Forum


 

Ostdeutsche Musterkommune: West-Geld? Kein Bedarf!

SPIEGEL ONLINEPro-Kopf-Verschuldung? Minimal. Arbeitslosenquote? Auf Bayern-Niveau. Bankenfelde-Mahlow südlich von Berlin steht weit besser da, als viele Kommunen im Westen. Das Soli-Geld brauchen die Bürger eigentlich nicht. Sie haben eigene Einnahmen und agieren sparsam.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...822876,00.html
  1. #30

    Zitat von Lobbykratie Beitrag anzeigen
    Den Stadtvätern gebührt das Verdienst, den Geldsegen geschickt verwaltet zu haben. Für Prestigeprojekte hatten sie in den vergangenen Jahren wenig übrig, für Investitionen in die Zukunft dagegen viel. Die 12 Kindertagesstätten sind alle renoviert die letzte der sechs Grundschulen wird in den nächsten Monaten fertig. Sogar ein eigenes Gymnasium kann Blankenfelde-Mahlow vorweisen.

    Wie schön. Hier im Ruhrgebiet werden die Schulen nicht nur nicht renoviert, nein, hier werden die einfach geschlossen. 320 Schulen sind schon geschlossen worden. Wer braucht schon Schulen im Ruhrgebiet? Wozu? Gibt ja eh keine Arbeit.
    Schulsterben im Westen - Nachrichten Print - DIE WELT - Politik - WELT ONLINE

    Landesregierung in NRW will mit neuem Konzept das Schulsterben auf dem Land stoppen - NRW - Nachrichten - wa.de

    Droht ein Schulsterben in NRW? | DerWesten

    Begründet wird das schnell mit dem "demographischen Wandel". Na, den gibt's natürlich nur in NRW den demographischen Wandel. Woanders gibt's den gar nicht...
    Meinen Sie, im Osten werden keine Schulen geschlossen?!
    Da droht nicht nur ein Schulsterben, da hat es das längst gegeben. Grundschüler (also 6-Jährige) müssen in Vorpommern teilweise über eine Stunde mit dem Bus zur Schule fahren, jeden Morgen.
  2. #31

    Die Leute, die Leute

    Zitat von br0iler Beitrag anzeigen
    ... Also was hält den arbeitslosen Duisburger ab, nach Sachsen-Anhalt oder MeckPomm zu ziehen?...
    Die dort übriggebliebenen Ureinwohner.
  3. #32

    Zitat von Mr. XXX Beitrag anzeigen
    weil alle aus Blankenfelde -nicht Bankenfelde- nach Berlin pendeln, dort ihre Brötchen verdienen, aber in Blankenfelde ihre Brötchen & Sonstiges kaufen, sodass es in Blankenfelde eine "Bayern-Arbeitslosenquote", Einnahmen aus Gewerbesteuer und keine Belastung des Haushaltes durch übermäßige H4-Sozialausgaben gibt.
    Wie passen denn Einnahmen aus Gewerbesteuer zu Ihrer Behauptung, die Einwohner würden alle nach Berlin pendeln? Offenbar wurden vor Ort bereits Arbeitsplätze geschaffen.
  4. #33

    Richtig...

    Zitat von mimi_kry Beitrag anzeigen
    Lesen Sie sich lieber einmal ein paar Kenntnisse an - bevor Sie hier derartigen Unfug verbreiten ...
    Gemeinsames Datenangebot der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder
    https://www.statistik.bayern.de/pres...0/255_2010.php

    Deutschland: Bevölkerung mit Migrationshintergrund wächst - Nachrichten Politik - Deutschland - WELT ONLINE
    Und bei Asylbewerbern sieht es sogar so aus:
    BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Verteilung der Asylbewerber

    Warum die bayerischen Migranten weniger "auffallen"? Weil Bayern eben etwas striktere Regeln vorgibt - als bspw. die "arm aber sexy"-Transferleistungshauptstadt Berlin. Sollte man wissen, wenn man sich so weit aus dem Fenster lehnt, wie Sie. Also unwissender und vor allem unbelegter Quatsch, den Sie absondern - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    Zum Artikel: Schön, dass es auch solche Beispiele gibt - nichtsdestotrotz ... oder gerade deswegen ... muss eine Lösung fernab der Himmelsrichtungsförderung gefunden werden.
    Richtig. Die Förderung sollte nicht nach der Himmelsrichtung entschieden werden sondern nach der Bedürftigkeit.
    Zu den Migranten kann ich nur sagen, etwas mehr striktere Regeln und die Probleme wären viel kleiner. Falsch verstandene Toleranz hat noch nie geholfen.
  5. #34

    Zitat von Lobbykratie Beitrag anzeigen
    Das ausgerechnet jemand aus dem Osten, dem Westen vorwirft schlecht zu wirtschaften, schlägt dem Fass den Boden aus. Selbst wenn das stimmen mag - warum muss der Osten den finanziell unterstützt werden und dass seit über 20 Jahren?
    Etwa, weil die DDR 40 Jahre lang so toll gewirtschaftet hat?
    Im Artikel gibt es ja das Beispiel einer Gemeinde, die gut wirtschaftet und nicht einmal auf Solidarpaktgelder zurückgreift. Der Freistaat Sachsen ist ebenfalls ein Beispiel dafür, dass gut mit dem vorhandenen Geldern gewirtschaftet wird, denn die Sachsen sind so sparsam, dass sie ohne Neuverschuldung auskommen.
  6. #35

    tja...

