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Oslo: Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo

Die Entscheidung wurde mit Spannung erwartet:*Der chinesische Dissident Liu Xiaobo erhält den diesjährigen Friedensnobelpreis.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...722008,00.html
  1. #150

    Friedensnobelpreis fuer

    ... Liu Xiaobo. Warum nicht ?

    Ich habe leider keine Persoenlichkeit gefunden, die im letzten Jahr zum Beispiel einen hervorragenden Beitrag zu
    folgenden Konflikten begetragen haette.

    Nord- Suedkorea (Wiedervereinigung ein Traum?)
    Indien Pakistan (Ueber Genersationen aufgebautes Misstrauen)
    China Thaiwan (Gebietsansprueche wegen Rohstoffe?)
    Israel Palistina, Tuerkei Kurden Irak (Heimatlandfrage!)
    u.s.w.

    Deshalb ging der Fiedensnobelpreis einmal mehr an einen
    Systemkritiker (Politiker) mangels Masse an starken Personen
    welche sich fuer echte Konflikte stark machen und diese dann
    wenigstens teilweise loesen.
  2. #151

    ....

    Zitat von Incubus6 Beitrag anzeigen
    kann ich nur voll zustimmen. Versteh auch nicht, welche Leistung darin bestehen soll die Regierung zu kritisieren. Machen in Deutschland jeden Tag tausende Menschen.
    Ich hoffe, das war Ironie. Ansonsten wäre es nämliche völlige Ahnungslosigkeit über das was es bedeutet in bestimmten Systemen die Regierung zu kritisieren.
  3. #152

    Bravo

    Ein Bravo! weniger wegen der Entscheidung für Liu Xiabo als vielmehr die GEGEN Kohl. Der große Geldeintreiber der CDU hätte wohl eher den Wirtschaftsnobelpreis verdient...
  4. #153

    Wir?

    Zitat von swiss3 Beitrag anzeigen
    E-Mail einer chinesischen Freundin: "Weshalb habt ihr im Westen immer das Gefühl, uns sagen zu müssen, was wir zu tun haben? Das wissen wir selbst."
    Wieso "wir im Westen"? Liu ist Chinese.

    Es gibt in China eine eigenständige kritische Bewegung gegen den Sozialismus - die als Ableger des Westens darzustellen und sich gegen die "Bevormundung" zu wehren, ist eine (zugegebenermaßen beliebte) Strategie der herrschenden Klasse, diese Kritiker verächtlich zu machen.
  5. #154

    Die gleichen Argumente wie Südafrika als Mandela im Knast war

    Zitat von Chinainteressierter Beitrag anzeigen
    ...Was glaubt man also mit dieser Entscheidung also erreichen? Das Ergebnis wird genau das Gegenteil sein: Die Abneigung gegen den Westen wird bei vielen Chinesen weiter wachsen ("Die wollen uns reinreden"), mindestens Norwegen wird die Entscheidung wirtschaftlich zu spüren bekommen, und die chinesische Regierung wird in Zukunft noch härter gegen die Beteiligten Personen vorgehen...
    wenn china "die harte schiene" fährt, dann könnte das die westliche welt doch veranlassen dies ebenfalls zu tun, mich stört es schon lange dass viele elektrogeräte die ich kaufe gar nicht ohne ein "made in china" zu bekommen sind. ich zahle gerne etwas mehr wenn ich weiss, das ich keine diktatur unterstütze!
    und die meisten die ich kenne sehen das genauso, wenn wir über dieses thema reden!

    die diktatur in südafrika war erst dann zuende, als der boykott ausgerufen wurde. ich glaube nicht dass es gut ist wenn auch ich als demokrat faktisch dazu gezwungen werde chinesische produkte kaufen zu müssen (suchen sie mal bei media markt eine computermaus ohne made in china, ich hab das getan - es gibt nichts) und damit china zu unterstützen. ich würde lieber "made in india" etc kaufen, dort gibts genauso billige arbeiter und indien hätte unser westliches geld genau so nötig wie china und bei indien hätti ich nicht das gefühl auch noch von meinen technischen etc. gebrauchsgütern (ersatzteilen, zubehör) von diktatoren abhängig zu sein.
  6. #155

    Meinungen sind wie....

