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Ostafrika: Auf die Dürre folgt das Regen-Chaos

Mehr als eine Million Menschen sind auf der Flucht, Hunderttausende weitere vom Hunger bedroht: In Ostafrika gelten die Zahlen schon als Verbesserung der Lage. Die lang ersehnte Regenzeit lindert die Folgen der Dürre aber kaum - sie schafft neue Probleme.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...799512,00.html
  1. #1

    Hmm

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr als eine Million Menschen sind auf der Flucht, Hunderttausende weitere vom Hunger bedroht: In Ostafrika gelten die Zahlen schon als Verbesserung der Lage. Die lang ersehnte Regenzeit lindert die Folgen der Dürre aber kaum - sie schafft neue Probleme.

    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...799512,00.html
    Nüchtern betrachtet sind weder die lange Dürre noch der jetzige Regen die eigentliche Ursache der Krise.
    Die Ursachen sind Überbevölkerung und die Unfähigkeit der Staaten dieser Region eine halbwegs funktionierende Verwaltung aufzubauen.

    Insofern können durch Lebensmittel-Lieferungen zwar Menschen vor dem akuten hungertod bewahrt werden, aber die Probleme werden so garantiert nicht gelöst.
    Nächstes Jahr kommt dann die nächste Hungersnot.
  2. #2

    Nüchtern betrachtet wären über ine JAhr Dürre bei uns auch zivilisationszersetzend

    Zitat von hanspeter.b Beitrag anzeigen
    Nüchtern betrachtet sind weder die lange Dürre noch der jetzige Regen die eigentliche Ursache der Krise.
    Die Ursachen sind Überbevölkerung und die Unfähigkeit der Staaten dieser Region eine halbwegs funktionierende Verwaltung aufzubauen.

    Insofern können durch Lebensmittel-Lieferungen zwar Menschen vor dem akuten hungertod bewahrt werden, aber die Probleme werden so garantiert nicht gelöst.
    Nächstes Jahr kommt dann die nächste Hungersnot.
    Da hlift auch keine Verwaltung oder der Hinweis auf Überbevölkerung.
    Man könnte auch eine andere Frage aufwerfen: wenn wir nur durch Importe in der Lage sind, im Winter auf Früchte zurückgreifen zu können, sind wir dann nicht auch überbevölkert?
    Und wenn es in Kenia luktrativer ist, Schnittblumen an zupflanzen und nach Europa zu verkaufen, nur damit ein Würstchen von Ehemann oder schwanzgesteuertem Liebhaber seiner Angebeteten zum Valentinstag ein Bouqet darbringen kann während gleichzeitig im selben Land -nur 600 km weiter- Menscnen verhungern, wie weit ist es dann auch nicht mehr weit vom Verfeuern von Nahrungsmittel (siehe nachwachsende Rohstoffe für die Stromzerzeugung)?
  3. #3

    Titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr als eine Million Menschen sind auf der Flucht, Hunderttausende weitere vom Hunger bedroht: In Ostafrika gelten die Zahlen schon als Verbesserung der Lage. Die lang ersehnte Regenzeit lindert die Folgen der Dürre aber kaum - sie schafft neue Probleme.

    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...799512,00.html
    Bitte, nicht schon wieder!
    Afrika verhungert und verhungert und verhungert... Das seit zig Jahren und es ist noch immer kein Ende abzusehen (vom Hunger oder von der Bevölkerung). Man würde doch meinen, nach all den Jahren müsste die Bevölkerung so klein werden, dass sogar die unwirtlichste Wüste sie ernähren kann. Aber nein - Afrika ist ein Wunderkontinent: die Bevölkerung wird vom Massensterben nicht kleiner, sondern größer. Was natürlich zur nächsten Hungerkatastrofe führt...
  4. #4

    *

    Wir hatten in diesem Jahr auch eine "Dürre" in Südfrankreich. das nennt sich "la grande sècheresse"
    Und irgendwie gibt es das jedes Jahr. Aber Ende Oktober hats dann geregnet wie die Sau, 450 mm in 3 Tagen. In den Cévennen auch nicht ungewöhnlich.
    Da könnte man 2 Sensationsmeldungen draus machen, oder hat sie auch draus gemacht. Ist aber normal.
  5. #5

    Falsch

    Zitat von Koda Beitrag anzeigen
    Da hlift auch keine Verwaltung oder der Hinweis auf Überbevölkerung.
    Obs nun hilft oder nicht, weiss ich nicht. Es ist jedenfalls eine Tatsache.

    Zitat von Koda Beitrag anzeigen
    Man könnte auch eine andere Frage aufwerfen: wenn wir nur durch Importe in der Lage sind, im Winter auf Früchte zurückgreifen zu können, sind wir dann nicht auch überbevölkert?
    Vollkommener Unsinn.
    Unser Land ist duchaus in der Lage seine Bevölkerung zu ernähren. Oder habe nSie schon mal was von Lebensmittelknappheit in Deutschland gehört? Es bleibt sogar noch genug überig, dass Luxusgüter importiert werden können.
    Zitat von Koda Beitrag anzeigen
    Und wenn es in Kenia luktrativer ist, Schnittblumen an zupflanzen und nach Europa zu verkaufen, nur damit ein Würstchen von Ehemann oder schwanzgesteuertem Liebhaber seiner Angebeteten zum Valentinstag ein Bouqet darbringen kann während gleichzeitig im selben Land -nur 600 km weiter- Menscnen verhungern, wie weit ist es dann auch nicht mehr weit vom Verfeuern von Nahrungsmittel (siehe nachwachsende Rohstoffe für die Stromzerzeugung)?
    Denken Sie mal intensiv nach.
    Wenn es lukrativer ist Schnittblumen zu produzieren als Hirse oder Weizen, dann bedeutet das, dass der Wert der Schnittblumen pro Hektar Anbaufläche deutlich höher ist als der Wert von Hirse. Es ist Kenia also prinzipiell möglich durch Handel (Export von Schnittblumen und Import von Getreide) letzendlich mehr Getreide zur Verfügung zu haben als wenn Sie selbst Getreide anbauen.
    Wenn Sie aber für den Exporterlös lieber Tand für die Oberschicht kaufen, dann ist das nicht unsere Schuld.

