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Osmosekraftwerk: Grüner Strom aus süßem Wasser

StatkraftDie Technik ist bestechend: Ein Osmosekraftwerk nutzt den unterschiedlichen Salzgehalt von Süß- und Meerwasser - und produziert so Strom. In Norwegen steht die bislang einzige Anlage, nun suchen Forscher weltweit nach weiteren Standorten.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...823820,00.html
  1. #30

    verlesen

    Zitat von myleskantor Beitrag anzeigen
    Wir lesen: Pro m² erielen wir 3Watt
    Es gibt eine Versuchsanlage mit 700MW= 700.000.000 Watt
    Ich brauche also 233Mio m². Das ist eine Fläche von mehr als 15km im Quadrat.
    Gut, die Membranen werden ja wohl hochkant eingebaut. Trotzdem der Wahnsinn in Dosen...
    Da haben SIe sich wohl verlesen. Über die Leistung des norwegischen Versuchskarftwerkes steht im Artikel nichts (außer den 3W/m²). Die 700MW bezogen sich auf ein fiktives Kraftwerk an der Elbmündung, bei maximaler Ausnutzung des Elbewassers).

    Für 2015 ist ein 25MW Kraftwerk geplant.
    Osmosekraftwerk

    D.h. das Prototy-Kraftwerk liegt wohl noch deutlich darunter. Habe gerade noch mal gesucht und gefunden. Das aktuelle Kraftwerk liegt bei 2-4MW:
    Erneuerbare Energien: Norwegen nimmt erstes Osmosekraftwerk in Betrieb | Wissen | ZEIT ONLINE
  2. #31

    OSMOSE -- Totes Meer

    500 m³ per sec, dass macht einem Zufluss von 15 Mrd m³ per anno.
    Yamuk und Jordan schaffen in etwa 1 Mrd Kubikmeter, wenn sie nicht aus bekannten Gründen als Rinnsal ins Meer fliessen würden. Da dass Meer in etwa 1000 kM² an Fläche aufweist, könnte man annehmen, dass ein Gleichgewicht zwischen Verdunstung und Zufluss bestand, in etwa 1.0 - 1.5 m³ pro m² Wasseroberfläche.
    Da erscheint ein Anstieg des Wasserspiegels von 15 m/anno doch etwas hoch gegriffen zu sein. also 50 m³/sec erscheint mir realistischer.
    Selbst wenn ich die 180 m Höhenunterschied, die es zunächst zu überwinden gilt, durch 500 M Gefälle T.M. kompensieren vermag, erscheint mir eine Dauerleistung von 4,3 GW als recht optimistisch.
    zum Grusse
  3. #32

    Keine gute idee

    Zitat von Michael.Kohlhaas Beitrag anzeigen
    Die nordhessische Kaliindustrie leitet noch jahrelang unverdrossen Salzlauge aus der Produktion in die Werra ein und hat für die Zeit danach eine Pipeline ins Auge gefaßt, mit der die Lauge in die Weser geführt werden soll.

    Man könnte jetzt natürlich auf die Idee kommen, all diese Lauge NICHT mehr einfach in den Fluss zu leiten, sondern statt dessen einen künstlichen Salz-Stausee mit einem Osmosekraftwerk anzulegen ... aber das wäre ja "out of the box" gedacht.
    Da das Wasser von der Süsswasserseite zur Salzwasserseite fließt, würde man so die Menge der zu entsorgenden Salzlauge nur vergrößern.
  4. #33

    Wohin mit den riesigen Mengen

    Zitat von QPDO Beitrag anzeigen
    Eine Frage die mir als Nordthüringer sofort in den Sinn kommst ist: Warum denn nur am Meer? Es gibt in Deutschland erschlossene Salzstöcke in denen ohne Probleme Laugen erzeugt werden können, die Salzwasser wie Fruchtschorle wirken......
    an Salzlauge, die dabei entstehen? Das Wasser fließt nur von süß nach salzig!
  5. #34

    Zitat von DerNerd Beitrag anzeigen
    Bitte was? Ich empfehle zuerst den Artikel nochmal zu lesen und sich anschliessend mit Osmose (auch Wiki) zu beschäftigen. Dann würden Sie nicht Zeit damit verschwenden solch einen Unsinn zu schreiben.
    Wenn überhaupt, wird das Salzwasser verdünnt, was aber an Flussmündungen sowieso passiert, ob mit oder ohne Kraftwerk.
    Nun dann kann ich den selben Hinweis direkt an Sie zurückreichen, und Ihnen empfehlen meinen kompletten Beitrag zu lesen bevor Sie anfangen Ihn niederzumachen.

