Forum


 

Pakistan: Eine Ziege, ein Streit und ein Todesurteil

Ein Gericht im pakistanischen Punjab hat eine Christin zum Tode verurteilt, weil sie Jesus über Mohammed gestellt haben soll. Tatsächlich jedoch gab es schon vorher Streit zwischen ihr und den muslimischen Nachbarsfrauen - wegen Nichtigkeiten. Ein Besuch im Heimatdorf der Asia Bibi.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...729847,00.html
  1. #130

    Skepsis ist immer erlaubt

    Zitat von kyon Beitrag anzeigen
    Würden Sie in Anbetracht der islamischen Erscheinungsformen in der Welt statt Pauschalverurteilungen gegenüber Muslimen
    zumindest eine Skepsis erlauben und Vorsicht walten lassen?
    Das ist für mich persönlich eine schwierige Frage - natürlich darf man ein gesundes Maß an Skepsis haben. Aber das sollte man ja eh jedem gegenüber haben, den man kennenlernt - wer weiß, welch krankes Hirn in einem Menschen steckt, und da ist es Wurscht ob muslimisches, christliches oder atheistisches krankes Hirn ;)
    Aber im Ernst: viele können muslimischen Mitbürgern heute nicht mehr ohne Vorurteile begegnen. Ja, es gibt die schwarzen Schafe und ja, es gibt muslimische Vereinigungen und Moscheen, deren Organisatoren ein völlig verdrehtes Weltbild haben - was aber nicht gleichzeitig bedeutet, dass alle, die in dieser Moschee beten ebenfalls einen an der Klatsche haben und potentielle Attentäter sind.
    Mit diesem Satz trete ich wahrscheinlich eine Endlos-Diskussion los -- also bitte jetzt nicht über den Sinn und Unsinn von Moscheebau diskutieren, darum soll es jetzt nicht gehen und das ist inzwischen denke ich ein sowas von ausgelutschtes Thema....
  2. #131

    Noch mehr Theorien .......

    Zitat von spiegel-hai Beitrag anzeigen
    ääähm. .... Und man beschmeißt die Muslime mit jeglichem Dreck, weil die sich nicht unseren Forderung an ein "fortschrittlicheres" Rechtssystem orientieren, sondern an ihrem "barbarischen" Rechtssystem einfach festhalten.
    Wo genau, sagten Sie, beschmeisse ich die die Muslime mit Dreck. Wo, Sie Sozial - und Religionstheoretiker, fordere ich ein "fortschrittlicheres" Rechtssystem - im Islam ein Widerspruch in sich selbst - sie, nochmals Theoretiker. Schon mal was von Humanität gehört? Verstehen Sie Wertewandel als etwas von uns, dem Westen, zu erbringendes Entgegenkommen? Woher nehmen sie / Sie sich das Recht zu fordern unsere Werte zu ändern? Nur weil sie / Sie das fordern und für den einzig gangbaren Weg halten? Ist das nicht etwas einseitig.

    Auf welche Weise sollte nach Ihrer Ansicht das Problem ohne Wertewandel gelöst werden. Sollte Pakistan die Frau "einfach so freilassen"? Nur weil der Westen das will, oder ist es nicht doch so, daß die meisten hier eine Änderung des Rechtssystems fordern, was nun aber ohne eine Änderung der Werte undenkbar wäre.

    Selbstverständlich fordern die meisten Foristen einen Wertewandel in der islamischen Welt. Für die Belege müssen Sie nicht weit zurückblättern.

    Was will uns dieser Ausflug in die Welt eines wahrhaft bewanderten Bessermenschen sagen? Nett, das Sie so gut mit ihnen zusammengelebt haben - vermutlich war das aber in Gegenden und mit Menschen, die Ihnen wenig Anhaltspunkte boten, über Fragen wie Hinrichtung Andersgläubiger, Steinigung von Ehebrechnern etc. nachzudenken. Als Europäer ist man nämlich in einer komfortablen Lage, falls Ihnen das bei der Gelegenheit nicht aufgefallen sein sollte. Die Konfliktstoffe gehen in der Regel an einem vorbei und die häßlichen Vorkommnisse finden immer ganz woanders statt.
    Gell?
    Soso- werter Hai,denken Sie. Sie sind halt Theoretiker - sag ich ja - zu meinem großen Bedauern, weitere Erläuterungen und Eizelheiten erspare ich mir, Ihnen und dem Forum - musste ich Hinrichtungen mitansehen ohne auch nur die geringste Möglichkeit einer Verhinderung zu haben, wenn ich nicht mein eigenes Leben riskieren wollte. Sie labern nur pseudointellektuellen Blödsinn, ohne tatsächlich vom dortigen Leben überhaupt ein blassen Schimmer zu haben. Woher wissen Sie denn wo diese hässlichen Vorkommnisse stattfinden? Schonmal dabei gewesen. Nee, Gell?
  3. #132

    Und jetzt?

