Forum


 

Pakistan: Eine Ziege, ein Streit und ein Todesurteil

Ein Gericht im pakistanischen Punjab hat eine Christin zum Tode verurteilt, weil sie Jesus über Mohammed gestellt haben soll. Tatsächlich jedoch gab es schon vorher Streit zwischen ihr und den muslimischen Nachbarsfrauen - wegen Nichtigkeiten. Ein Besuch im Heimatdorf der Asia Bibi.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...729847,00.html
  1. #140

    Traurig.

    Es ist doch unfassbar was für realitätsferne Spinner sich hier und im Rest des Landes tummeln, die auch nicht müde zu werden, das Christentum heutzutage mit dem Islam zu vergleichen, weil es vor hunderten Jahren Kreuzzüge und Hexenverbrennungen gab.

    Das gab es damals auch schon im Islam, aber hier kommen nun die wirklich relevanten Neuigkeiten:

    Heute gibt es das dank erfolgreicher Reformation nicht mehr im Christentum. Im Islam schon. Also der Unterschied ist nicht so schwer zu begreifen, oder? Es interessiert niemanden mehr, ob vor 300 Jahren Hexen verbrannt wurden. Ich habe für das Christentum genauso wenig übrig, aber das geringere Übel ist es allemal. Und niemand hätte etwas gegen die Religion Islam, wenn man nicht um sein Leben fürchten müsste, wenn man "blasphemische" Äußerungen tätigt. Wir sind nicht mehr im Mittelalter. Demnach ist es viel relevanter, ob heutzutage Leute liquidiert werden, weil sie es wagen den allmächtigen Allah in Frage zu stellen, oder nicht?

    Für alle die das Thema verschlafen haben, würde ich folgenden Artikel auf Wikipedia empfehlen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Aufkl%C3%A4rung

    Und ja, wir können guten Gewissens anzweifeln ob es in solchen Bananenrepubliken für uns vertretbare Wertesysteme gibt. Ein humanistisches Weretbild, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht jedem ein Gott aufgezwungen wird, der ihm am Allerwertesten vorbeigeht, ist einfach _besser_. Man muss sich nicht dafür schämen sowas zu beurteilen und verurteilen, wenn man unser mitteleuropäisch-humanistisches geprägtes Weltbild als Vergleich heranzieht. Selbst wenn hier auch nicht Eitelsonnenschein herrscht. Ich traue mich Kulturen zu bewerten und differenziert zu betrachten, statt ewige Gleichmacherei zu betreiben.

    Sie sollten das auch.

    Dazu muss man auch gar nicht stolz sein, kein Ultranationalist sein und sich dabei auch nicht "überlegen" fühlen. Es ist ganz nüchtern betrachtet unumstößliche Tatsache, dass die westliche Kultur des 21. Jahrhunderts mehr für den Menschen hervorbringt, was ihm nützlich ist, als es suppressive Systeme, die keine Menschenrechte mit sich vereint wissen wollen, jemals getan hätten. Demnach sollten Leute, die in solchen System unterdrückt werden, mit allem unterstützt werden. Es hilft schon, wenn man sie nicht ignoriert in ihrem Leid und es immer mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rückt.
  2. #141

    ???

    Zitat von spiegel-hai Beitrag anzeigen
    hier geht es um mehr als einen angeblichen Fall von Blasphemie.

    Zum einen haben da anscheinend ein paar Dorfweiber die Klappe zu weit aufgerissen und können jetzt nicht mehr zurück, ohne Gesicht und Glaubwürdigkeit für sich und ihre Familien zu riskieren, von möglicher Strafverfolgung wegen falscher Beschuldigung (falls es dort so etwas gibt) zu schweigen. Das kann man vermutlich in vieler Hinsicht vergleichen mit den frühneuzeitlichen Hexendenunziationen hierzulande.

    Zum zweiten handelt es sich anscheinend um die fleischgewordene innenpolitische Auseinandersetzung der Regierung mit den Dorfmullahs, die sich ab und an auch mal durchsetzen müssen.




    Zum dritten könnte die westliche Einmischung die Aussichten für die Frau bedeutend verschlechtern. Denn es handelt sich auch um die Frage, inwieweit der Westen sich, ungefragt, mit der größten Selbstverständlichkeit in Rechtsangelegenheiten eines muslimischen Staats einmischt, wenn es ihm in den Kram paßt.
    Diese Arroganz führt zu einer verständlichen Abwehrhaltung, die ich nicht "Trotz" nennen will, sondern eine natürliche Reaktion verletzter Gemüter, die darunter leiden, daß der Westen auf sie immer als unzivilisierte Wilde herabschaut, die nur am westlichen Wesen genesen können. Diese Haltung läßt sich am Beispiel der meisten Foristen bestens studieren.

