Oxfam-Studie: Allianz hält Rekord in Nahrungsmittelspekulationen

Getty ImagesDeutsche Banken und Versicherungen spekulieren trotz öffentlicher Kritik weiter massiv mit Nahrungsmitteln. An erster Stelle steht in Deutschland dabei offenbar der Versicherungskonzern Allianz - das hat laut "Süddeutscher Zeitung" eine Studie der Organisation Oxfam ergeben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...832162,00.html
  1. #10

    Zitat von felisconcolor Beitrag anzeigen
    Meiner Ansicht nach sollte der Zwischenhandel und die Spekulation mit Lebensmitteln generell verboten werden.
    Erstens ist das überhaupt nicht möglich und zweitens scheinen sie nicht zu begreifen dass der Schattenseite der Spekulation auch ein Nutzen gegenübersteht, der dann wegfällt.

    Es ist offenbar gerade schick über das böse Spekulantentum herzuziehen, ohne allerdings wirklich zu wissen was sich dahinter verbirgt und wozu es dient.
  2. #11

    Warum...

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Mit allem Handelbaren wird auch zwangsläufig spekuliert. Die moralische Empörung kann man sich also sparen.
    Warum wird mit allem Handelbaren spekuliert?
    ... weil das die Herren mit den dicken Brieftaschen so wollen?!?!

    Spekulation ist kein Naturgesetz!
  3. #12

    Zitat von felisconcolor Beitrag anzeigen
    ausser das sie behaupten das es eine Lüge ist, können sie das Gegenteil auch nicht belegen oder?
    Mich würde ihre Fakten sehr interessieren.
    Nur mit Fakten kann man das eine oder auch das andere beweisen.
    Ansonsten bleibt es bei wischi waschi Behauptungen.

    Meiner Ansicht nach sollte der Zwischenhandel und die Spekulation mit Lebensmitteln generell verboten werden.
    Ich halte es für unethisch. Aber auch über Ethik lässt sich vortrefflich streiten.
    <grübel>Konzerne, die Lebensversicherungen anbieten, die ein Renditeversprechen enthalten, spekulieren also an den Börsen? Wer hätte denn das gedacht? Womöglich haben wir Kapitalismus? Warum steckt da wohl das Wort "Kapital" drin? Hmm...</grübel>

    Ausgehend von der Annahme, dass langfristig Angebot und Nachfrage den Preis einer Ware bestimmen, gehe ich nicht davon aus, dass Spekulation hier den Preis nach oben drücken kann -wird denn mehr gegessen (höhere Nachfrage), nur weil jemand mit Derivaten spielt, die mit dem eigentlich zugrunde liegenden Wert nur noch theoretisch was zu tun haben?

    Und beim Verbieten des Zwischenhandels von Lebensmitteln wird's ja wohl endgültig albern: Kauf ich also in Zukunft nur vom Bauern, ja?
  4. #13

    Nutzen???

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Erstens ist das überhaupt nicht möglich und zweitens scheinen sie nicht zu begreifen dass der Schattenseite der Spekulation auch ein Nutzen gegenübersteht, der dann wegfällt.

    Es ist offenbar gerade schick über das böse Spekulantentum herzuziehen, ohne allerdings wirklich zu wissen was sich dahinter verbirgt und wozu es dient.
    Sie meinen mit Nutzen doch hoffentlich nicht die Absicherung der Vorstandsgehälter?
  5. #14

    Es gibt nur eine Möglichkeit...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutsche Banken und Versicherungen spekulieren trotz öffentlicher Kritik weiter massiv mit Nahrungsmitteln. An erster Stelle steht in Deutschland dabei offenbar der Versicherungskonzern Allianz - das hat laut "Süddeutscher Zeitung" eine Studie der Organisation Oxfam ergeben.

    Oxfam-Studie: Allianz hält Rekord in Nahrungsmittelspekulationen - SPIEGEL ONLINE
    ...das zu unterbinden. Die Marktmacht der Kunden. Solange wir in einer Gesellschaft leben, die scheinbar gern auf Kosten der sogenannten "Dritten Welt" lebt, in der jeder nur egoistisch auf sich und seinen Geldbeutel schaut, wird sich nichts ändern. Jeder einzelne kann hinterfragen, mit welchen Unternehmen er Geschäfte macht. Dazu gehört ein Drogeriemarkt genauso wie eine Bank. Es liegt an uns, dass der Wirtschaft moralische Überlegungen egal sind, denn sie sind uns allen, fast allen, scheinbar egal. So ist nun mal unsere Gesellschaft, auf die wir ja so stolz sind, so sind wir.
  6. #15

    Zitat von Mr Bounz Beitrag anzeigen
    Warum wird mit allem Handelbaren spekuliert?
    ... weil das die Herren mit den dicken Brieftaschen so wollen?!?!

