: Die Bahn taugt mir ihrer gesamtgesellschaftichen Aufgabe nicht dazu vom Markt reguliert zu werden, wie im grundegenommen auch die Energieversorgung, Trinkwasserbereitstellung etc. Es kann und darf nicht Zweck eines solchen Dienstleisters sein, eine Rendite zu erwirtschaften, die wie im Falle der Bahn einzig und allein auf Rationalisierungen und Einsparungen beruht, die die Sicherheit und das Leben der Nutzer gefährdet. Daher bin ich sehr froh, dass der geplante Börsengang bis jetzt gescheitert ist und ich hoffe auch, dass er nicht kommen wird. Wenn Renditeinteressen endgültig die entscheidende Rolle spielen, wird das Ausfallen einer Klimaanlage, das Brechen von Achsen und Rädern, Verdreckung der Bahnhöfe und Züge nur das kleinste Übel von den zu erwartenden sein. Nein! Bahnprivatisierungen haben sich weltweit nicht als sinnvoll erwiesen, weil der Markt für sie keine geeignete Spielwiese ist und es hier um höhere Güter geht als um Gewinnmaximierung.
  9. #9

    ...

    Generell bin absoluter Bahnfahr-Fan. Ich setz mich rein, brauch mich idR um nichts zu kümmern, kann nebenbei lesen, schlafen, essen, steig aus und bin da und hatte kein Stress. zumindest in der Theorie.
    Ich bin jahrelanger Uni- und Berufspendler und hab so ziemlich alles erlebt, was einem so auf und um die Schiene passieren kann. Unsere Regionalzüge sind übrigens gerade einmal um die Mittagszeit leerer. Durch den Vergleich über die Jahre hinweg, kann ich bestätigen, dass die Regionalzüge von Jahr zu Jahr voller werden und das Reisen nicht mehr schön ist - und das schon auf dem Weg zur Arbeit!

    Seit einiger Zeit fahre ich öfter Berlin-München. Seitdem habe ich meine Aussage von "Ich fahre mit der Bahn" auf "Ich mache Erlebnisreisen mit der Bahn" geändert. Über 40 Minuten Verspätung reg ich mich gar nicht mehr auf, ich bin froh, wenn der ICE überhaupt fährt...








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