    Da bleibt mir nur:
    “Und wem das nicht passt, der muss halt woanders hinziehen!” – Eskandari-Grünberg, Frankfurt.

    Beherzigen Sie den Rat und wandern Sie schnellstens in eines der islamischen Paradiese aus, wenn doch der Westen soooooo böse ist.

    Übrigens einmischen. Da fällt mir immer irgendwie die Türkei ein. Die mischt sich in Deutschland ganz gewaltig ein. Aber die haben Sie mit Ihrer Kritik sicher nicht gemeint, stimmts ?
    Warum ? Haben die mehr Rechte als der bööööse Westen ?
  3. #142

    Fisch

    Zitat von CaptainSubtext Beitrag anzeigen
    naja. Es gab mal eine Zeit, dass im Christentum die Bibel ebenfalls als das buchstäbliche Wort Gottes angesehen wurde. Auch der Islam wird (hoffentlich) eine Aufklärung erfahren, in der man feststellen wird, dass der Koran erst nach Mohammeds Tod entstanden ist, und somit unmöglich gewährleistet werden kann, dass es sich wirklich um das wahre Wort Gottes handelt.
    Selbst wenn das die Moslems mal irgendwann einsehen sollten - es wird wohl kaum dazu führen, dass dann die Intoleranz und die Unmenschlichkeiten im Koran in Frage gestellt werden. Alle geschichtlichen Quellen lassen darauf schließen, dass Mohammed nunmal ein Räuber, Massenmörder und Kriegstreiber der übelsten Sorte war. Daran ändert sich auch nichts, wenn man die Göttlichkeit des Korans anzweifelt. Der Fisch fängt immer vom Kopf an zu stinken. Und solange wie man diesen Propheten als ein nachahmenswertes Vorbild ansieht, wird der Islam sich nicht verbessern. Da ist mir als Vorbild der Zimmermann aus Nazareth, der sich wegen seiner Überzeugung, Gottes Sohn zu sein, von den Römern freiwillig hinrichten lassen hat, noch tausendmal lieber.
  4. #143

    .

    Zitat von Atheist2050 Beitrag anzeigen
    Vielleicht gibt es eine ganz einfache Lösung für das Problem.

    Pakistan läßt die Frau und alle Christen nach Deutschland auswandern und die nimmt im Tausch die Muslime dafür auf.
    Das habe ich mich auch immer gefragt, warum das nicht auch in Somalia und Afghanistan funktioniert. Wenn ein wirklich unterdrückter in Deutschland leben darf, wird er ein besser Staatsbürger als alle anderen. Er wird lernen und arbeiten wie ein verrückter, mit Freude Steuern zahlen und die richtigen Parteien wählen. Aber womöglich haben einige Parteien ein Problem mit dem letzten Punkt.
    Jedenfalls bin ich gespannt, was die verbiesterten Machos dann wohl machen, wenn alle Mädchen und Frauen weg sind.

    In Pakistan ist es aber so eine Sache.Dem Volk Bildung und Wohlstand zu geben haben wohl eher die Briten versäumt. Die hatten lange genug Zeit. Länder wie die Westtürkei haben diese Probleme auch in den Griff bekommen.
  5. #144

    Ich glaube, dass wissen die Moslems im Grunde auch...

    Zitat von kallistos Beitrag anzeigen
    Selbst wenn das die Moslems mal irgendwann einsehen sollten - es wird wohl kaum dazu führen, dass dann die Intoleranz und die Unmenschlichkeiten im Koran in Frage gestellt werden. Alle geschichtlichen Quellen lassen darauf schließen, dass Mohammed nunmal ein Räuber, Massenmörder und Kriegstreiber der übelsten Sorte war. Daran ändert sich auch nichts, wenn man die Göttlichkeit des Korans anzweifelt. Der Fisch fängt immer vom Kopf an zu stinken. Und solange wie man diesen Propheten als ein nachahmenswertes Vorbild ansieht, wird der Islam sich nicht verbessern. Da ist mir als Vorbild der Zimmermann aus Nazareth, der sich wegen seiner Überzeugung, Gottes Sohn zu sein, von den Römern freiwillig hinrichten lassen hat, noch tausendmal lieber.
    ...können es sich aber nicht eingestehen. Mit Mohammed ist nun mal kein Staat zu machen. Und solange die "Gläubigen" ihn als Vorbild nehmen, wird es Mord und Totschlag geben.


