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Pandemie-Debatte: Forscher setzen Arbeit am Supervirus aus

Es ist das umstrittenste Forschungsprojekt seit langem: Wissenschaftler haben im Labor*eine hochgefährliche Variante des Vogelgrippevirus gezüchtet - und gerieten enorm unter Druck. Jetzt haben sie ihre Forschung freiwillig für 60 Tage unterbrochen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...810479,00.html
  1. #110

    erst mal informieren...

    Zitat von unemployed50 Beitrag anzeigen
    Ich empfehle den Film "Outbreak-lautlose Killer" mit Dustin Hoffmann. Dieser ist in meinen Augen näher an der Realität...
    ich empfehle, anstatt Science Fiction-Filme anzusehen, sich über die Sicherheitsbestimmungen in Hochsicherheitslaboren zu informieren. Das ist zwar etwas trockene Materie, aber am allernähesten an der Realität...
  2. #111

    Wissenschaftsfeindlich

    Zitat von Nickela Beitrag anzeigen

    Ich bin für medizinische Forschung, die Pandemien verhindert, weil man sich potentiellen "Superseuchen" nicht ohne Gegenwehr aussetzen sollte. Falls aber doch mal die große Seuche kommt - die Menschheit wird's überleben.
    Ein sehr schöner, verschwendeter Text. Bekannter weise ist das SPON Forum sehr Wissenschaftsfeindlich. Wenn es nach den Leuten hier ginge gäbe es weder Impfung, noch Antibiotika.
  3. #112

    einfach mal wieder unglaubliches Glück?

    Wie hier schon von einem anderen Foristen angedeutet, würde eine solche Pandemie nicht das Ende der Menschheit bedeuten. Es hat bei allen Pandemien immer Individuen oder ganze Gruppen bzw. Bevölkerungsteile gegeben, die für die Erreger suboptimale Lebens- und Vermehrungsbedingungen boten. Bei diesen Leuten war das Immunsystem (irgendwie) in relativ kurzer Zeit in der Lage, sich an den (erstmal unbekannten) Reiz anzupassen und dann eine effektive Abwehr aufzubauen.
    Es kommt natürlich trotzdem darauf an, an welcher Stelle die Erreger bzw. ihre primären oder sekundären Toxine in die internen lebenswichtigen Vorgänge eingreifen, Stoffwechselwege blockieren, verändern oder zu eigenen Zwecken missbrauchen usw. Im schlimmsten Fall kann für die meisten Menschen die kritische Zeitspanne bis die (innere) Abwehr sich anzupassen konnte und dann wirkt - zu lang sein um zu genesen. Aber die Menschheit als biologische Art würde auch etwas sehr Heftiges mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit überleben.

    Eine ganz andere Frage ist, ob unsere Zivilisation überleben würde, wenn z.B. ~ 50% der handlungsfähigen Informationsträger (womit hier Menschen gemeint sind) innerhalb weniger Tage sterben würden. Wer könnte die Infrastruktur aufrecht erhalten, die Kraftwerke, die Chemiefabriken, für Sicherheit in den Hochsicherheitslaboren (!) sorgen usw. usw. - oder die inzwischen hochkomplexen Versorgungsketten in der Nahrungsversorgung aufrecht erhalten?
    Die Folgeschäden einer wirklich großen hochletalen Pandemie, könnten die direkten Schäden der Krankheit möglicherweise um eine Vielfaches übertreffen.
    Wie? Indem z.B. ganze Landstriche chemisch oder radioaktiv (nicht verhinderte Kernschmelzen) verseucht würden und viele Jahrhunderte lang unbewohnbar wären ... usw. usw. Wir leben in einer ziemlich komplexen technisierten Welt, es kann entsprechend viel schief laufen, wenn sie nicht von Leuten gesteuert wird, die wissen, wohin welche Handlungen bzw. Unterlassungen führen.
    Die Risiken sind also entsprechend groß. Das heisst auch: man sollte sich sehr gut überlegen, wie groß das Feuer werden kann, mit dem man spielt. Und ein Spiel mit dem Feuer ist solche Forschung allemal, trotz Hochsicherheitslaboren und Ausweiskontrollen, denn menschliche Dummheit und/oder menschliche Böswilligkeit können sich mit Zufällen und den unwahrscheinlichsten Vorbedingungen verknüpfen, die menschliche Geschichte kennt durchaus solche Sequenzen.
    Was mich beunruhigt ist, dass niemand vorher eine bewertete Risikoabschätzung für den Pandemiefall im Falle der Freisetzung dieser Viren erarbeitet zu haben scheint. Man werkelt, setzt sein Hirn ein, macht "hochkarätige Wissenschaft zum Wohle aller", aber sieht an den erheblichen Risiken vorbei? Wo ist denn da die vielbeschworene Rationalität? Die meisten Dinge haben mehrere Aspekte. Wenn man sich schon auf so gefährliches Terrain begeben will, und das ist es ohne Zweifel, dann sollten vorher alle möglichen Folgen und entsprechende Gegenmaßnahmen bedacht sein.
  4. #113

    einfach mal wieder unglaubliches Glück? (2)

    Ist das illusorisch? Na klar! Viel zu teuer bzw. Neuland, deshalb gar nicht machbar!