    Zitat von spiegel-hai Beitrag anzeigen
    hier geht es um mehr als einen angeblichen Fall von Blasphemie.

    ...Zum dritten könnte die westliche Einmischung die Aussichten für die Frau bedeutend verschlechtern. Denn es handelt sich auch um die Frage, inwieweit der Westen sich, ungefragt, mit der größten Selbstverständlichkeit in Rechtsangelegenheiten eines muslimischen Staats einmischt, wenn es ihm in den Kram paßt.
    Diese Arroganz führt zu einer verständlichen Abwehrhaltung, die ich nicht "Trotz" nennen will, sondern eine natürliche Reaktion verletzter Gemüter, die darunter leiden, daß der Westen auf sie immer als unzivilisierte Wilde herabschaut, die nur am westlichen Wesen genesen können. Diese Haltung läßt sich am Beispiel der meisten Foristen bestens studieren.
    Ausser den üblichen gemeinplätze gegen unsere Kultur, was schlagen Sie den vor?
    Nichts zu sagen?
    Nichts zu versuchen?

    Also am besten die Frau sterben lassen bevor wir eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten von Pakistan einmischen oder haben Sie ein Plan B?

    Und wenn Christen verfolgt, Botschaften angezündet und von muslismischen Staaten Boykotts gegen westliche Länder und Waren verhängt werden wegen ein paar Karikaturen (unter Anderem), dann ist das keine Einmischung in innere Angelegenheiten?

    Auch muss ich Fragen, sind Sie der Meinung das es gar keine Angelegenheit gibt wo ein Staat auf einen anderem Staat einwirken sollte? Schliesslich ist ja alles immer eine innere Angelegenheit.

    Es ist nur traurig das Sie den Westen kritisieren, aber über die Frau und das was sie durchmacht haben Sie kein Wort des Bedauerns und noch weniger wie ihr geholfen werden könnte.

    Meiner Meinung nach, heisse Luft und doppelte Moral, sonst nichts!
  4. #133

    ....

    Zitat von qlcasa Beitrag anzeigen
    Auch muss ich Fragen, sind Sie der Meinung das es gar keine Angelegenheit gibt wo ein Staat auf einen anderem Staat einwirken sollte? Schliesslich ist ja alles immer eine innere Angelegenheit.
    Sie haben da etwas falsch verstanden. Der "Zentralrat der Muslime" (DITIB, Türkei) darf sich in D einmischen. Menschenrechte sind offensichtlich verhandlungsfähig.
  5. #134

    Ich suche noch den Dreck mit dem ich schmeissen kann ......

    [QUOTE=spiegel-hai;6647584]ääähm.
    Was will uns dieser Ausflug in die Welt eines wahrhaft bewanderten Bessermenschen sagen?

    Reden Sie von sich, oder was?

    Wo genau, sagten Sie, beschmeisse ich die die Muslime mit Dreck. Wo, Sie Sozial - und Religionstheoretiker, fordere ich ein "fortschrittlicheres" Rechtssystem - im Islam ein Widerspruch in sich selbst - Sie, nochmals Theoretiker. Schon mal was von Humanität gehört? Verstehen Sie Wertewandel als etwas von uns, dem Westen, zu erbringendes Entgegenkommen? Woher nehmen sie / Sie sich das Recht zu fordern, unsere Werte zu ändern? Nur weil sie / Sie das fordern und für den einzig gangbaren Weg halten? Ist das nicht etwas einseitig.Sie sind 'nen Oberschlauer, Gell
  6. #135

    Werbung

    Zitat von spiegel-hai Beitrag anzeigen
    Da haben Sie Recht. Ich bestehe in diesem Thread auf dem von Ihnen so bezeichneten Kulturrelativismus hauptsächlich deswegen, weil es unumgänglich ist, die eigene Kultur nicht absolut zu setzen sondern sich zu vergegenwärtigen, daß sie permanentem Wandel unterliegt und weil nicht vergessen werden darf, wie "dünn" die Decke ist, siehe RAF.

    Über das Wesen von "Fortschritt", technologisch wie gesellschaftlich, können wir endlos streiten, wie auch über die Frage, ob dem ein selbstverständlicher "Zwang zur Anpassung" innewohnt, aus dem man seine Forderung an die islamische (und sonstige "rückständige" Welt), ihm zu folgen, begründen könnte.

    Ich bin der Meinung, dies ist nicht der Fall. Zum einen sind seine Werte auch in unserer Gesellschaft nicht unumstritten, und er läßt viele Menschen orientierungslos - nicht von ungefähr haben fundamentalistische religiöse und extremistische politische Richtungen Zulauf. Zum anderen müßte, handelte es sich um ein Naturgesetz, daß man stets dem fortschrittlichsten Fortschritt folgt, sich ja das Problem von ganz allein lösen, und danach sieht es leider nicht aus.

