CorbisElixier gegen Sprunghaftigkeit: Gebundene Männer, die das Hormon Oxytocin verabreicht bekommen, gehen auf Distanz zu attraktiven Frauen - ein Nasenspray mit dem Mittel steigerte ihre Treue.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-867592.html
... wo "Studie" draufsteht ist Mist drin...
Anstatt einen naturwissenschaftlichen Wirkungszusammenhang zu beweisen (das wäre wissenschaftlich) werden fragwürdige "Tests" mit fragwürdiger Statistik kombiniert, um eine Wissenschaftlichkeit zu beweisen, die nicht vorhanden ist.
Chemiker, Biochemiker, Pharmazeuten und Physiker wenden sich mit Grausen von diesen Dingen ab.
Die Medizin ist zwiegespalten.
"Ernährungswissenschaftler" (oh Verzeihung: "Oekotrophologen") sind hoch angetan von solcher Methode.
Aber um wirklich wissen zu können, ob z.B. Kopfsalat einen Nährwert besitzt, fragen sie lieber einen Lebensmittelchemiker.
Da erhalten sie dann z.B. die bedenkenswerte Aussage: "Ungefähr so viel Nährwert wie ein durchgeweichtes Tempo-Taschentuch"...
einen Entwurf einbringen nach dem jeder verheiratete Mann in der EU sich vor jeder Mahlzeit einen Sprühstoß Oxytocin zu verpassen hat.
Der Versuchsaufbau ist ja wohl der reinste Witz. Seitwann ist der eingenomme Abstand (bei welcher Tätigkeit) zu einer attraktiven Frau (nach welchen Kriterien) eine Maßgröße für Treue?
zwischen reißerischer Überschrift "Nasenspray macht Männer treu" und Bildüberschrift: "Im Bann des Treuehormons" und ernüchterndem Artikel (ätschbätsch, doch nicht!) ist hier besonders ausgeprägt. Wenn ich davon ausgehe, dass von den 57 Probanden gut die Hälfte also 29 das Verum erhielten und von diesen wiederum gut die Hälfte in einer Beziehung standen, wenn ich weiter davon ausgehen, dass der Abstand, den ein Mann zu einer attraktiven Frau einhält, interindividuell sehr stark differiert, dann spricht wenig dafür, dass ein Unterschied der Abstände "bis zu 15 Zentimeter" (über die Differenz der durchschnittlichen Abstände wird NICHTS gesagt) in einem Vergleich zweier Gruppen von jeweils einem guten Dutzend statistische Signifikanz besitzt.
Die Wirkung von Oxytocin ist längst bekannt und in naturwissenschaftlichen Experimenten eindeutig nachgewiesen. Es wird auch als "Kuschelhormon" bezeichnet und ist entscheidend für die Mutter-Kind-Beziehung. Die Wirkung auf Männer ist ebenfalls seit langem bekannt, indem es das "Brutverhalten" der Männer beeinflusst. Die sexuelle Treue ist nur ein Nebeneffekt und evolutionär eher nachteilig.
Mich würde interessieren, wie's bei den Damen aussieht. Denn heutzutage gehen die Frauen ja schon häufiger fremd als die Männer.
Da Frauen allgemein mehr Oxytocin im Körper haben als Männer, scheint das wohl bei denen nicht so zu funktionieren.
Die Flut von Laborstudien in der Sozialpsychologie ohne reale Feldforschung macht schon stutzig.
Eine "attraktive Wissenschaftlerin" soll die Probanden anheizen?
Was wäre mit abends an der Hotelbar nach einem frustrierenden Tag mit unnützen Meetings? Und einer tollen Frau die nicht zum Test- Personal gehört? Gut, nicht alle Psychologinnen sehen auch so aus als wären sie welche, aber ist das ein aussagefähiger Versuch?
Oxytocin ist ein Bindungshormon aber wenn ein Mann richtig spitz ist ist da auch hormonell was in Gange.
...für die eigene attraktive Frau? Dann wäre das ja nicht mehr so positiv.