    Zitat von meinsenf1 Beitrag anzeigen
    Ich bin auch für eine Neuordnung der Soli-Verteilung.

    Aber das schöne Beispiel von Blankenfelde-Mahlow scheint mir doch nicht wirklich nachhaltig zu sein.

    Wenn 70% der Einnahmen von 2 Gewerbebetrieben stammen, steht die gesamte Finanzierung auf sehr wackeligen Füßen.
    Was wäre Potsdam ohne Schloß, Wildau ohne FH, KW ohne Funkturm, und Bad Saarow ohne Scharmützelsee?!
    Man weeßet nich`- aber so isset.
    Fahrt mal spaßeshalber Richtung Prenzlau, Nauen oder Jüterbog!
  7. #36

    Zitat von munkelt Beitrag anzeigen
    Die dort übriggebliebenen Ureinwohner.
    Ach glauben Sie mir, die meisten beissen nicht.

    Und wenn Sie anpacken können und auch wollen und die Siegermentalität und den "Ureinwohner"-Schwachsinn zu Hause lassen, dann sind sie hier herzlichst willkommen.
  8. #37

    Genau

    Zitat von IchUndTom Beitrag anzeigen
    Mahlow ist sicherlich kein Musterbeispiel für eine ostdeutsche Gemeinde. Nach Mahlow ziehen gut situierte Berliner, die sich in der Umgebung von Berlin ihr Häuschen im Grünen bauen. Letzlich leben die Gemeinden im Speckgürtel von Berlin auf Kosten Berlins.
    Bin selber im Speckgürtel von Berlin aufgewachsen.
    Mahlow ist nicht die einzige Gemeinde die sich über Einkommens-und
    Gewerbesteuer zu Lasten Berlin finanziert.

    Nicht umsonst wird Brandenburg wohl in zwei bis drei Jahren zum Nettozahler im Länderfinanzausgleich.
  9. #38

    ...

    Ein großes Problem, das oft vergessen wurde ist, dass im Osten nach Ende der DDR die Wirtschaft zerschlagen und von Westfirmen geschluckt wurde. Da die Gemeinden nun aber sehr stark von der Gewerbesteuer abhängig sind, bricht das vielen kleineren Gemeinden im Osten das Genick.
    Im Ruhrgebiet gibt es einige wirtschaftliche und soziale Probleme und bei aller Misswirtschaft dort sollte trotzdem Hilfe möglich gemacht werden. Ein neues System, das wirklich nur nach Bedürftigkeit geht, wäre durchaus wünschenswert.
    Aber dann fordere ich auch eine Anpassung der Löhne, Gehälter und Renten im Osten auf das Westniveau!
  10. #39

    Zitat von Lobbykratie Beitrag anzeigen
    Das ausgerechnet jemand aus dem Osten, dem Westen vorwirft schlecht zu wirtschaften, schlägt dem Fass den Boden aus. Selbst wenn das stimmen mag - warum muss der Osten den finanziell unterstützt werden und dass seit über 20 Jahren?
    Etwa, weil die DDR 40 Jahre lang so toll gewirtschaftet hat?
    Dann beschäftigen wir uns mal mit Fakren um dem Grund nachzugehen, warum der Osten noch nicht gleichauf ist:

    1. Zum Start von BRD/DDR gab es einen "kleinen" Unterschied. In die BRD wurden dank Marshall-Plan Massen an Geldern und Ressourcen gepumpt, um die zerstörte Wirtschaft wieder aufzubauen.
    Aus der DDR holten die Sowjets erstmal raus was ging, um ihre eigene zerstörte Wirtschaft wiederherzustellen.

    2. Die DDR wurde 40 Jahre lang vom Westen als Billiglohnland missbraucht (Beispiel IKEA). Aber schlecht wirtschaften? Hier mal ein Bericht zur Schuldenlage in den 80ern:
    www.memo.uni-bremen.de/docs/m3208b.pdf
    Die BRD steigerte ihren Schuldenstand in der Zeit von ca. 350Mrd DM auf knapp 500Mrd DM.

    3. Als dann die Wiedervereinigung kam, war selbst der kleinste Ost-Betrieb scheinbar ein zu großes Risiko. Wenn Sie sich mal bitte damit vertraut machen, in welcher Art und Weise die Treuhand selbst wirtschaftlich tragbare Konzepte zugunsten des Ausverkaufs blockiert haben, reden wir weiter.

    4. Und zu guter letzt die Frage, warum allein vom Gesetzgeber noch nicht erreicht wurde, dass in allen direkt betroffenen Fragen Ost und West gleich gesetzt sind (HartzIV/Rente/etc.)? Dann braucht man sich nicht wundern, warum es wirtschaftlich auch nicht kommt.


    Zitat von Lobbykratie Beitrag anzeigen
    Ich kann das nicht mehr hören, dass NRW selbst Schuld ist an seiner wirtschaftlichen Misere und darum sich selbst helfen soll. Der Osten ist auch selbst Schuld an seiner Misere und wenn diese Logik (selbst Schuld!!) greift, warum sollte das dann nur für NRW gelten?
    Es gibt einen kleinen Unterschied. NRW hatte mal wirklich gute Wirtschaft mit Stahl und Kohle. Man hat es nur damals versäumt, ein zweites/drittes Standbein aufzubauen für die Zeit danach, welche wahrlich absehbar war und DAFÜR blutet man jetzt. NICHTS ANDERES!








TOP



TOP