    Viele von uns sind krankhaft ängstlich, neu- und/oder machtgierig, auch unter den Forschern und den für die Forschungspolitik Verantwortlichen. Guckt Euch selber an, Leute, und überprüft Eure wahre Motivation und dann setzt sie ins Verhältnis zum Risiko, das ihr (nicht nur für euch selbst) eingeht.

    Wenn ich unsere Spezies als Alien bewerten müsste, würde ich sagen: "Ethisch unreif, oft unfähig aus eigenen schlechten Erfahrungen zu lernen, dabei mit großen Potentialen zu Wahrhaftigkeit, Tapferkeit, Hingabe und Freundschaftlichkeit gesegnet. Vorerst keine Aufnahme des Planeten in die galaktische Gemeinschaft, sollte weiterhin wohlwollend beobachtet werden."

    Kann auch sein, dass wir einfach mal wieder unglaubliches Glück haben - und nichts Katastrophales passiert.... trotz all unserer autoaggressiven Ängste und deren möglichen Folgen.
  5. #114

    vielleicht ists ja nur burn-out

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist das umstrittenste Forschungsprojekt seit langem: Wissenschaftler haben im Labor*eine hochgefährliche Variante des Vogelgrippevirus gezüchtet - und gerieten enorm unter Druck. Jetzt haben sie ihre Forschung freiwillig für 60 Tage unterbrochen.

    Pandemie-Debatte: Forscher stoppen Arbeit am Supervirus - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    solche arbeiten
    an einem destrukt

    können sich schon
    aufs gemüt
    schlagen
  6. #115

    Zitat von geotie Beitrag anzeigen
    yanasa hat Recht und nicht Sie!

    Wer steht dahinter und wer glaubt, dass dies hier wegen der Menschlichkeit gemacht wird, sollte sich die Frage stellen, warum nicht all die anderen Virus-Krankheiten untersucht und vernichtet wurden.
    Wie kommen Sie darauf, dass nicht all die anderen Virus-Krankheiten untersucht und bekämpft werden? Wo kommen denn die ganzen Impfstoffe gegen Mumps, Masern, Diphterie, Keuchhusten, Tetanus, Tollwut, Röteln, Kinderlähmung usw. her, wenn daran nicht geforscht wird?
    Nichts gegen Forschung, aber bitte nicht um neu Krankheiten herzustellen die dann bekämpft werden müssen, sondern schon existierende Krankheiten mit Chance auf Heilung.
    ???
    Offensichtlich haben Sie keine Ahnung, wovon Sie hier schreiben. Es geht hier um Influenza, also Grippe und die gibt es schon seit langem. Es wurden keine vollkommen neuen Viren geschaffen, sondern lediglich einzelne genetischen Bestandteile von unterschiedlichen Subtypen "gekreuzt" um die Funktion dieser genetischen Bestandteile charakterisieren zu können. Bitte informieren SIe sich doch erstmal!
  7. #116

    Zitat von unemployed50 Beitrag anzeigen
    Ich empfehle den Film "Outbreak-lautlose Killer" mit Dustin Hoffmann. Dieser ist in meinen Augen näher an der Realität als 12 Monkeys mit Bruce Willis.
    Beide sind absolut fernab jeglicher Realität.
  8. #117

    Zitat von ricardicus Beitrag anzeigen
    Was mich beunruhigt ist, dass niemand vorher eine bewertete Risikoabschätzung für den Pandemiefall im Falle der Freisetzung dieser Viren erarbeitet zu haben scheint.
    ??? Wie soll man denn Risiken von etwas abschätzen, was man gar nicht kennt? Man weiss ja noch nicht mal, ob die Viren tatsächlich auch den Menschen infizieren könnten. Man weiss nur, dass die eingeführten Mutationen die Übertragbarkeit des Virus bei Säugetieren deutlich verbessert. Aber eben weill man an solchen potentiell humanpathogenen Viren Arbeitet, muss das Labor ganz bestimmten Sicherheitsstandarts genügen. In dem Fal dürfte es sich um ein BSL4-Labor handeln...
    Man werkelt, setzt sein Hirn ein, macht "hochkarätige Wissenschaft zum Wohle aller", aber sieht an den erheblichen Risiken vorbei?
    ??? Das Ziel der Forschung ist doch gerade, das Risiko zu vermindern! Was wäre denn die Alternative? Die Grippeforschung einstellen und unvorbereitet auf die nächste natürliche Grippe-Epidemie mit den Ausmassen der spanischen Grippe warten, die in jedem Fall irgendwann kommt?
  9. #118

    Zitat von Bob Andrews Beitrag anzeigen
    Beide sind absolut fernab jeglicher Realität.
    Das dachte ich mir auch, als ich letztens diesen ungemein spannenden japanischen Thriller mit dem Atomkraftwerk geschaut habe...
  10. #119

    Zitat von systemfehler23 Beitrag anzeigen
    Das dachte ich mir auch, als ich letztens diesen ungemein spannenden japanischen Thriller mit dem Atomkraftwerk geschaut habe...
    Jeder realistisch denkende Mensch wusste, dass die Atomkraft solche Risiken birgt. Dass aber ein Virus sich unter dem Mikroskop alleine
    vermehren oder gar mutieren kann (dafür braucht er zumindest eine Wirtszelle), ist genauso schwachsinnig wie die Vorstellung, man könne massenhaft Impfdosen gegen einen Virus innerhalb weniger Stunden herstellen. Das aber sugerrieren Hollywoodfilme wie Outbreak.








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