    Wer möchte aber beim "richtigen Glauben" zu den Loosern gehören? Es würde bedeuten, auf das falsche Pferd gesetzt zu haben und würde nur die Minderwertigkeitsgefühle verstärken.

    Auch der Islam hat ja Mystiker, die diesen Punkt erkannt haben und die daraus resultierende Freiheit verkündet haben. Leider wurden viele als Ketzer bezeichnet und hingerichtet, weil "Allah" so etwas nicht duldet.

    Man muss nicht Christ sein, um zu erkennen, dass die Lehre des Islam gewaltimmanent ist.
  6. #145

    Da bleibt der Hut ganz ungezogen

    Zitat von Schleswig Beitrag anzeigen
    Da ist halt deren Art der Zivilisation. Das muss man respektieren. Zumal der Koran explizit beschreibt welche Sanktionen dieser Frevel nach sich zieht. So steht es geschrieben, seit fast 1400 Jahren.
    Vielleicht muss man das wohl oder übel hinnehmen,aber warum
    sollte man das respektieren?

    Bewiesen ist dadurch nur,dass es auch vor 1400 Jahren möglich
    war,extremen Blödsinn schriftlich zu verfassen.
  7. #146

    Ich denke Karl würde Ihnen zustimmen.

    Zitat von Rapunzelhaar Beitrag anzeigen
    Ich bin bei weitem kein Marxist, aber in einem Punkt muss ich dem Charlie Mars recht geben, Religion ist Opium, ich sage sogar Crack für's Volk. Egal ob islamischer, christlicher oder sonstiger Fundametalismus, leiden muss immer der ganz normale vernunftgesteuerte Mensch.
    Religion als Volksopium mutiert erstaulich konsequent zu
    Religion als Volkscrack.

    Es gibt nicht viel,was Leute kompromissloser irre macht als Crack,
    Religion und natürlich Geld.
  8. #147

    Aber zack zack jetzt mal

    Zitat von Königstiger87 Beitrag anzeigen
    Verbietet den Islam endlich, weltweit. Der Islam ist gefährlich und verursacht nur Probleme wo er hinkommt.
    Ist das nun eine Bitte an Jemanden,oder ist es eine Order für
    Jemanden?

    Und wer sind sind sie bloß,diese Jemande,die das mal erledigen
    sollen?
    Was tun,wenn Bruce Willis Urlaub hat? Das A-Team ist in die
    Jahre gekommen,und G.Dabbelju hat 'n Buch gelogen.

    Ich muss doch nicht etwa meine Termine verlegen.
    Die finde ich doch nie wieder.

    Man könnte allerdings Westerwelle losschicken:"Geh',verbiet'
    das mal!",die würden sich bestimmt totlachen.
    Das wäre gemein.
  9. #148

    Ihre Erlaubnis vorausgesetzt,

    Zitat von KundeXY Beitrag anzeigen
    Sehen Sie, SO kannte ich das Verfahren noch nicht mal (Dankeschön übrigens), aber ist schon recht: viele Wege führen noch Rom, und natürlich ging es mir hier nicht darum, meinen Mitforisten Hausaufgaben zu stellen.

    Ich wollte eigentlich nur karikieren, wie der Forist Spiegel-Hai mit seinen undefinierten Begriffen alles durcheinanderwirft, während man sich in Mathematik und Naturwissenschaften an die Ergebnisse der Prozeduren, Verfahren, Experimente und Syllogismen zu halten hat - so wie in den Sozial- und Humanwissenschaften eigentlich auch, sofern man sie empirisch betreibt. Das setzt allerdings voraus, dass man gewisse Kriterien, Ziele und Werte definiert und die auch zielgerichtet untersucht.

    Wenn gewisse Leute ihre Mitmenschen massakrieren, weil diese einfach ein Urteil haben, das diesen gewissen Leuten nicht passt, dann haben eben diese gewissen Leute ein gewaltiges zivilisatorisches Defizit, das jede Art von vernunftgeleitetem Handeln zum kooperativen Aufbau einer leistungsfähigen arbeitsteiligen Gesellschaft völlig verhindert. Wer die Zeit seines Lebens darauf verschwendet, die Verhaltensnormen seiner Mitmenschen zu überwachen, anstatt etwas zu schaffen, was allen nützen könnte, dümplet vor sich hin und geht früher oder später unter - der Islam genau wie der real verstorbene DDR-Sozialismus.