    Spekulation ist kein Naturgesetz!
    Oje, offenbar wissen sie überhaupt nicht was Spekulation eigentlich ist.

    Das geht schon mal damit los dass jeglicher Handel vom Prinzip her Spekulation ist.
  7. #16

    Da irren Sie aber...

    Zitat von geroi.truda Beitrag anzeigen
    Dass Termingeschäfte in Agrarrohstoffen die Nahrungspreise hochtreiben und so Hungerkrisen verschärfen ist empirisch nicht belegt - ganz im Gegenteil (man könnte auch ganz einfach sagen, dass es eine Lüge ist)...
    ...Spekulationen treiben immer die Preise in die Höhe, ist ja auch logisch. Schauen Sie nur den Goldpreis an.

    Aber es ist halt der letzte Außenposten, auf den sich Leute wie Sie zurückziehen können. "Es ist nicht belegt!" Das weitergedacht heißt, "ich muss dafür keine Verantwortung übernehmen"! Eine sehr armselige Argumentation!
  8. #17

    ja warum denn nicht

    Zitat von NuAber Beitrag anzeigen
    <grübel>Konzerne, die Lebensversicherungen anbieten, die ein Renditeversprechen enthalten, spekulieren also an den Börsen? Wer hätte denn das gedacht? Womöglich haben wir Kapitalismus? Warum steckt da wohl das Wort "Kapital" drin? Hmm...</grübel>

    Ausgehend von der Annahme, dass langfristig Angebot und Nachfrage den Preis einer Ware bestimmen, gehe ich nicht davon aus, dass Spekulation hier den Preis nach oben drücken kann -wird denn mehr gegessen (höhere Nachfrage), nur weil jemand mit Derivaten spielt, die mit dem eigentlich zugrunde liegenden Wert nur noch theoretisch was zu tun haben?

    Und beim Verbieten des Zwischenhandels von Lebensmitteln wird's ja wohl endgültig albern: Kauf ich also in Zukunft nur vom Bauern, ja?
    auch die Hausfrau aus Wuppertal (für den anderen Forenbeitrag)
    würde sicher nichts missen wenn sie keine Produkte aus Südamerika bekäme.
    Wobei man, ok, den direkten Zwischenhandel nicht unbedingt verdammen soll. Was mir wichtig war ist das der Verkauft und der Wiederverkauf und so weiter vom Erzeuger bis zum Verbraucher für den Erzeuger noch für den Endverbraucher von Nutzen ist.
    Die Ausschaltung von Zwischenhandelsketten die ins Uferlose wachsen
    nutzen weder dem Erzeuger noch dem Verbraucher.
    Denn was haben beide davon wenn auf dem Weg von einem zum anderen eine Versicherung ihre Hände dort im Spiel hat.
    Das möge mir mal einer plausibel erklären.
    Ich lasse mich da gerne eines Besseren belehren.
    Aber bitte mit sachlichen Fakten.
  9. #18

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    ...Spekulationen treiben immer die Preise in die Höhe, ist ja auch logisch. Schauen Sie nur den Goldpreis an.
    Das ist nicht nur falsch, sondern auch nur die halbe Wahrheit.
  10. #19

    -

    Zitat von felisconcolor Beitrag anzeigen
    ausser das sie behaupten das es eine Lüge ist, können sie das Gegenteil auch nicht belegen oder?
    Mich würde ihre Fakten sehr interessieren.
    Nur mit Fakten kann man das eine oder auch das andere beweisen.
    Ansonsten bleibt es bei wischi waschi Behauptungen.

    Meiner Ansicht nach sollte der Zwischenhandel und die Spekulation mit Lebensmitteln generell verboten werden.
    Ich halte es für unethisch. Aber auch über Ethik lässt sich vortrefflich streiten.
    Empirisch beweisen oder verwerfen lässt sich dies nicht, da es verschiedene Einflussfaktoren gibt, die über den Zeitverlauf auch nicht konstant sind.

    Aber eine einfache Plausibilitätsüberlegung: Spekulanten wollen Geld verdienen, also billig kaufen und teuer verkaufen.
    Wenn die Käufe die Nachfrage erhöhen und somit zu steigenden Preisen führen, müssen die Verkäufe irgendwann das Gegenteil bewirken.
    Dauerhaft steigende und für immer hoch bleibende Preise gibt es durch Spekulanten (denen ja gerade auch immer kurzfristiges Agieren vorgeworfen wird) also nicht.
    Wenn es aber, so wie in den letzten gut 12 Jahren geschehen, plötzlich 1 Mrd. Menschen mehr auf der Welt gibt und auch noch Nahrungsmittel als Brennstoff eingesetzt wird bei gleichbleibender Anbaufläche, dann ...