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Pannenflieger: Boeing stoppt Auslieferung von Dreamliner
AFPBoeing zieht Konsequenzen aus der Pannenserie der Dreamliner-Maschinen: Der Flugzeughersteller hat die Auslieferung des Modells 787 gestoppt. Diese solle erst wieder aufgenommen werden, wenn alle Probleme gelöst sind - und die US-Luftfahrbehörde das Flugverbot für die Flieger wieder aufhebt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-878485.html
- #30 19.01.2013 09:57 von
Der Übergang auf Fly-by-wire bei Airbus...
...war schon ein ziemlich wagemutiger Entschluß, der schon ins Desaster geführt hat (AF447) aber immerhin werden die Aktuatoren (Stellglieder, wie Klappen, Spoiler etc.) nach wie vor hydraulisch betätigt.
Nun hat Boeing auf Elektrik gesetzt. Das setzt natürlich voraus, dass die Stromversorgung extrem zuverlässig sein muß. Dass man das Bordnetz der 787 ausgerechnet mit Li-Ion-Batterien puffert, ist nur mit dem extremen Kosten- und Termindruck zu erklären, unter dem die Entwickler standen. Eine andere Batterietechnologie ist nicht ohne weiteres einsetzbar, denn Lade- und Entladeverhalten sind anders, zudem müßten die neuen Batterien, die Ladetechnik und das ganze Energieverteilsystem neu zertifiziert werden. Es wird wohl erst einmal auf eine Krampflösung hinauslaufen, denn es stehen handfeste wirtschaftliche Interessen auf dem Spiel. - #31 19.01.2013 10:02 von
Haarsträubend
Die folgende Sendung scheint Ihre Aussagen bezogen auf Boeing massiv zu bestätigen. Auch die FAA und die US-Regierung kommen dabei nicht gut weg. Aber wen wundert das? People & Power - On a wing and a prayer - YouTube. Ziemlich haarsträubend. Und wer noch mehr Haarsträubendes aus der Luftfahrtindustrie erfahren möchte, sehe sich auch folgende Doku an: 1. Mayday - Alarm im Cockpit (Staffel 1. Episode 1.) Um Haaresbreite (Deutsch!!!!) - YouTube. Ziemlich erschreckend. Erneut auch das Verhalten von FAA und Boeing.
- #32 19.01.2013 10:05 von
optional
Airbus nutzt im neuen A350 exakt die gleichen Batterien vom japanischen Hersteller GS Yuasa. Auch viele Autohersteller, auch deutsche, setzen für ihre Elektromobile auf genau diese LiIon Batterien von GS Yuasa. Fällt das keinem Spon-Redakteur mal auf?
- #33 19.01.2013 10:10 von
- #34 19.01.2013 10:12 von
- #35 19.01.2013 10:14 von
Keine Häme, aber bitte Vorsicht
Das Boeing die Auslieferung stoppt ist logische Konsequenz, die Flieger dürfen nicht mehr fliegen und keine Airline übernimmt den Flieger auf dem Vorfeld.
Nun aber zum eigentlichen Problem, die B-787 ist schon sehr nahe am "all electric aircraft", will sagen viele Systeme die bei allen anderen Passagierflugzeugen von Hydraulik-Systemen (bis zu 4 redundant) versorgt werden oder durch Bleed-air (Zapfluft) aus den Triebwerken versorgt werden müssen nun aus diversen Generatoren ausschließlich mit Strom versorgt werden. Früher hatte man aus Sicherheitsgründen bei Langstreckenflügen 4 Triebwerke, fällt eines aus, sind noch 75% der Systeme vorhanden. Heute hat man aus Wirtschaftlichkeitsgründen nur noch 2 Triebwerke. Ferner darf die B-787 über mehrere Stunden entfernt von einem Ausweichflugplatz fliegen (ETOPS), das heißt, wäre der Vorfall in Japan auf einem solchen Flug passiert, wäre er vermutlich anders ausgegangen. Daher hoffe ich sehr, dass nicht nur die gesamte Stromversorgung genau untersucht wird, sondern auch die ETOPS Regelung für derartige Flugzeuge. Dann werden plötzlich wieder A340-600, B-747 und A380 für die Airlines wieder viel interessanter. - #36 19.01.2013 10:40 von
- #37 19.01.2013 10:41 von
Leichtmetall? indepen?
Wer lesen kann, ist "leicht" im Vorteil.
Im Artikel steht Leichtmaterial. Das kann man in der Ee und sowieso schon mal schnell nicht bemerken. - #38 19.01.2013 10:42 von
Das kann/darf doch nicht sein!
Da verbietet eine US-Behörde einem US-Konzern seine "Ware" zu verkaufen. Das ist "gemein"!
Damit muß man eben rechen. Es handelt sich dann doch nur um "Kolateralschäden". Hauptsache, der Shareholder Value stimmt!Die US-amerikanische Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hatte am Mittwoch wegen zweier Zwischenfälle mit brennenden Batterien an Bord der Dreamliner vorerst ein weltweites Flugverbot für alle im Einsatz befindlichen 50 Maschinen verhängt.
Boeing baut Lithium-Ionen-Batterien ein, weil sie leichter und leistungsfähiger sind als herkömmliche Nickel-Cadmium-Batterien. Die Entwicklung der aus Leichtmaterial gebauten und damit treibstoffsparenden Dreamliner-Maschinen war als Meilenstein in der Luftfahrt gefeiert worden. Die Lithium-Ionen-Batterien können aber leicht heiß werden und dann Feuer fangen. - #39 19.01.2013 10:49 von
das ist doch bekannt
Deshalb ist heute ja auch wieder Angrillen bei Opel, der Ampera wird zünftig abgefackelt. Keine Ahnung weshalb Boeing auf diese gefährlichen Akkus gesetzt hat. Vielleicht kapieren jetzt aber die E-Auto Enthusiasten, warum das E-Auto derzeit keine Chance hat. Es gibt einfach keine sicheren Akkus mit ausreichender Kapazität.
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