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Ostermärsche: Friedensaktivisten unterstützen Günter Grass

DPA"Grass hat Tatsachen ins rechte Licht gerückt": Zum Abschluss der traditionellen Ostermärsche sprangen Friedensaktivisten dem Nobelpreisträger bei. Nicht Grass gehöre an den Pranger, hieß es, sondern die Politiker, die die Lage in Nahost eskalieren ließen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...826401,00.html
  1. #270

    Zitat von Nihil novi Beitrag anzeigen
    Nö, den von 1973, ein Präventivkrieg zur Verhinderung von israelischen Atomwaffen. ist doch ganz logisch, sehen Sie sich doch Diskutanten und seine Argumentationskette an.
    Lustig! Dabei wurde doch erst ab 1985 gemunkelt, Israel habe Kernwaffen, was bis heute genauso wenig bewiesen ist wie das Kernwaffenprogramm des Irans.

    Oder glauben Sie etwa tatsächlich den gebürtigen Marokkaner Mordechai Vanunu, der 1985 gefeuert wurde? Sie glauben doch auch nicht das Geschwätz der CIA oder des Mossads bezüglich des Irans ...
  2. #271

    Zitat von Franz Ose Beitrag anzeigen
    Die öffentlich-rechtlichen Medien sind aber natürlich nicht Teil davon.
    Sind Sie da sicher?
  3. #272

    Zitat von AKI CHIBA Beitrag anzeigen
    Nix gegen den Frieden! Man stelle sich aber mal vor, was aus dem stramm begeisterten Hitleristen Grass geworden wäre, wenn sein Idol den Krieg gewonnen hätte. Er wäre nie in die Lage gekommen, sich und sein wirkliches Sosein vergessen zu müssen. Wir alle würden ein großes Leben führen und der Kunst würden nicht so viele Knüppel in den Weg geworfen werden wie heut in dieser unserer Wirklichkeit. Die großen Künstler wären gefördert worden bis zum geht nicht mehr: Günter Grass und Leni Riefenstahl - welch grandiose Vorstellung. Statt Oskar - das Eiserne Kreuz. Und Friedensaktivisten gäbe es auch nicht. Die wären gar nicht geboren worden und müssten auch niemandem beispringen.
    Sie machen Hoffnung....
  4. #273

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    "Warum aber schwieg ich bislang? Weil ich meinte, meine Herkunft, die von nie zu tilgendem Makel behaftet ist, verbiete, diese Tatsache als ausgesprochene Wahrheit dem Land Israel, dem ich verbunden bin und bleiben will, zuzumuten. "

    Da steht letztendlich, die Juden verböten den Deutschen den Mund. Was nicht stimmt.
    Da steht eindeutig, dass jemand meint, seine Herkunft (ein Land mit einem nicht zu tilgendem Makel, nicht "die Juden") verbiete ihm Kritik an dem "Land Israel".

    Was Sie da "letztendlich" hinein interpretieren, wächst eindeutig auf Ihrem Mist.

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    "Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes, dem sich mein Schweigen untergeordnet hat, empfinde ich als belastende Lüge und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt, sobald er mißachtet wird; das Verdikt „Antisemitismus“ ist geläufig."

    Hier steht, alle Kritik würde von (wem? gute Frage!) als Antisemtitsmus gebrandmarkt. Was nicht stimmt. der Spiegel selbst hat häufig genug kritisch über Israels Siedlungspolitik, den wachsenden Einfluss der radikal-Orthodoxen usw. berichtet, ohne dass sich auch nur irgendwer geregt hätte.
    Von wem die Kritik kommt, können Sie ja derzeit lesen. Und Grass meinte sicher nicht nur den Spiegel.

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Sehr gefährlich, weil man da problemlos rauslesen kann, die bösen Juden sind ja schuld.
    Das machen interessanterweise vor allem jene, die Grass widersprechen. Der ganz, ganz große Rest weiß da eindeutig besser zu differenzieren.
  5. #274

    Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, daß Ostermärsche und Ostermarschierer weder politisch noch moralisch ernst genommen werden können, wäre er jetzt erbracht worden.

    Allerdings wasind ren die Ostermärsche seit jeher ein Sammelbecken für Manipulierte, Manipulierer, naive Gutmenschen und Anhänger der verschiedensten Diktaturen.

    Insofern: nichts neues.
  6. #275

    Zitat von diefreiheitdermeinung Beitrag anzeigen
    jene in und von der DDR stark unterstuetzte "Bewegung": Wo waren sie denn als die Sowjetunion in den Krieg in Afghanistan zog?
    Vielleicht mal einen Blick zu wikipedia wagen? Friedensbewegung
  7. #276

    Toll gemacht...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Grass hat Tatsachen ins rechte Licht gerückt": Zum Abschluss der traditionellen Ostermärsche sprangen Friedensaktivisten dem Nobelpreisträger bei. Nicht Grass gehöre an den Pranger, hieß es, sondern die Politiker, die die Lage in Nahost eskalieren ließen.