    Für mich ist und bleibt der Islam die grüne Pest. Ich war als jüngerer Mensch auch neugierig und meinte, tolerant sein zu müssen. Inzwischen weiß ich aber mehr darüber und denke, dass diese 'Kultur' nur eine gleichmachende Eroberungsideologie ohne Substanz und mit unzeitgemäßen unsinnigen Vorschriften ist und die Bezeichnung "Kultur" im Sinne einer Zivilisation nicht verdient. Daraus folgt NICHT, dass ich das Christentum toll finde, den Kapitalismus mit seiner Tendenz zur Umweltbeschädigung und ausufernden Ausbeutung kritiklos begrüße, unsere Gesellschaft für die beste aller möglichen halte, und was der Glaubensbekenntnisse mehr sind.

    Und wenn mir über Jahrzehnte hinweg immer wieder vorgeführt wird, wie unter ausdrücklicher Berufung auf den Islam Leute entrechtet, entmutigt, geknechtet, ausgegrenzt, verfolgt, gefoltert, unterdrückt oder gekillt werden, wenn ich aus persönlicher Erfahrung weiß, wie Muslime sich unter Berufung auf den Koran benehmen, reden und argumentieren, dann erlaube ich mir eine Meinung über diese lebensfeindliche Lehre, so wie über andere Ideologien und ihre Vertreter auch, seien es Stalinisten, Papisten, amerikanische Hardcore-Evangelikale mit ihrem Kreationismus, negerhassende Ku-Klux-Klan-Anhänger, judenhassende Neonazis, männerhassende Feministen, araberhassende Zionisten, den Westen hassende islamische Fundamentalisten, sichselbsthassende sprachbesoffene Kulturversteher oder sonstige Idioten.

    Ich lehne gewisse Einstellungen ab, ich nehme mir das Recht dazu, und ich formuliere das auch so. Der Islam ist kein biologisches Merkmal, sondern ein kulturelles Bekenntnis, über das sich jeder eine Meinung bilden darf. Und meine lautet: frauenfeindlich, fremdenfeindlich, freiheitsfeindlich, friedensfeindlich, fortschrittsfeindlich - statisch, totalitär und dogmatisch, antirationalistisch und unaufgeklärt - kurzum: unbrauchbar, entbehrlich.
    wo darf ich unterschreiben?
  10. #149

    Interpretation

    Zitat von Oliver Resch Beitrag anzeigen
    Der Unterschied zum Islam ist, dass diese Interpretation vom direkten göttlichen Ursprung nie zum Wesenskern des Christentums gehört hat. Im Gegensatz zum Koran steht in der Bibel nirgends, dass es sich dabei um das direkte und unabänderliche Wort Gottes handelt. Darum konnte.....
    Der Koran sagt mit keinem Wort etwas über (z.B.) autofahrende Frauen.
    Der Koran sagt nichts über Handytelefonate.
    Der Koran ist ebenfalls sehr schweigsam zu den Themen Gewehre, Computer, Flugzeuge, Atombomben ...

    Mit anderen Worten:
    Sobald irgendetwas "Neueres" ins Spiel kommt, ist der Koran m.E. gegenstandslos. Dann geht es um Interpretation (genauso wie bei der Bibel, "Wer nicht für mich ist, ist wider mich" oder gerne - an anderer Stelle - auch umgekehrt). Diese Interpretation kann sich dann - wie im Christentum - auf die x unterschiedlichen "Originalfassungen", auf die beliebig vielen Auslegungen etc. etc. stützen - und kommt folglich in wesentlichen Punkten zum gleichen Ergebnis: Alles, bis hin zur Demokratie und Gleichberechtigung, kann "abgeleitet" werden - wenn man das will und wie man es will. Ein Grund für die Wahrnehmung des Islam als rückständig ist ja gerade, dass die derzeit vorherrschende Auslegung aus mitteleuropäischer Sicht ziemlich abstrus und rückwärtsgewandt ist.

    Die Aufklärung muss ihre Waffen zweifellos anpassen, aber ein "nicht reformierbarer" Islam bezieht sich eindeutig nicht auf die oben genannten Dinge - und damit nicht auf das heutige Leben. Folglich könnte er dieses Leben auch nicht zum Guten oder Schlechten beeinflussen. Dass er es tut, zeigt: er ist reformierbar.








TOP



TOP