    Ich habe auf einen Beitrag geantwortet, der Vorschlug Salzlauge aus den fossilen Salzeinlagerungen von Salzstöcken zu produzieren und damit Osmosekraftwerke zu betreiben.
    Das dieses Salz jedoch über Jahrmillionen dort eingelagert wurde und bei der Einlagerung die Meere entsalzt wurden, erschliesst sich sicher auch Ihnen. (Was im Übrigen auch durch aktuelle Forschungen belegt wurde)
    Und das auch die Lauge irgendwann so stark verdünnt ist, dass man damit kein Kraftwerk mehr betreiben kann, sollte auch klar sein denke ich. Die Frage die sich dann stellt ist, was macht man dann mit der Lauge? Eine "Endlagerung" und damit eine drohende Verunreinigung (Verbrackung) von Grundwasser oder "einfach" ins Meer leiten und damit den Salzgehalt der Ozeane steigern?

    Wir reden hier ja nicht von ein zwei Tonnen Salz sondern von ganz anderen Größenordnungen.(etliche Millionen Tonnen im Jahr bei effektiver Nutzung). Das nimmt schon erheblichen Einfluß auf den Leitwert des Meerwassers denke ich.

    Und auch das fossile Salz ist irgendwann mal verbraucht..
  6. #35

    Superidee,

    Zitat von valinor Beitrag anzeigen
    Wenn Osmose die Würstchen zum Platzen bringt, sollten sie dann nicht auch schon bei 65°C platzen, eventuell zeitlich verzögert? Schließlich ändert die Temperatur nichts am Salzgehalt. Öffnen sich die "Pellenporen" erst ab eine bestimmten Temperatur? Lässt sich die temperaturgesteuerte Pellenpore wirtschaftlich ausschlachten? Kann darüber mal schnell eine Dissertation zusammenkopiert werden?
    denn: das Innere der Leberwurscht ist noch gänzlich unerfurscht! Das hat aber wohl eher was mit der Brownschen Molekularbewegung zu tun, die den Energieeintrag in Etwas als "Wärme" fühlbar macht. Dann huschen die Wassermoleküle wohl lieber und schneller in die Wurst, was am Ende die stärkste Pelle nicht mitmacht.

    Aber grundsätzlich: Klasse Sache - machen, bauen, tun! Wenn man da soviel Geld reinpumpen würde wie seinerzeit in die Atomkraft, wären wir in 10 Jahren schon ne ganze Ecke weiter.
  7. #36

    hm...

    Zitat von Thermodynamix Beitrag anzeigen
    an Salzlauge, die dabei entstehen? Das Wasser fließt nur von süß nach salzig!

    verdünnen??? Meersalz extrahieren um es als Flor de Atlantique teuer zu verkaufen... ?? Oder rundrum Meersalzbäder mit Hamam errichten. Das schafft Wohlgefühl, Arbeitsplätze und ist ökologisch voll vertretbar.
  8. #37

    Zitat von Arno Nühm Beitrag anzeigen
    Vielleicht möchte man keine Salzlauge ins Meer leiten...
    Warum? Salz ist eh im Meer


    Zitat von dernurbs Beitrag anzeigen
    ...
    Wir reden hier ja nicht von ein zwei Tonnen Salz sondern von ganz anderen Größenordnungen.(etliche Millionen Tonnen im Jahr bei effektiver Nutzung). Das nimmt schon erheblichen Einfluß auf den Leitwert des Meerwassers denke ich.
    ...
    Auch Millionen Tonnen bewirken kaum etwas denn
    Menge des Wassers Welt: 1,4*10^9 km^3 (oder 1,4*10^18 m^3)
    Anteil Salzwasser 96,5% (grob vereinfacht könnte man sagen = Meerwasser)
    Wasser
    Durchschnittlicher Masseanteil Salz 3,5%
    Meerwasser

    0,965*0,035*1,4*10^18=4,7285 × 10^16 Tonnen Salz im Meer

    http://www.wolframalpha.com/input/?i=0.965*0.035*1.4*10^18

    da machen Größenordnungen von 10^6 Tonnen nichts.