    Ostermärsche: Friedensaktivisten unterstützen Günter Grass - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Ich finde es toll, dass der GG noch mal mit letzter Tinte ein Fass aufgemacht hat. Weniger wegen des Inhaltes; Grass' Scheuklappenblindheit ist nun wirklich nichts Neues. Und hinsichtlich seiner formalen Gestaltung ist das 'Gedicht' schlechtweg der Brüller.

    Aber wenn man sich so in den Kommentarbereichen umsieht, dann hat es der GG mit seiner seltsamen Lyrik geschafft, deutlicher als jemals zuvor aufzuzeigen, dass die Deutschen ein sehr traditionsbewusstes Volk sind. Sie sind der Linie ihrer Väter und Großväter treu geblieben und können's einfach nicht mit 'dem' Juden. Zwar können Sie das Problem heute nicht mehr selber lösen, aber sie können Israels Feinde schwach reden ('nur ein Maulheld') und begeistert daran mitarbeiten, Israel zu schwächen, in man es seiner in Atomsprengköpfe gelagerten Überlebengarantien beraubt.

    Und wenn sich dann das 'Großmaul' nicht an die Spielregeln hält und das dann geschwächte Israel angreift, sprechen die geistigen Erben Himmlers und Eichmanns Israel ihr tief empfundenes Mitleid aus und erklären gleichzeitig mit Bedauern, dass es keine Mehrheit im Land für einen militärischen Einsatz zum Schutze von Israel gebe.
    Und dann sagen alle in bester Tradition: Ja, dass konnten wir doch nicht ahnen, dass er auch das meint was er sagt....

    Geschichte wiederholt sich nie im Detail, wohl aber in ihren Strukturen und Prozessen.
  8. #277

    Zitat von king_pakal Beitrag anzeigen
    Sie wollen hier hoffenllich nicht Zionismus (politische Gesinnung) mit Judentum (Religion) in ein Topf werfen. Bedeutet "Vernichtung des zionistischen Regimes" gleichzeitig vernichtung der Juden? Oder geht es vielmehr um die Beseitigung der Kriegstreiber in der israelischen Tradition. Wenn Sie schono Differenzierung von anderen Foristen fordern, dann gehen Sie doch mal mit einem guten Bespiel voran.
    Lesen Sie doch mal. Das war ein Zitat. Ich benutze nicht den Ausdruck "zionistisches Gebilde". Für den Mann mit der Windjacke ist das aber mit Israel synonym.
  9. #278

    Zitat von Petra Beitrag anzeigen
    Schon komisch, daß alle Friedensfreunde hier immer nur den EINEN Artikel aus der Süddeutschen zitieren (...)
    So weit sind wir schon, dass Friedensfreunde hier als Beleidigung genutzt wird - köstlich.

    Ja ich bin ein Friedensfreund weil Israel UND Palästinenser UND Nachbarstaaten sich alle bisher nicht mit rum bekleckert haben.

    Diese schwarz-weiß Malerei nervt - die Nachbarn Israel sind nicht grundlos meist nicht so gut auf Israel zu sprechen.

    ABER irgendwo muss der Frieden anfangen, und das ganz sicher nicht so wie jetzt. Und aktuell gießt vor allem Israel reichlich Öl ins Feuer:
    Israels Marine entert erneut Gaza-Hilfsflotte | tagesschau.de
    Geheimplan: Israel will Siedlungsbau massiv ausweiten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

    "Ein Uno-Bericht wirft Israel Kriegsverbrechen im Gaza-Streifen vor. Premier Netanjahu beschimpft die Kommission deswegen als "Känguru-Gericht". Im Gespräch mit dem SPIEGEL weist ihr Leiter Richard Goldstone die Attacken zurück und fordert Aufklärung von der Regierung in Jerusalem."
    Bericht über Kriegsverbrechen: "Israel hat versucht, die Bevölkerung in Gaza zu bestrafen" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

    Aber sowas überhört die pro-israelische Seite dann gerne!
  10. #279

    Zitat von Franz Ose Beitrag anzeigen
    Umgekehrt wird vielleicht ein Schuh draus: Kann es sein, daß hinter der Israel-Solidarisierung bei manchen Rechten/Liberalen eine Art Identifikation mit dem Täter steckt? Passen würde es ja. Israel ist wohlhabender als die umliegenden arabischen Staaten (wird gerne mal als 'Argument' benutzt von der Achse des Guten/Lengsfeld) und im Nahostkonflikt - und der bestimmt die Wahrnehmung - sind die Israelis (genauer: das zionistische Regime) eindeutig Täter, und militärisch überlegen sind sie auch, das haben auch die Nahostkriege der letzten Jahrzehnte gezeigt; hochgerüstet von den USA und leider auch von Deutschland.
    Israel ist wohlhabender, weil eine freiheitliche Gesellschaft üblicherweise produktiver und innovativer ist als eine unterdrückerische. Israel ist durch eigene Leistung zu Wohlstand gekommen, während sich die Nachbarn ebenfalls durch eigene "Leistung" um die Chance darauf gebracht haben.

    Den Wohlstand, den die frühen zionistischen Siedlungswellen Ende des 19. Jahrhundert im Gebiet Palästina hervorgebracht haben, haben übrigens auch die Araber geschätzt. Darum sind auch von ihnen viele dorthin gezogen, die vorher nicht dort gelebt haben.








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