Thorsten SchüllerMit 60 Trägern zum Basislager: In Pakistan ist die deutsch-österreichische Achttausender-Expedition mit einer ganzen Armada von Helfern unterwegs. Beschwerlich ist die 107 Kilometer lange Wanderstrecke trotzdem - vor allem, wenn man die falsche Schlafunterlage dabei hat.
http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...845407,00.html
60 Träger (und weiteres Hilfspersonal) für 7 "Bergsteiger"? Hat das noch irgendetwas mit sportlicher Leistung zu tun?
Klar, Nutbush, Sie bräuchten natürlich keine Träger sondern würden die Tour mal eben am Sonntag Nachmittag alleine machen. Und damit von den Einheimischen auch garantiert keiner was davon hat, tragen Sie auch die paar Hundert Kilo Ausrüstung alleine ...
@optional
Schliesse mich der Frage an.
@verhinderter-bergsteiger
die hundert Kilo,die von den Trägern geschleppt werden,sind eine schwere,schwere Last.Sie bekommen nur 40 cent am Tag dafür. Die Expedition sollte sich schämen, Menschen so auszunutzen. Wenn die Vorbereitungen schon tausende von €uros verschlungen hat , sollte man auch alle einen guten Lohn zahlen.
Eigentlich mag ich Reiseberichte. Gerade wenn sie von Laien geschrieben werde. Und natürlich braucht ein Bergsteiger Team Hilfe um Achttausender zu besteigen.
ABER: wie hier Kolonialismus gelebt und drüber berichtet wird, kann ich kaum ertragen. Man leiht sich Schlafsacke aber anstatt dankbar zu sein werden sie als "filzig" bezeichnet, die Gewänder der "bärtigen" Träger "sind stark verschmutzt". Während die Europäer gereinigtes Wasser trinken, gibt es für die Träger "das braun-graue Gletscherwasser, das der Braldu ins Tal spült".
Ich werde beim Lesen dieser Berichte das Gefühl nicht los, das die Schreiber des Artikels wenig Toleranz für die fremde Kultur aufbringen. Sie interessieren sich für die Berge, klar, aber die Menschen die dort leben und auf die die Bergsteiger zwingend für ihren Erfolg angewiesen sind werden sehr negativ dargestellt.
Somit bekommt das Klischee des überheblichen europäischen Bergsteigers jetzt einen Namen: den des Autors dieser Reiseberichte. Schade. Es hätte ein schöner Blog werden können...
Die Träger sind krank, schon beim Start? Wer hat die den ausgesucht? Kranke, denen es wirklich schlecht geht müssen weiterlaufen? Wäre das bei einem der 7 Hobbybesteiger auch so?
Ich kann verstehen, wenn in einem geringen Maße Helfer angestellt werden, aber hier scheinen ein paar Bürofachleute ihr Organisationstalent unter Beweis stellen zu wollen.
Schon als Kind hatte ich Brechreiz als ich von Kolonialismus las. Heute, im 21. Jahrhundert muss ich feststellen, das unser Verhalten sich nicht verändert hat.
Bin zwar kein verhinderter Bergsteiger, antworte aber trotzdem kurz: Die 40 Cent, die Sie erwähnen, sind 1. das tägliche Trinkgeld, nicht der Lohn, und zweitens liegt der durchschnittliche Tagesverdienst in Pakistan bei ca. 6 EUR - die träger erhalten also fast 10% davon als TRINKGELD.
Nicht, dass es diesen Leuten damit gut gehen würde, aber man darf hier (wie auch in Nepal) die Nutzung von Trägern nicht mit Ausbeutung gleichsetzen...
Ja, der Berg ist das Ziel
und wer sich auf dem Weg dorthin der Multikulti- odel Kuschelromantik hingibt hat bereits beim ersten Schritt zum Ziel verloren. !!
Der Bergsteiger berichtet aus seiner Sicht.
Wenn die Beschreibung der Traeger und deren Verhalten der Realitaet entspricht, dann ist es eben so. !!
Warum und vor allem wie sollte man das fuer Multikulti-Fetischisten beschoenigen ??
Die eigene Erfahrung und die persoenlichen Eindruecke machen doch erst
eine solche Reisebeschreibung aus.
Über alles andere kann man sich mit Hilfe von Suchmaschinen odel auf Wikipedia informieren.
Die Gruppe hat eine einheimische Organisation dafuer bezahlt,
dass das Gepaeck in den Berg gebracht wird.
Wie diese Leistung letztlich erbracht wird liegt ausschliesslich bei den Einheimischen.
Das geht die Gruppe einen feuchten Kehrricht an.
Wird die Leistung nicht oder nur zum Teil erbracht, ja,
dann darf die Gruppe sich durchaus einmischen.
Soweit ich mich erinnere waren die 40 Cent pro Traeger pro Tag nicht das Tagessalaer sondern das am Ende empfohlene Trinkgeld.
Hier von kolonialistischem Gehabe im Sinne von Neokolonialismus zu reden
ist schon extrem weit hergeholt.
Wer sich laenger im Ausland aufhaelt,
da passt man sich seiner geographischen und sozialen Umgebung an.
Ganz besonders ist dabei zu beachten, dass man als sog. "Reicher"
nicht die ortsueblichen Preise verdirbt.
Das foerdert nur ueble Zwietracht unter den jeweilig Einheimischen.
Das sagt jemand, der sein halbes Leben im Ausland ueberwiegend
mit groesseren Gruppen von Einheimischen zusammengearbeitet hat.
Da hat man dann auch Erlebnisse und macht Erfahrungen, wo ich mir sage
"George, das kannst Du in Europa / Deutschland nicht erzaehlen,
denn das wird wedel verstanden odel noch Schlimmeres“.
Einige Beitraege zuvor bestaetigen mich in dieser bisher praktizierten Einstellung.
Gruss, George
QUOTE Arthur, unser Senior, rümpft die Nase, als er an seiner Matte riecht: "A Gschmackl hat's scho!" UNQUOTE Warum bleibt der arrogante Bazi nicht in seinem nach Leberkas mit Krautsalat duftenen Bayern. Wenn er Pakis schuften sehen will, kann er sich auch die Rundschauverkäufer auf der Miqualallee ankucken. Was für eine kolonialistische Scheiße der SPIEGEL hier bringt!