Forum


 

Palästinensische Flüchtlinge: Existenz in der ewigen Warteschleife

Den Palästinensern ist Unrecht geschehen: Hunderttausende mussten 1948 ihre Heimat verlassen. Das ist - wie jede Vertreibung - beklagenswert. Aber Realität. Trotzdem gelten die Palästinenser bis heute als "Flüchtlinge" - was ihre Illusion nährt, der Status quo ante ließe sich wieder herstellen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...551661,00.html
  1. #30

    Nicht weit genug vertrieben?

    Meines wissen zufolge hat die Gründung eines Staates Israel nichts mit den Nazis in Deutschland zu tun, denn die Absicht einen Staat Israel auf angeblich historischem Boden zu gründen bestand in religiöser Theorie und Praxis bereits vor der dunklen Nazizeit.

    Hier wird wieder einmal versucht mit den Verbrechen der Nazis Politik zu machen die mit der zionistischen Bewegung nichts zu tun hatten weil die Zionisten ihren Staat eben genau in und um Jerusalem haben wollten und das bevor es die Verbrechen eines Hitlers und seiner Anhänger gab.

    Der verräterischste, und bestimmt nicht unabsichtliche, Satz in Broders neuestem Geschichtswerk aber lautet:

    Das Problem der Palästinenser ist nicht, dass sie vertrieben wurden, sondern dass sie nicht weit genug vertrieben wurden.


    Zynischer geht es nicht mehr.
  2. #31

    Aus der Vergangenheit gelernt?

    Ich weiß nicht ob Israel legitimiert, also rechtmäßig aus dem Boden gestampft wurde. Ich meine ich verstehe diesen Wunsch auf ein eigenes Land. Gerade wenn man als Volk lange leiden musste. Doch ich kann nicht nachvollziehen, dass man deswegen Krieg und Verderben auf sich nimmt. Vor allem als Land, das auch auf Grund einer Religion entstanden ist.Eigentlich steht in keiner Religionsschrift, dass man mit Gewalt ein Land zurückholen sollte. Und das war so, es gab blutige Kämpfe bis heute.

    In dieser Hinsicht ist es Vergangenheit. Man kann die Bildung des Staates nicht mehr rückgängig machen.Dazu ist es auch seit 60 Jahren international anerkannt. Es ist Tatsache dass dieses Land existiert und so auch Existenzrecht besitzt. À la: ich habe eine eigene Regierung, also bin ich.

    Doch was kann man besser machen? Wie kann man verhindern, dass es mit sämtlichen Nachbarstaaten immer wieder Kriege gibt. Immer wieder Kämpfe.
    Dadurch, dass die Legitimation des Anspruchs auf das Land fraglich ist, muss man doch gewisse Schuldeingeständnisse zulassen.

    Das wäre zum Einen: sich an der Lösung der Probleme im Gazastreifen zu beteiligen.
    Zum Anderen: an der Lösung des Problems der palästinensischen Flüchtlingen zu arbeiten und ihnen entgegen zu treten.
    Doch dazu ist Israel nicht bereit. Es ist nicht bereit ein Schuldeingeständnis abzugeben.

    Und zu schnell wurde doch vergessen wie es ist, verfolgt, heimatlos und diskriminiert zu werden. Dass sie doch auch mal an der Stelle ihrer „Feinde“ waren. Dass sie auch mal gelitten haben und zu genau wissen müssten wie sich das anfühlt.

    Ich finde auch Deutschland könnte da auch mal eingreifen und nicht immer alles gut heißen was Israel angeht. Ist es nicht an der Zeit zu zeigen, dass wir wirklich aus unserer Geschichte gelernt haben?
  3. #32

    Ein Volk ohne Land

    Die Absicht eines eines juedischen Staates bestand zwar schon lange vor dem 3. Reich ;seit der Haelfte des 19. Jahrhunderts lautete der inoffizielle Leitspruch der zionistischen Bewegung "Ein Land ohne Volk fuer ein Volk ohne Land" ("a land without a people for a people without a land"- nur existierte ein solcher Staat leider niemals, und schon gar nicht im Nahen Osten, der das aelteste, stets bevoelkerte Gebiet der Geschichte ist).

    Ausserdem war das palaestinensische Gebiet keineswegs von Anfang an die einzige "Wunschloesung". Fuer Theodor Herzl beispielsweise haette der Staat auch in Argentinien oder Uganda (ich beziehe mich nicht auf das sog. Uganda-Programm) errichtet werden koennen.

    Ein Einfluss der Nazis auf die Bildung eines juedischen Staates ist natuerlich strittig. Die finanzielle und militaerische Unterstuetzung, die Deutschland dem Mittelmeerstaat bis heute zukommen laesst, ist im Vergleich zu anderen Geldquellen (z.B. USA) unerheblich.