    Biomasse als Energieträger ist natürlich absurd. Da haben Sie vollkommen recht.
  6. #6

    Sie vergleichen dabei Äpfel mit Birnen (was natürlich auch geht)

    Zitat von hanspeter.b Beitrag anzeigen
    Vollkommener Unsinn.
    Unser Land ist duchaus in der Lage seine Bevölkerung zu ernähren. Oder habe nSie schon mal was von Lebensmittelknappheit in Deutschland gehört? Es bleibt sogar noch genug überig, dass Luxusgüter importiert werden können.
    Genau. Wir produzieren aus Rohstoffen Fertigprodukte, importieren Fertigprodukte z.B. Autos etc. und können es uns daher leisten, unsere Landwirtschaft zu subventionieren oder ärmeren Ländern die Lebensmittel wegzukaufen.
    Zitat von hanspeter.b Beitrag anzeigen
    Denken Sie mal intensiv nach.
    Wenn es lukrativer ist Schnittblumen zu produzieren als Hirse oder Weizen, dann bedeutet das, dass der Wert der Schnittblumen pro Hektar Anbaufläche deutlich höher ist als der Wert von Hirse. Es ist Kenia also prinzipiell möglich durch Handel (Export von Schnittblumen und Import von Getreide) letzendlich mehr Getreide zur Verfügung zu haben als wenn Sie selbst Getreide anbauen.
    Mag zwar sein. Nur ist Kenia -und übrigens der größte Teil der Welt- KEIN Land, indem Planwirtschaft vorherrscht, sondern Kaptialismus - wobei ich hier keine generelle Kritik am Kapitalismus oder Globalismus vorbringen möchte. Es gibt auch in Kenia nicht nur Kleinbauern, sondern auch Großbetriebe, die auch nicht von kenianischen Landsleuten geführt werden sondern von Ausländern, auch Deutschen. Genau wie jeder andere Betrieb auch schauen die zuerst auf ihre eigene Bilanz und nicht ob die Kenianer 600 km weiter genug Mais oder Getreide haben.
  7. #7

    Überbevölkerung nicht die Ursache

    Zitat von McBline Beitrag anzeigen
    Bitte, nicht schon wieder!
    Afrika verhungert und verhungert und verhungert... Das seit zig Jahren und es ist noch immer kein Ende abzusehen (vom Hunger oder von der Bevölkerung). Man würde doch meinen, nach all den Jahren müsste die .......
    Das ist mir zu einfach, Hunger immer so schlicht auf Überbevölkerung zurückzuführen.
    Auf dem Weltmarkt sind nach wie vor genug Nahrungsmittel erhältlich. Die politischen Eliten in diesen Ländern hungern ja auch nicht, die lassen sich ihr Essen notfalls einfliegen - weil sie das Geld dazu haben.
    Die Menschen, die hungern haben aber kein Geld, sich Nahrung zu kaufen. Am Mangel allein liegt es nicht. Die gesamte Weltbevölkerung könnte ernährt werden, es liegt aber an der Verteilung.

    Ein weiterer Grund ist in Somalia der Bürgerkrieg.
    Solange kein Frieden herrscht und es keine funktionierende Regierung gibt, führen Ernteausfälle zu Katastrophen, weil niemand da ist, der die Krise auffangen und Gegenmaßnahmen steuern kann.

    Im Fall von Ostafrika war die Problematik abzusehen, reagiert wurde viel zu spät.
  8. #8

    Monopol des Saatguts

    Bei der ganzuen Diskussion darf nicht vergessen werden, dass 4 Firmen weltweit sich das Monopol für Saatgut und Dünger teilen und darauf Patente angemeldet haben. Was heißt, dass der Bauer nicht wie früher Samen für die nächste Ernte aufheben kann, sondern er für jede Aussaat neues Saatgut kaufen muss. Da das Saatgut aber nur mit industr. hergestellten Dünger optimale Erträge bringt, ist er gezwungen auch diesen zu kaufen. Fällt also eine Ernte aus, muss er Kredite aufnehmen, um neues Saatgut zu kaufen. Früher wurde diese von der Regierung (COOPS, usw.) den Bauern kostenlos gegeben und mit der Ernte verrechnet.

    Im Zuge der Globalisierung wurde, auf Drängen des IMF, diese Aufgabe durch international tätige Bankkonzerne übernommen. Und die wollen Geld sehen, egal ob die Ernte gut war oder nicht.

    Um diese Kredite bedienen zu können oder um überhaupt etwas für die Ausbildung der Kinder zahlen zu können, müssen viele Bauern ihre Werkzeuge verkaufen. Leider wurde den Ländern - wieder von der IMF - oft das Gewehr auf die Brust gesetzt: als Entwicklungsland können sie es sich nicht leisten keine Schulgelder zu erheben.

    Zur Situation in Somalia: Es kam gerade den USA und auch anderen Ländern recht, dass das Land nicht funktioniert. Wenn man sich den zeitlichen Rahmen mal anschaut, war es gerade auf der Höhe der Globalisierung und am Ende des kalten Krieges, dass das Land zusammenbrach.

    Die z.Z. statt findenden Angriffe auf die Al-Shabaab von Kenia und Äthiopien dienen nur dazu das Land zwischen sich aufzuteilen.


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