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Pandemie-Debatte: Forscher setzen Arbeit am Supervirus aus

Es ist das umstrittenste Forschungsprojekt seit langem: Wissenschaftler haben im Labor*eine hochgefährliche Variante des Vogelgrippevirus gezüchtet - und gerieten enorm unter Druck. Jetzt haben sie ihre Forschung freiwillig für 60 Tage unterbrochen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...810479,00.html
  1. #100

    Zitat von sylyx Beitrag anzeigen
    super, einen punkt fuer populismus, -10 fuer ignoranz. warum denken sie, kann man sich in der westlichen welt auf eine relativ fortgeschrittene medizin verlassen? genau, weil geforscht wird...auch mit gefaehrlichen dingen.
    ob man das in vollem umfang veroeffentlichen muss steht auf einem anderen blatt.
    also man kann sich verlassen (::) ! sie sind wirklich lustig, lustiger geht es kaum... wie haben Sie das bewiesen? ist es der Inhalt Ihrer These? dann werden sie nicht wie ein bestimmter Vormals-Minister abgeschrieben haben, denn sie sind dann der Erste...

    seit die Bundesrepublik eine Bananenrepublik geworden ist, ist der Forschungsminister immer weniger geworden, bis hin zu einem Theologen! bringen Sie das zuerst in Ordnung, und setzen Sie einen echten polytechnischen Wissenschaftler an dem Kopf dieser Verantwortungsstelle wieder hin, dann kriegen sie vielleicht mal wieder auch hierzulande eine Forschung, die etwas mehr ist, als Tierchen die es noch nicht gibt, zu erschaffen, um der Welt vorzuhalten, man könnte sich dran infizieren (ist sogar vielleicht schon mal beim AIDS wirklich passiert... auch da: keiner kann beweisen, dass es so war, aber genauso wenig kann man beweisen, dass es nicht so gewesen ist, und sollte es der Fall gewesen sein, viel spricht dafür, dann hat uns schon diese verantwortungslose Forschung um Bio-Monster, die es auf Erde noch nicht gibt, und sonst nur zur Tätigkeitsfeld der Vernichtungs-, nennen wir das Kind ohne Furcht beim Namen, Waffen«industrie» gehören, schon ein planetäres Unglück hinreichend gebracht!

    Sie dürfen ruhig ein neues Contergan erfinden, wenn Sie Lust dazu haben: es trifft wie schlampig herstellte Brustimplantate nur gezielte Menschen. Ein Virus oder Prion, das es noch nicht gibt, ist aus einem anderem Kaliber: Man zieht da am Schwanz des Teufels mit einem kräftigen Ruck!

    Im übrigens gäbe es in der Medizin vorangingere Lücken zu füllen, bevor man für so was so Energie vergeudet: Universitätskrankenhäuse sind derzeit personalmässig vollkommen unterausgestattet! wie da forschrittlichere Medizin in der Praxis noch gemacht werden kann? Junge Mediziner, die da bleiben, um auch zu dozieren, kommen absolut nicht dazu... Und der Anspruch, den man an sie stellt, wäre noch dazu zu forschen! Wahnsinn! Sind Sie blind oder wissen Sie das nicht?
  2. #101

    Der zoonotischen Gefahrenlage begegnen

    Zitat von Bob Andrews Beitrag anzeigen
    Es reicht durchaus nachzuweisen, dass bestimmte Mutationen des Vogelgrippevirus dazu führen, dass dieser sich plötzlich auch über die Luft von Säugetier zu Säugetier überträgt, um von einem deutlich erhöhten Risiko für den Menschen ausgehen zu müssen. Aber natürlich lässt sich nicht alles vom Tiermodell eins zu eins auf den Menschen übertragen. Da haben Sie vollkommen recht.

    Um die Impfstoffentwicklung geht es hier ja auch gar nicht. Wenn schon, dann bestenfalls um die Entwicklung spezifischer antiviraler Medikamente.
    Ich empfehle folgende Literatur zu studieren, bevor der nächste Ausflug in Erwägung gezogen wird:

    Zoonosen: von Tier zu Mensch übertragbare Infektionskrankheiten - Burkhard Enders - Google Bücher

    Und, der mitgeführte Rucksack sollte prallgefüllt sein - mit allerlei Leckereien, die allerdings wohl noch längst nicht vollständig zusammengestellt werden können.
  3. #102

    Weltuntergang

    In einigen Beiträgen ist von "Supervirus", "Weltuntergang 2012" und "Selbstausrottung der Menschheit" die Rede. Alles Käse.

    Krankheitserreger sind so gut wie gar nicht in der Lage, eine Spezies auszurotten - egal ob es um Karnickel in Australien geht oder um die Menschheit. Nicht jeder Mensch wird Kontakt mit den Krankheitserregern haben, nicht jeder der Kontakt hat wird erkranken, nicht jeder erkrankte wird sterben und jeder der gesund geworden ist, ist danach immun.

