Forum


 

Paartherapie: "Den Schmerz ertragen"

Zu einer guten Partnerschaft gehört, den anderen zu tolerieren und manches einfach auszuhalten. Paartherapeut Wolfgang Schmidbauer kennt Alltag und Ausnahmezustände einer Liebe und weiß: Vor allem eines müssen viele Partner erst lernen - das Ertragen.

http://www.spiegel.dewissen/0,1518,831822,00.html
  1. #30

    Zitat von tiansworld Beitrag anzeigen
    ...Ach ja, kleine Anmerkung für über-engagierte Paartherapeuten und Zwangsharmonisierer: Verschwendet nicht die kostbare Lebenszeit eurer Klienten mit lern- oder verhaltenstherapeutischen Konstruktionen. ...

    Wovon sollen dann die Therapeuten leben ?

    Ein bisschen Gequassel muss schon sein.

    ;)
  2. #31

    Zitat von tiansworld Beitrag anzeigen
    In einer Krisensituation sollten die Partner erst einmal mindestens eine Woche für sich ganz allein sein und räumlich möglichst weit weg vom Partner gehen, um sich erst mal wieder darüber klar zu werden, was man in einer Partnerschaft für sich selbst als essenziell erachtet..........
    Ich bin kein Fachmann, aber ich habe auch gute Ratschläge. Einer davon lautet, wer schnell hilft, hilft doppelt.

    Die meisten Probleme stellt das Leben und ein Hund allein beißt sich nicht. Ein Problem entsteht nicht plötzlich und ob Sie z.B. eine Familie/Kinder haben, müssen Sie bei Lösungen berücksichtigen. Wer sich gewohnheitsmäßig immer passiv verhält, der kann durch eine Trennung nur deutlich machen, dass die "Alte" selber sehen soll, wie es weiter geht;o).

    MfG. Rainer
  3. #32

    Zitat von tiansworld Beitrag anzeigen
    ... Aber allein aus der Tatsache, den Partner so zu nehmen wie er IST, entsteht ein offener, ehrlicher, respekt-, achtungs- und liebevoller Austausch, bei dem die Partnerschaft jeden Tag neu verhandelt und damit frisch gemacht wird. Und allein auf dieser Art kontinuierlichen Austauschs wächst eine nach und nach immer erfülltere Partnerschaft und das Verliebtsein wird langsam in Liebe übergehen...
    Bei aller Sympathie, aber "Verhandlungen" haben ihren Platz im Geschaeftsleben, nicht jedoch zu Hause.

    "Immer erfuelltere Partnerschaft" impliziert, dass eine "Partnerschaft" wie eine Maschine "geoelt" und "weiterentwickelt" werden muss, und das halte ich aus eigener langjaehriger Erfahrung fuer kompletten Unfug.

    Wenn zwei (oder mehr) Menschen zusammenpassen, dann passen diese eben zusammen, und finden ihren Weg auch ohne Therapeuten.
  4. #33

    Distanz

    Zitat von rennflosse Beitrag anzeigen
    Vor der Schwelle des "zusammen alt werdens" kann eine Therapie vielleicht nützlich sein, um Verbitterung zu vermeiden. Vorausgesetzt, beim Paar ist einiges schief gelaufen und es hat sich bereits was angesammelt, das noch aufgearbeitet werden könnte.
    Es gibt bestimmt einzelne Punkte, bei denen ein gewisses Problembewußtsein erreicht werden kann. Aber eine Beziehung ist ungeheuer komplex, also von unzähligen Bedingungsfaktoren abhängig, und ob die tatsächlich in ein paar Gesprächen aufzuschlüsseln sind, läßt sich bezweifeln. Daß es bei sehr verstockten und verschlossenen Menschen Aha – Erlebnisse geben kann, ist sicher nicht ausschließen. Es fehlt ihnen an Distanz zu sich und zur Beziehung. Rezepte hat auch die Oma. Bombensichere.

    Zitat von rennflosse Beitrag anzeigen
    Die andere Alternative wäre die Trennung. Aber nach 20 oder mehr Jahren haben sich Abhängigkeiten gebildet, die nicht so leicht durchbrochen werden können. Und wenn sie nur ganz banal materieller Natur wären.
    Vermutlich der Normalfall. Man arrangiert sich, vor allem distanziert man sich. Bei Bauherren, die auf die vierzig zugehen, merkt man sehr deutlich, daß die eigenen Wohnbereiche sehr wichtig werden. Dieses Distanzieren der Lebensbereiche scheint ein wesentlicher Erfolgsfaktor zu sein. Gutsituierte Bürger hatten diese Technik schon seit Urzeiten kultiviert, indem sie Herren- und Damenbereiche strikt getrennt haben. Am Mittelmeer wird der Göttergatte auf die Straße geschickt, weil er stört. Bei uns zur Arbeit. Schlimm wird es, wenn der Rentner ganztags zuhause ist. Dann bekommt er einen Hund, geht einmal um den Block, und danach bekommt er in der Kneipe sein „Rentnergedeck“.