    Allerdings könnte man auch neben solche Kraftwerken am Meer große Salinen anlegen die den Eigenbedarf decken.

    So würde nur Salz ins Meer zurückgegeben das ihm entnommen wurde.
    Das wäre dann über den Umweg Salz eine Form der Sonnenenergiespeicherung.

    Platzbedarf könnte eine Problem werden
  9. #38

    Zitat von myleskantor Beitrag anzeigen
    Wir lesen: Pro m² erielen wir 3Watt
    Es gibt eine Versuchsanlage mit 700MW= 700.000.000 Watt
    Ich brauche also 233Mio m². Das ist eine Fläche von mehr als 15km im Quadrat.
    Gut, die Membranen werden ja wohl hochkant eingebaut. Trotzdem der Wahnsinn in Dosen...
    "So passen in einen Kubikmeter Volumen rund tausend Quadratmeter, was einer Leistung von drei Kilowatt entspricht. Damit ließe sich beispielsweise ein Elektroherd betreiben." wer Lesen kann ist .... usw.
  10. #39

    Wer rechnen kann auch

    Zitat von myleskantor Beitrag anzeigen
    Wir lesen: Pro m² erielen wir 3Watt
    Es gibt eine Versuchsanlage mit 700MW= 700.000.000 Watt
    Ich brauche also 233Mio m². Das ist eine Fläche von mehr als 15km im Quadrat.
    Gut, die Membranen werden ja wohl hochkant eingebaut. Trotzdem der Wahnsinn in Dosen...
    Zitat von welde Beitrag anzeigen
    "So passen in einen Kubikmeter Volumen rund tausend Quadratmeter, was einer Leistung von drei Kilowatt entspricht. Damit ließe sich beispielsweise ein Elektroherd betreiben." wer Lesen kann ist .... usw.
    Bezogen auf ein 700 MW Kraftwerk hat myleskantor richtig gerechnet.
    Und Sie haben richig zitiert. Was soll da der SPruch mit "Wer lesen kann ..."?

    Rechnen wir doch ein bischen weiter:
    Ihre zitierten 3kW benötigen 1000m² Membranfläche und dafür 1m³. D.h. jede Schicht (bestehend aus Süßwasser, Membrane, Salzwasser) ist 1mm dick.
    Für ein 700 MW Kraftwerk wäre demnach ein Volumen des Membranapperates von 233.333m³ nötig. das entspricht einem Würfel von 61m Kantenlänge. Ganz schön groß, wenn Sie mich fragen.

    Weiter mit dem Salzgehalt. Unterstellen wir, dass die Leitung proportional zur Salinitätsdifferenz ist. Im Artikel heißt es:
    "Das Meerwasser hat einen Salzgehalt von knapp vier Prozent, im Toten Meer liegt die mittlere Konzentration bei 28 Prozent - mehr als genug für die Osmose. Nach den Berechnungen der Heidelberger Forscher würde ein Osmosekraftwerk in der Region 4,3 Gigawatt Leistung erreichen, wenn der Zufluss bei 500 Kubikmetern je Sekunde liegt." das ergibt eine Salinitätsdifferenz von 28%-4% = 24%
    "Normales" Meerwasser hat einenSalzgehalt von ~3,5%; rechnen wir mal mit 4%. Dann erhalten wir:
    (24%/4%) * (700MW/4300MW)* 500m³/s = 488m³/s für das 700MW Kraftwerk. Die Elbe transportiert ~870m³/s in die Nordsee (Elbe).

    Das bedeutet, dass mann dmehr als die Hälfte des gesamten Elbewasser an der Mündung durch das Kraftwerk schleusen müsste!!
    Ein mindestens technisch und baulich ambitioniertes Vorhaben, sollte man es jemals umsetzen wollen.








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