    Die große Grippe 1920 hat sich totgelaufen, weil die Bevölkerungen nach den Erkrankungen zu einem hohen Grad durchimmunisiert waren. So konnten sich nur noch Mutationen der Grippe durchsetzen, und die neuen Stämme waren durch eben diese Mutationen nicht mehr so gefährlich. Es gibt Untersuchungen, dass die Syphilis vor 500 Jahren wesentlich schlimmer und tödlicher war als heute - allerdings hat sie ihre Überträger entstellt und sexuell unattraktiv gemacht, so dass sie schlimmen Formen sich nicht durchsetzen konnten und nur die "milderen" Verlaufsformen heute noch existieren.

    Eine "Superpandemie" bräuchte Krankheitserreger, die durch die Luft oder noch besser durch Luft UND Schmierinfektion übertragen werden kann. Sie müsste hochinfektiös sein, also schon beim Kontakt mit wenigen Krankheitserregern infizieren. Sie müsste eine lange aber infektiöse Inkubationszeit haben, also viele Tage lang symptomlos ansteckend sein. Und danach müsste sie so heftig verlaufen, dass ein hoher Prozentsatz der Erkrankten stirbt.

    Sowas gab es schon, nämlich den Schwarzen Tod. Je nach Stadt oder Landstrich hat diese Seuche ein bis zwei Drittel der Bevölkerung umgebracht. Vor 500 Jahren haben die Masern in Südamerika in ähnlicher Weise gewütet. Und trotzdem sind die betroffenen Bevölkerungen nicht ausgerottet worden.

    Ich bin für medizinische Forschung, die Pandemien verhindert, weil man sich potentiellen "Superseuchen" nicht ohne Gegenwehr aussetzen sollte. Falls aber doch mal die große Seuche kommt - die Menschheit wird's überleben.
  4. #103

    Zitat von infopanter Beitrag anzeigen
    in der tat! seitdem ich sehr genau abwäge ob ich ein medikament nehme, in der regel handelte es sich um antibiotika, fühle ich mich gesünder. ich danke hier aber allen ärzten und pharmazeuten (ein apotheker schenkte mir das leben) die mir SEHR geholfen haben und verzeihe allen zahnärzten :) die mir sehr wehtaten... spaß beiseite, hier es geht es um die risikoabwägung unbeherrschbarer technik.
    Eben noch haben Sie sich doch noch gegen eine Abwägung ausgesprochen, sondern sich pauschal gegen die Forschung und damit das potentielle Risiko aber auch gegen den möglichen Nutzen ausgesprochen. Sie sollten sich schon entscheiden...
    Und wo bitte ist die Grippeforschung nicht beherrschbar. Beider Forschung geht es ganz konkret um Bekämpfung von und epidemiologischer Risikobewertung bei Grippeviren. Und für beides ist eben die Kenntnis der molekularbiologischen Zusammenhänge unabdingbar. Die bekommt man jedoch nicht ohne entsprechende Forschung.
    sogar unsere bundesregierung, die viele ja als das ende der menschlichen evolution ansehen :) hatte NACH fukoshima ein einsehen und entschied sich zum atomaustieg...
    Und was bitte hat Fukushima mit Grippeforschung zu tun? Sie vergleichen hier Äpfel mit Apfelsinen...
  5. #104

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Antrax ist eine Einzel-Biowaffe - wie ein Küchenmesser! Sie müssen schon in Kontakt damit kommen um sich überhaupt infizieren zu können. Das ist nett wenn sie jemand eine tödliche Botschaft schicken wollen - weil diese Person natürlich ein Todesrisiko trägt - aber eine Biowaffe ist es nicht wirklich!
    Das wissen Sie und das weiss ich. Aber den meisten anderen hier ist das offensichtlich nicht bekannt! Sonst würde hier nicht in diesem Zusammenhang mit den Anthrax Anschlägen argumentiert.
    Aber man sollte schon noch unterscheiden zwischen Taschenmesser und Schnellfeuergewehr, zwischen einzelgift und einer Pandemie! Zumindest wenn man Verstand besitzt oder behauptet ihn zu besitzen!
    Erstens macht es keinen Sinn, eine Biowaffe aus einem Grippevirus zu entwickeln, da dieser nun wirklich nicht zu kontrollieren ist. Zweitens war die Forschung darauf ausgerichtet, Grippeviren und deren Funktionsweise genauer zu charakterisieren und nicht eine Biowaffe herzustellen. Aber ohne entsprechende experimentelle Forschung kann man halt auch keine funktionellen Zusammenhänge entschlüsseln...
    Was glauben Sie, in wievielen Laboren mit allen möglichen Erregern geforscht und manipuliert wird, nur um die Funktionsweise dieser Erreger besser zu verstehen und sich besser gegen sie wappnen zu können. Die gehen nur nicht jedesmal durch die Presse.
    Aber die Meldung "Todesvirus entwickelt" verkauft sich anscheinend besser als die Meldung "Neue Erkenntnisse über die Vreibreitungsmechanismen von Vogelgrippeviren gewonnen"...
  6. #105

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Wir wissen über Ebola nur , das durch die Abgeschlossenheit der entsprechenden Gruppen diese Schneller alle Tod waren als das der Virus mutieren konnte!
    Wie das aussieht wenn er über einen Urlauber - evt. mit einer Inkubationszeit von 2-3 Wochen über die Welt verbreitet wird ist eine dann doch andere Angelegenheit!