    Daher bleibe ich bei dem Standpunkt, daß man nur durch Werbung, dem Vermitteln der Vorzüge unserer zivilisatorischen Errungenschaften, überzeugen kann. Verachtung und Zwang führt da zu gar nichts.
    Um erfolgreich werben zu können muss man erstmal selbst von dem Produkt überzeugt sein, für das man wirbt. Diesen Eindruck vermitteln Sie so nun wirklich nicht. Und Werbung für Rationalität funktioniert ja nicht mal richtig bei uns geschweige denn unter Analphabeten und Fanatikern. Manchmal ist Zwang nötig. Übrigens, niemand brauchte früher in Indien Schuhe. Erst das Bedauern der gestiefelten Engländer weckte dieses Bedürfnis. So geht's auch.
  7. #136

    Der Islam hält sich selbst gefangen

    Zitat von CaptainSubtext Beitrag anzeigen
    naja. Es gab mal eine Zeit, dass im Christentum die Bibel ebenfalls als das buchstäbliche Wort Gottes angesehen wurde.
    Der Unterschied zum Islam ist, dass diese Interpretation vom direkten göttlichen Ursprung nie zum Wesenskern des Christentums gehört hat. Im Gegensatz zum Koran steht in der Bibel nirgends, dass es sich dabei um das direkte und unabänderliche Wort Gottes handelt. Darum konnte man von der Auffassung, dass es sich bei der Bibel um das "buchstäbliche" Wort Gottes handelt, auch wieder abrücken.

    Zitat von CaptainSubtext Beitrag anzeigen
    Auch der Islam wird (hoffentlich) eine Aufklärung erfahren, in der man feststellen wird, dass der Koran erst nach Mohammeds Tod entstanden ist, und somit unmöglich gewährleistet werden kann, dass es sich wirklich um das wahre Wort Gottes handelt.
    Ein solcher Islam wäre eine neue Religion, da er vom islamischen Wesenskern, vom Koran als dem direkten, unverfälschten und ewig gültigen Wort Gottes, abweichen würde. Der Moslem, der dies öffentlich bezweifelt, begeht Blasphemie und Apostasie. Und für diese Verbrechen sieht der Islam die Todesstrafe vor.

    Mit dem Islam wurde ein Konstrukt geschaffen, in dem substantielle Änderungen "verunmöglicht" werden. Das war auch die Absicht der Gründer und bezweckte vor allem die Machtausweituung bzw. den Machterhalt (demselben Ziel dienen auch Regelungen, wonach moslemische Frauen keine Ungläubigen heiraten dürfen oder wonach Apostasie mit dem Tode bestraft wird).

    Der Islam hält sich selbst und auch die Gläubigen quasi auf alle Zeiten in einem unabänderlichen Zwangskorsett gefangen.
  8. #137

    ....

    Zitat von Oliver Resch Beitrag anzeigen
    Der Islam hält sich selbst und auch die Gläubigen quasi auf alle Zeiten in einem unabänderlichen Zwangskorsett gefangen.
    Und deshalb ist, der von unseren Politikern und sog. Islamverstehern, moderate Islam nur ein Märchen aus 1001-Nacht
  9. #138

    Blasphemie - haltet ihn!

    Zitat von CaptainSubtext Beitrag anzeigen
    ... Auch der Islam wird (hoffentlich) eine Aufklärung erfahren, in der man feststellen wird, dass der Koran erst nach Mohammeds Tod entstanden ist, und somit unmöglich gewährleistet werden kann, dass es sich wirklich um das wahre Wort Gottes handelt.
    Der Islam ist ein geschlossenes System, - beginnend mit Mohammed, endend mit dem Jüngsten Gericht - lesen sie die Quelle! Wer den Koran in Frage stellt, stellt den Islam insgesamt in Frage, es gibt hier keinen Verhandlunsspielraum und dswg. auch nie eine 'Reformation'.
  10. #139

    xxx

    Zitat von silvine Beitrag anzeigen
    Moslems werden hier zwar nicht zum Tode verurteilt, nur weil es Moslems sind - aber dass es hierzulande Pauschalverurteilungen gegenüber Mitglieder dieser Religion gibt, lässt sich wohl nicht leugnen. (Wobei ich noch explizit betonen will, dass das sicherlich nicht so schlimm ist, wie jemanden zum Tode zu verurteilen nur aufgrund seiner Religionszugehörigkeit --- aber auch Pauschalverurteilungen sind - egal wo, egal gegen wen - kritikwürdig.
    Haben sie sich nicht einmal gefragt warum. Was sind an den Kritiken gerechtfertigt?








TOP



TOP