Forum: Blogs
Osteopathie: Fragwürdige Heilmethode auf Rezept
CorbisSie wollen mit den Händen heilen, verrutschte Schädelknochen nach der Geburt wieder zurecht rücken: Osteopathie in Deutschland boomt - viele Krankenkassen zahlen längst für die Behandlungen. Doch wer nach einem Beweis für die Wirksamkeit sucht, bekommt dürftige Antworten.
http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-865687.html
- #1 13.12.2012 09:00 von
Nachweise...?
Nun ja, nicht alles muss von den Kassen bezahlt werden. Für eine Methode, die derart vielfältige Behandlungsformen kennt und deren Anbieter schlicht einen Stundentarif erhalten, sind detaillierte Nutzenstudien schlicht nicht finanzierbar - womit auch? Da hat die Chemie andere Möglichkeiten... Vielleicht gibt es die Möglichkeit, bei solchen Methoden höhere Kostenbeteiligungen der Patienten einzufordern, damit sie nur dahin gehen, wo sie selbst von einer Wirksamkeit überzeugt sind. Oder im Extremfall selbst zahlen wie bei Atlantotec, jene Anbieter sind ausgebucht...
- #2 13.12.2012 09:00 von
optional
also, wer denkt mit einmal behandeln könnte man eine blockierte wirbelsäule heilen, ist beim ostheopaten falsch. genauso wie überall sonst.
ein ostheopat ist ein heiler, und kein zauberer. - #3 13.12.2012 09:04 von
Voodoo
Schön wäre es wenn die Kranenkassen uns Kunen niedrigere Gebühren beim Verzicht auf die Placebo-Nichtmedizin anbieten würden. Das würde ich Wettbewerbsfähigkeit nennen!
Den oben zitierten Formschreiben habe ich von der TKK auch bekommen als ich nach einer niedrigeren Gebühr beim Verzicht auf die Nichtmedizin gefragt habe. - #4 13.12.2012 09:07 von
Mir hat's mal geholfen. Beim Holländer - bei denen ist für Physiotherapeuten m.W. ein Studium erforderlich.
- #5 13.12.2012 09:08 von
Als wir...
...mit unserem kleinen auf Anraten unseres Kinderarztes bei einer Osteopathin waren, wurde dieser nach der Behandlung wesentlich ruhiger und ausgeglicherener und mit der rechten Körperhälfte wesentlich agiler. Und bei einem 6 Monate altem Baby von Placebo zu sprechen halte ich auch für Blödsinn...
- #6 13.12.2012 09:09 von
Überschrift schlecht, Fazit auch
Jahrelang Schmerzen erleiden, unzählige Orthopäden verdienen lassen, alles bringt nichts.
Dann ein einziges Mal zum Osteopathen gehen und glauben, damit sei alles erledigt ???
Ein Osteopath ist kein Einmal-Zauberer! 5-6 Sitzungen sollten es schon sein, und weitere einzelne Behandlungen in größeren Abständen, um den "guten" Zustand zu erhalten. - #7 13.12.2012 09:10 von
Also aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Methode hilft. Man sollte es aber tunlichst unterlassen, zu jemanden zu gehen, welcher "mal eben" einen Kurs gemacht hat. Ich fahre nach Holland in eine Rückeklinik. Dort haben die Mitarbeiter ein 6 jähriges umfassenden Studium absolviert. Man merkt die Unterschiede.
- #8 13.12.2012 09:13 von
Warum wird nicht mehr in Physiotherapie investiert?
Ich habe nichts gegen Osteopathie, finde diese als alternative Heilmethode auch sehr sinnvoll. Mir stellt sich nur die Frage, weshalb die Krankenkassen jetzt diese Leistung bezahlen (oder Teile davon), aber seit circa 20 Jahren nicht oder kaum eine Erhöhung der Behandlungszeit und Vergütung von z.B. Physiotherapie in Erwägung ziehen? Viele Techniken der Osteopathie finden sich z.B. in manuellen Techniken der Physiotherapie wieder oder umgekehrt. Diese Frage sollten sich auch die Journalisten mal stellen. Wir haben circa 130000 PhysiotherapeutInnen in Deutschland, die für wesentlich weniger als 90 Euro pro Stunde behandeln und Top ausgebildet sind. Eigentlich müssten nur die vorhandenen Resourcen genutzt werden. Und es sollte in diesen Bereich investiert werden, denn Physiotherapie tut gut und bringt was!
Mit freundlichen Grüßen - #9 13.12.2012 09:24 von
kein Hokuspokus
Normalerweise bin ich den so genannten alternativen Heilmethoden gegenüber sehr kritisch eingestellt. Nach einer dreijährigen Ärzteodyssee habe ich mich wegen meiner extremen Rückenschmerzen doch in die Hände eines Osteopathen begeben - mit durchschlagendem Erfolg! Der Osteopath konnte sogar ertasten, dass ich mal ein Schleudertrauma gehabt haben muss - der verursachende Autounfall liegt zu dem zeitpunkt allerdings schon 15 (!) Jahre zurück. Und auch bei unserer Tochter, damals 2 Monate alt, hat die Osteopathie ihre Beweglichkeit wesentlich verbessert. Mit Placebo hat Osteopathie für mich daher rein gar nichts zu tun, dass die Krankenkassen das mittlerweile anerkennen, war höchste Zeit!
Die aktuellen Top-Themen
Antworten / Zitieren


