Oxfam-Studie: Allianz hält Rekord in Nahrungsmittelspekulationen

Getty ImagesDeutsche Banken und Versicherungen spekulieren trotz öffentlicher Kritik weiter massiv mit Nahrungsmitteln. An erster Stelle steht in Deutschland dabei offenbar der Versicherungskonzern Allianz - das hat laut "Süddeutscher Zeitung" eine Studie der Organisation Oxfam ergeben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...832162,00.html
  1. #70

    Zitat von ginfizz53 Beitrag anzeigen
    ...ist ja auch "schmackhaft"....
    Glaub ich. Hammse nen Link?
  2. #71

    Zitat von Koda Beitrag anzeigen
    Bei der Vergabe von Krediten und Hilfsmitteln haben die Institutionen wie der IWF und andere immer wieder darauf gedrängt, dass die Staaten ihre Schutzzölle senken und Versorgungsbetriebe, die vorher in staatlicher Hand waren, privatisiert werden.
    Die Investoren kamen aus den reicheren Geberländern, die nach der Privatisierung die Preise anzogen, z.B. auch für sauberes Wasser.

    Es gibt sogar Befürchtungen, dass Firmen wie Monsanto, die in Indien nahezu alle Saatgutbetriebe aufgekauft haben und nur noch ihr genverändertes, an ihre Pestizide angepasstes Saatgut verkaufen, durch die Dominanz in diesen Sektor Länder regelrecht erpressen könnte:
    kein eigenes Saatgut => keine Aussaaten und somit keine Ernten mehr
    kein Wasser, keine Nahrung => Hungersnöte
    ...bzw. Politik über diesen Weg gemacht (werden könnte).
    Es gibt schon Bereiche, wo ein Land bzw. dessen Regierung die Kontrolle nicht hergeben dürfte.
    Das Thema Monsanto ist allerdings wirklich ein dicker Hund. In der Endkonsequenz setzen die die Ernährungsbasis der gesamten Menschheit aufs Spiel. Da fehlt mir leider auch jegliches Verständnis. Wie dick hängen alle mit drin, daß man die gewähren lässt
  3. #72

    Na klar doch...

    Zitat von franko_potente Beitrag anzeigen
    Glaub ich. Hammse nen Link?
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  4. #73

    3

    Zitat von franko_potente Beitrag anzeigen
    SIE wollen doch auch Ihre LV ordentlch verzinst haben und auf dem Sparbuch auch mehr als 3%.
    3 Prozent auf dem Sparbuch? Das habe ich schon seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt.
  5. #74

    Lustig

    Zitat von franko_potente Beitrag anzeigen
    Ihenn felht elementares Basiswissen.
    Kommentar überflüssig.
  6. #75

    Wer ist denn die Agrarindutrie?

    Zitat von SpieFo Beitrag anzeigen
    Außerdem haben die Agro-Industrien ihre Ernte ebenso längst an dem CME (oder vergleichbar) abgesichert.

    Die Nahrungsmittlepreise haben sich längst verselbständigt.

    Wir müssen mal von der Denke an einen idyllischen Allgäu-Bauernhof wegkommen, oder vom Reisbauern, der sein Feld noch mit dem Ochsen bestellt.
    Die erzeugen längst nicht mehr die notwendigen Nahrungsmengen für die Weltmärkte.
    Im Großteil der Welt wird die Nahrungimmer noch vom Kleinbauern angebaut. Und das ist der mit dem Ochsen und der Hacke.
    Eine Agrar-Industrie, wie man sie mit den Großbetrieben hier vergleichen kann, ist dort weitgehend fremd:

    "Laut der Weltbank leben etwa 1,5 Milliarden Menschen weltweit in kleinbäuerlichen Haushalten. Ein Teil der Kleinbauern verkauft Überschüsse auf Märkten, inklusive den wachsenden High value products-Märkten. Ein Großteil der Kleinbauern betreibt aufgrund mangelnder Produktionsfaktoren und anderer Nachteile lediglich Subsistenzlandwirtschaft. Kleinbäuerliche Produktion ist häufig technisch effizienter als großbäuerliche (Theodore W. Schultz: "poor but efficient"), aber gleichzeitig meist wenig produktiv, da es an Zugang zu Technologien mangelt und Skaleneffekte seltener realisiert werden können.[1]

    Kleinbäuerliche Landwirtschaft ist aufgrund der meist niedrigen Produktivität eng verknüpft mit Armut."
    (Ja, ich gebe zu, es ist aus Wikipedia)
    Wenn man sich vorstellt: 1,5 Milliarden kleinbäuerliche Betriebe; bei Vater, Mutter Kind, wären dies mindestens 4,5 Milliarden Menschen, die vom kleinbäuerlichen Betrieb abhängen.
  7. #76

    Soso

    Zitat von ginfizz53 Beitrag anzeigen
    ...dass es keine Gewinner gäbe, sondern nur, dass der eine so viel gewinnt, wie der andere verliert.
    Richtig. Wenn aber der Spekulant angeblich die Zukunft nicht vorhersagen (und auch nicht beeinflussen kann), dann wird er mathematisch zwingend im langfristigen Mittel genauso viel gewinnen wie er verliert - ein Nullsummenspiel halt.

    Jetzt gibt es eben gute und schlechte Spieler und gute verlieren eben weniger häufig als schlechte...
    Falsch. In einem System wie es Ihr Mitforist beschrieben hat, in der die Zukunft unbekannt ist, bleibt alles dem Zufall überlassen und es gibt keine guten und schlechten Spieler.
    Das ist nämlich der Unterschied zwischen einem Glücksspiel und einem Strategiespiel.
  8. #77

    Zitat von Steve Holmes Beitrag anzeigen
    Aber es liegt den Menschen im Blut.
    Nein, nur manchen Menschen.
  9. #78

    Im Grunde...

    ist der Kunde selber schuld...auch wenn ihm die Zusammenhänge, so einfach sie sind, nicht immer klar werden. Wer sein Geld bei den grossen Kapitalsammelgesellschaften abliefert (Banken, versicherungen, Rohstoffonds etc.), trägt dazu bei, dass diese die Rohstoffpreise treiben. Und der Anleger mehr an der Tankstelle und im Supermarkt zusätzlich löhnt, als er aus seiner Anlage erlöst...
    Dass die grossen Spekulanten auch auf fallende Preise spekulieren, verfängt nicht wirklich, das die Mehrheit der Spekulanten fast immer netto >long< sind...und die Commercials die hohen Preise über Shortpositionen absichern.
  10. #79

    Rettungsschirme

    Zitat von franko_potente Beitrag anzeigen
    Ein Börsencrash it der Supergau. Kommt ja nun nicht jede Woche vor.
    Na ja, drei Bankenrettungen in wenigen Jahren...

    Viel Schlimmer ist es, den SUpergau mit Steuermitteln zu verzäögern.
    Sie wären also dafür, die Banken endlich nicht mehr mit Steuermitteln zu retten? Prima, da bin ich dabei.