    Im Grunde gibt es eine absolut klare Abhängigkeit der Männer von der sorgenden und besorgten Ehefrau, keineswegs nur sexuell, wie man meinen könnte, sondern in allen emotionalen und mitmenschlichen Belangen, vermutlich eine Fortsetzung der Mutterfixierung, deren Wert Frauen sehr gut kennen und ihn ausnutzen, und die ihnen bei längerem Zusammenleben ganz gewaltig auf die Eierstöcke geht. Der anhängliche Mann wird zum Problem. „Was soll ich jetzt tun ?“ fragen schon kleine Knaben die Herrscherin über alles und jedes.

    Und die Herrscherin macht sich durchaus Gedanken über dieses lästige Trumm in ihrer Wohnung. Einfach mal „Frauengespräche“ belauschen. Die Mädels können sich den ganzen Tag über die merkwürdigen Angewohnheiten ihrer männlichen Gesponse unterhalten. Und zwar wertend: „das darfst du dir auf keinen Fall gefallen lassen etc.“ Da stehen ganze Brigaden von Eheberaterinnen bereit, Gewehr bei Fuß. Dagegen ist ein Therapeut eine Witzfigur, ein inkompetenter Dilettant. Die Damen wissen alles, was wird und war. Jede anders, aber das hat auch seinen Reiz.
  5. #34

    das Märchen von dem Frosch

    Zitat von Te Henga Beitrag anzeigen
    Bitte nicht Ihre eigenen Erfahrungen verallgemeinern.
    Ich hatte ausnahmsweise nicht die sexuelle Lust gemeint, die für Männer eine besondere Rolle zu spielen scheint, wie man allenthalben hört.

    Es geht darum, daß die Frau dieses empfindunglose, denkunfähige, unflexible, unachtsame, primitive Vieh auf der Couch sitzen hat und keinerlei Lust, sich um dessen Wehwehchen zu kümmern. Ihr Liebreiz verkümmert.

    Mit Hilfe der Lust würde sie aus dem drögen Affen einen aufmerksamen, interessanten, lebendigen Prinzen machen.
  6. #35

    Ratlos...

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Ich hatte ausnahmsweise nicht die sexuelle Lust gemeint, die für Männer eine besondere Rolle zu spielen scheint, wie man allenthalben hört.

    Es geht darum, daß die Frau dieses empfindunglose, denkunfähige, unflexible, unachtsame, primitive Vieh auf der Couch sitzen hat und keinerlei Lust, sich um dessen Wehwehchen zu kümmern. Ihr Liebreiz verkümmert.

    Mit Hilfe der Lust würde sie aus dem drögen Affen einen aufmerksamen, interessanten, lebendigen Prinzen machen.
    Verzeihung, aber Ihr Beitrag laesst mich ratlos vor dem PC sitzen.
  7. #36

    Gedankenlos

    sind hier die von vielen Foristen verbreiteten Lebensrezepte, die über die eine Verallgemeinerung irgendeiner banalen Lebensweisheit nicht hinausgehen. Dass SPIEGEL-lesen wirklich so dumm und oberflächlich bleiben lässt, finde ich beängstigend.

    Ich denke, dass der im Artikel präsentierte Ansatz für kriselnde Beziehungen eine große Chance birgt, weil, es darum geht, die eigene Zufriedenheit mit der Situation zu verbssern und Verhaltensänderungen bei sich selbst zu bewirken.

    Jetzt freue ich mich auf das weitere dümmliche Geschwätz, denn auch mein Beitrag wird nicht zu mehr Verstand führen.
  8. #37

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    .........
    Mit Hilfe der Lust würde sie aus dem drögen Affen einen aufmerksamen, interessanten, lebendigen Prinzen machen.
    Nicht generell, nicht immer, aber so etwas in dieser Art, hat bei mir immer geholfen;o).

    MfG. Rainer
  9. #38

    schmerzlich berührt

    Zitat von Te Henga Beitrag anzeigen
    Verzeihung, aber Ihr Beitrag laesst mich ratlos vor dem PC sitzen.
    Da wundert mich nicht. Frauen haben den Mann in der Hand (kein Schweinkram). Er ist emotional (kein Sex) sehr abhängig. Man könnte sogar eine gewisse Verehrung des Weiblichen konstatieren (nicht die Wummen). Ein verschämtes Lächeln, ein schüchterner Augenaufschlag können den Mann ins Himmelreich befördern oder in die Hölle. Ganz einfaches Procedere.

    Guterzogene Frauen wissen um ihre Macht. Und daß Männer ihnen gar zu gerne zu Diensten sind.
  10. #39

    @albert schulz

    Ihre "Theorien" empfinde ich als etwas "krude".

    Wenn Sie sich hingegen spezifisch & praezise ausdruecken wuerden, dann waere das Lesen Ihrer Beitraege wesentlich angenehmer und informativer.








TOP



TOP