    Das heisst nicht, dass man sich die Frage nicht stellen sollte, weshalb Israel der Staat ist, der sich heutzutage aussenpolitisch am meisten erlauben kann. Der Einsatz von Streu- und Phosphorbomben im Libanon, urploetzliche Angriffe auf syrische Laster und natuerlich der inoffiziell bekannte Besitz von Aromwaffen (deren Traeger- U-Boote eine "Unterstuetzung" Deutschlands sind) sind nur ein Paar Beispiele fuer diese Politik der Tatsachen.
  4. #33

    Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!

    Zitat von gg art 5 Beitrag anzeigen
    Alternativ: ein großes Israel in dem Palästinenser und Juden mit gleichen Rechten zusammenleben.
    Oder ein großes Palästina, in dem Juden und Palästinenser mit gleichen Rechten zusammenleben?

    ;)
  5. #34

    Antisemiten? I wo, heute sind wir Antizionisten.

    Die Welt im Jahr 2008. Friede, Freude, Eierkuchen, rund um den Globus; auf den Bergen wie in den Tälern, auf dem Festland, auf den Inseln und überhaupt. Überall Glück, Harmonie und Wohlstand.
    Überall?
    Nein, es gibt eine Insel des Schreckens, eine Folterhölle, der Ort der Verdammnis, im Vergleich dazu die Hölle wie ein Kurheim erscheint: Israel.

    Burma seit Jahrzehnten im Würgegriff des Militärs. Beim letzten Wirbelsturm sind im von Diktatur und Misswirtschaft ausgezehrten Land so um die 50.000 Menschen ums Leben gekommen. Das Militär verhindert Hilfe von außen.
    Kümmert die Gutmenschen nicht. Die wissen, die Hölle ist: Israel.

    In Haiti feiert die Steinzeit fröhliche Urständ. Lebenserwartung 50 Jahre, Kindersterblichkeit 13%.
    Aber das kümmert die Gutmenschen nicht. Die wissen, die Hölle ist: Israel.

    Bis 1980 war Süd-Rhodesien der Brotkorb Afrikas. Seither in Simbabwe die Produktion um 90% gesunken, die Lebenserwartung von 60 auf 35. Die Hölle auf Erden!
    Aber das kümmert die Gutmenschen nicht. Die wissen, die Hölle ist: Israel.

    In Südafrika wurden in den letzten 10 Jahren ca. 333.000 Menschen ermordet. Woanders würde man das Krieg nennen.
    Aber das kümmert die Gutmenschen nicht. Die wissen, die Hölle ist: Israel.

    Iran hat das Heiratsmindestalter für „Frauen“ von 9 auf 12 Jahre erhöht. Auch auf anderen Gebieten schreitet die Humanität mit Siebenmeilenstiefeln voran. Mädchen, die sich unislamischen Lebenswandels schuldig machen, werden nicht mehr gesteinigt, sondern ganz human gehenkt.
    Aber das kümmert die Gutmenschen nicht. Die wissen, die Hölle ist: Israel.

    Wie viele Tschetschenen (übrigens Muslime) in den letzten 15 Jahren von Russen ermordet wurden, weiß keiner so genau. Realistische Schätzungen gehen aus von 100.000 bis 150.000. Nein, man kann nicht sagen dass das die Weltöffentlichkeit kalt ließe. König Abdullah hat seinen Freund Putin ausdrücklich gelobt.
    Und unsere Gutmenschen scheinen gar nicht zu wissen wo Tschetschenien liegt. Eine verbale Verurteilung der russischen Armee?
    Davon keine Spur, denn die wissen die Hölle ist: Israel.

    1994 wurden in Ruanda so um die 1.000.000 Menschen ermordet. Kaum, dass man davon noch was hört.
    Warum sollte man auch? Die Gutmenschen wissen eh wo die Hölle ist: Israel.

    Der Kongokrieg (der immer noch schwelt) forderte 5.400.000 Todesopfer. Vertreibungen oder gar Flüchtlinge gibt es dort (ein komischer Krieg muss das sein) offenbar nicht. Jedenfalls findet man in unseren Medien keine Berichte darüber. Und unsere Gutmenschen hört man auch nicht klagen.
    Klar, warum sollten die auch? Die wissen wo die Hölle ist: Israel.

    ----


    Tut mir leid, ich habe sehr den Eindruck, dass die angeblichen Verteidiger der „legitimen Rechte des arabischen Volkes von Palästina“ mit dem Leid der Palästinenser in Wirklichkeit nichts am Hut haben. Das ganze ist wohl eher der heute im antizionistischen Gewand daherkommende übliche Antisemitismus.

    In Burma, Tschetschenien, Simbabwe oder anderen Katastrophenländern sind die nicht – unsere investigativen Journalisten; und auch unsere Menschenrechtler sind dort eher selten zu Gast. Verständlich, so komfortabel wie in den Mittelklassehotels in Tel Aviv oder Hebron ist es da nicht. Und auch Polizei und Militär sind nicht ganz so zurückhaltend wie die IDF.
    Und außerdem sind in den Augen unserer Antizionisten die Völker von Haiti, Simbabwe, Burma usw. offenbar weniger Wert wären als ausgerechnet die Palästinenser, die Patenkinder der UNO.








TOP



TOP