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Ostermärsche: Friedensaktivisten unterstützen Günter Grass
DPA"Grass hat Tatsachen ins rechte Licht gerückt": Zum Abschluss der traditionellen Ostermärsche sprangen Friedensaktivisten dem Nobelpreisträger bei. Nicht Grass gehöre an den Pranger, hieß es, sondern die Politiker, die die Lage in Nahost eskalieren ließen.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...826401,00.html
- #1 09.04.2012 13:06 von
- #2 09.04.2012 13:13 von
Friedensbewegung?
Friedensbewegung? - Dass ich nicht lache! Wann hat denn die "Friedensbewegung" z.B. gegen den Massenmord in Darfour demonstriert? Hier geht es immer nur gegen die böse USA und Israel, alles andere interessiert unsere friedenswegeten nicht. Sinn der selektiven Wahrnehmung ist, dass man sich selbst gut fühlt, der Weltfrieden ist denen eigentlich völlig wurscht.
- #3 09.04.2012 13:15 von
Der Weg zum Frieden...
“Ostergang”
Ein Ostermarsch ist nicht mein Ding,
weshalb ich nur spazieren ging.
Marschieren muss das Militär,
der Pazifist liebts nicht so sehr.
Mit wenig Tinte noch im Fass
schrieb jetzt der Dichter Günter Grass.
Für Kritiker ein schöner Fraß,
bei dem sie (sich) nicht lange weilen.
Sie merken an:
„Er bricht die Zeilen
um an jedem Tag
und jeder Stelle,
wie er mag!“
Viel Schreiber wünschen ihn zur Hölle
oder dass er als Geselle
der boethischen Fraktion
die Klappe hält. Ein rauer Ton
schrillt durch den deutschen Blätterwald
und manche wichtige Gestalt
schreibt Zeilen voller Wortgewalt.
Was immer die Experten sagen,
als schlichter Geist hab ich noch Fragen.
Sind U-Boote nur Zweitschlagwaffen,
sind Dichter denn nur eitle Affen,
wenn sie die Angst in Wort kleiden?
Sie wollen doch nur Krieg vermeiden.
Was heute fehlt sind Diplomaten,
die mit Worten statt Granaten
bei dem Ausgleich von Intressen
mit Noten ihre Künste messen.
Die den Clausewitz verlachen,
und es endlich besser machen
als die Herren Generäle,
die im Hintergrund Befehle
schreiben oder nur diktieren,
und den Überblick verlieren
wenn sie ihre Opfer zählen
- und sich niemals selber quälen. - #4 09.04.2012 13:17 von
Maske vom Gesicht gerissen
Imho war das Gedicht von Grass dessen wichtigste Tat seiner Laufbahn.
Auch wenn sich an der Situation nichts ändert sind doch viele Menschen aufgewacht was die Berichterstattung in Deutschland angeht.
Ich hatte in den letzten Tagen zahlreiche Diskussionen mit Freunden denen das erstmalig aufgefallen ist, wie gleich alle Medien berichten - gegen die mehrheitliche Meinung der Menschen - ich habe bisher niemanden getroffen der Grass als antisemitische oder ähnliches bezeichnet hat. Lediglich bei der Verlogenheit der Presse und Politik sind sich alle erstaunlich einilg.
Und von einem Ostdeutschen freund hörte ich den Satz: Für so eine Pressefreiheit bin ich 89 nicht auf die Strasse gegangen.
Von daher kann man Grass gar nicht genügend danken der Bevölkerung in Deutschland die massiven Defizite im Journalismus und der Politik aufgezeigt zu haben. - #5 09.04.2012 13:19 von
Günter Grass
Stimmt so nicht ganz. Günter Grass hat zu einseitig auf die Israelis geklopft - Tatsache ist aber, dass ohne die Allianz aus europäischen Staaten und den USA die Regierung Israels bei weitem nicht so offen die Muskeln spielen lassen würde.
Tatsache ist auch, dass der Nahostkonflikt auf dem Rücken der Palästinenser UND der Israelis ausgetragen wird, es ist gewissermaßen eine Art Stellvertreterkrieg der nahöstlichen Welt gegen die westliche Welt.
Günter Grass urteilt zu einseitig, wenn er die Israelis als Kriegstreiber bezeichnet, nicht jeden deren Unterstützer aus der westlichen Welt. Und natürlich ist auch die iranische Regierung nicht an einem friedlichen Zusammenleben interessiert. Kurzum: ein Konflikt wird von ALLEN Seiten ganz offen forciert. Da gibt's auch keine "Guten" oder "Bösen" sondern einfach nur kampfeslustige Säbelrassler, die wegen ihrer Eitelkeit und Religion lieber den Tod unzähliger Millionen in Kauf nehmen würden, statt sich endlich für einen ehrlichen Dialog herzugeben und Voraussetzungen für einen Frieden zu schaffen. - #6 09.04.2012 13:22 von
- #7 09.04.2012 13:26 von
Jep
Bislang habe ich in solchen Diskussionen immer den angeblichen Weihnachtskonsumtaumel als Beispiel benutzt, das erzeugt auch immer Eindruck und Verwirrung bei den Systemhörigen. Aber Grass ist jetzt der ungeschlagene König. Jeder langt sich ans Hirn und ich muss gar nichts mehr dazu sagen. Nachrichten bekommen mit dieser Affaire eine ganz neue Bedeutung. Viele sind aufgewacht.
- #8 09.04.2012 13:26 von
- #9 09.04.2012 13:27 von
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