    Das Gefährliche ist nicht alleine die Verbreitung Art, sondern auch die Zeit bis er im einzelnen Körper ausbricht - und bis dahin durch zb: andere Kontaktarten auch viele andere angesteckt hat.
    HIV ist dadurch gefährlich geworden , das man ihn einfach Jahre und Jahrzehnte Ignoriert hat - Motto - wir sind die gröpten(Idioten) auf dem Planeten!
    Dem habe ich auch gar nicht widersprochen...
  7. #106

    yooh

    Zitat von Layer_8 Beitrag anzeigen
    warum jetzt Druck? Diese Leute sind vielleicht am forschen, dass sowas wie das AIDS-Virus nicht nochmal vorkommt. Man muss ja erstmal nicht alles gleich veröffentlichen. Warum muss ich jetzt auch noch an Ebola etc. denken? Vielleicht muss man ja alle 'menschenmögliche' Varianten 'durchspielen' ...

    * bin kein Biologe *
    Ach wenn ich dann nur an die afrikanische Biene den die aus einem Labor entkommen konnte und vor der jeder in Mittelamerika Angst hat denke. So ein Virus ist um einiges kleiner und auch um einiges tödlicher. Welchen Nutzen sollte das Wissen über diesen Virus uns Menschen bringen? Und welcher Schaden kann dieser Virus anrichten, wenn nicht absolut (wo gibt es das?) auf Sicherheit gearbeitet wird?

    Als Terrorist würde ich natürlich sagen, immer her damit!


    * bin auch kein Biologe *
  8. #107

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Dummheit und Ignoranz sind Geschwister und meistens ziemlich tödlich!

    Ich denke mit ihrer Ignoranz scheffeln sie mehr Geld als die Forscher, aber ob ihnen das "Geld" etwas nützt ist fraglich ohne Forschung - sie könnten schneller von Ihrem "Geld" Abschied nehmen als Sie sich das vorstellen können!
    yanasa hat Recht und nicht Sie!

    Wer steht dahinter und wer glaubt, dass dies hier wegen der Menschlichkeit gemacht wird, sollte sich die Frage stellen, warum nicht all die anderen Virus-Krankheiten untersucht und vernichtet wurden. Nichts gegen Forschung, aber bitte nicht um neu Krankheiten herzustellen die dann bekämpft werden müssen, sondern schon existierende Krankheiten mit Chance auf Heilung.
  9. #108

    ohne Titel

    [Zitat]
    Zitat von Bob Andrews Beitrag anzeigen
    Das lag vor Allem auch daran, dass sich Ebola eben nicht über die Luft ausbreitet... Würde sich Ebola wie die Grippe ausbreiten, sähe die Situation anders aus...
    [Zitat]


    Ich empfehle den Film "Outbreak-lautlose Killer" mit Dustin Hoffmann. Dieser ist in meinen Augen näher an der Realität als 12 Monkeys mit Bruce Willis. Wie etwas außer Kontolle geraten kann und kaum noch zu stoppen ist, ist bei Outbreak sehr gut dargestellt.
    Meine Meinung: Es muss Forschung geben aber nicht um jeden Preis. Wo hört Verantwortung auf und fängt Gier, Größenwahn, oder einfach nur menschliche Verwirrtheit an? Biowaffen, so meine Meinung, werden in so ziehmlich jedem Land der Erde experimentell hergestellt, dass es sich das leisten kann. Sind ja auch einfacher herzustellen als Atombomben.
    Gruß H.P.
  10. #109

    vernünftig

    Zitat von Bob Andrews Beitrag anzeigen
    Erstens macht es keinen Sinn, eine Biowaffe aus einem Grippevirus zu entwickeln, da dieser nun wirklich nicht zu kontrollieren ist. Zweitens war die Forschung darauf ausgerichtet, Grippeviren und deren Funktionsweise genauer zu charakterisieren und nicht eine Biowaffe herzustellen. Aber ohne entsprechende experimentelle Forschung kann man halt auch keine funktionellen Zusammenhänge entschlüsseln...
    Was glauben Sie, in wievielen Laboren mit allen möglichen Erregern geforscht und manipuliert wird, nur um die Funktionsweise dieser Erreger besser zu verstehen und sich besser gegen sie wappnen zu können. Die gehen nur nicht jedesmal durch die Presse.
    Aber die Meldung "Todesvirus entwickelt" verkauft sich anscheinend besser als die Meldung "Neue Erkenntnisse über die Verbreitungsmechanismen von Vogelgrippeviren gewonnen"...
    der erste vernünftige Beitrag hier, der erklärt, warum Forscher mit und an Krankheitserregern forschen.
    All diejenigen, die die Forschung an Krankheitserregern verbieten wollen, bitte ich, doch künftig auf prophylaktische Impfungen oder Medikamente zu verzichten. Die gäbe es ohne Forschung nämlich nicht.








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