    Zitat von toskana2 Beitrag anzeigen
    Eine politische Entscheidung.
    Damit will der Westen China das Tempo der inneren Veränderungen vorgeben.

    Ein bisschen arrogant ist das schon!
    Finde ich auch, klar, der Nobelpreis wurde nicht an Wen verlieren weil der trotz groesster Gefahr fuer sein persoenliches Wohl tapfer fuer Menschenrechte im Land kaempft.

    Nein, "Der Westen" will was vorgeben.

    Total nachvollziehbar, ihr Beitrag...
  7. #156

    Gute Entscheidung

    Das war eine gute Entscheidung, die hoffentlich die chinesische Zivilgesellschaft weiter stärken wird.
  8. #157

    Andere Verhältnisse

    Zitat von realpirate Beitrag anzeigen
    Hat gar nicht lange gedauert bis der erste kosmopolit die " china ist ja soo anders" masche reitet, ueber die grauenerregenden folgen dieses preises unkt und goennerhaft feststellt, das er ja leider mehr schade als nuetze.
    Ja, China ist anders. Wofür werden denn diese Preise vergeben? Als Selbstzweck?

    Mit der jetzigen Regierung hat China nun mal einen - in der Geschichte beispiellosen - Aufstieg erlebt. Chinas Regierungsform hat in der momentanen Situation eine Reihe von Vorteilen. Warum meinen wir uns das Recht herausnehmen zu wollen, China unsere westliche Demokratie aufzuzwingen. (was mit dieser Preisvergabe letztendlich indirekt versucht wird)

    China hat und wird sich mit der Zeit verändern, aber in kleinen Schritten. In Demokratie genau wie bei Menschenrechten. Wird sollten uns - schon aus Eigeninteresse - nicht in den Prozess einmischen.
  9. #158

    ein bisschen Verar...?

    Zitat von town621903 Beitrag anzeigen
    China ist die größte Diktatur der Welt ...
    ... und die Begeisterung westlicher Manager über China hat in erster Linie damit zu tun, daß Arbeitsnehmer dort nur sehr wenige Rechte haben. Schade, daß es nicht noch mehr Preise vom Rang eines Friedensnobelpreises gibt.
    Solche Preise würden, selbst wenn es sie massenhaft gäbe, genau wie dieser Preis, nie und nimmer an die verliehen, die sich für die Rechte der Arbeiter gegen (westliche) Unternehmen einsetzen.
    Schon mal bemerkt, oder ist Ihnen dieser doch recht augenfällige Fakt entgangen?
  10. #159

    Pfft

    Zitat von roland.vanhelven Beitrag anzeigen
    jetzt haben wirs - der nobelpreis ist politisches mittel geworden. der preis fuer Obama war ja schon ein witz. Alfred Nobel wuerde sich im grabe umdrehen...
    Das ist er doch schon längst! Ebenso der Literaturnobelpreis. Bereits zu Zeiten eines Carl Ossietzky wollten die Norweger unliebsamen Diktaturen die rote Karte zeigen. Wenn die Preisträger solch integre Persönlichkeiten wie Liu Xiaobo oder früher Nelson Mandela sind, ist dagegen auch nix einzuwenden. Staaten, die wie das 3. Reich, die SU oder jetzt die Volksrepublik in Wahrheit gigantische Arbeitslager sind müssen zumindest symbolisch immer mal eins auf die Mütze kriegen. Leider ist aber der Friedensnobelpreis tatsächlich seit Jahrzehnten geschändet und nix mehr wert. Durch solche Preisträger, wie Kissinger, Arafat und Begin, Kriegstreibern und Verbrechern, die erst dann zu friedlichen Mitteln griffen, als sie ihre angezettelten Kriege zu verlieren drohten. Somit sollte das Preisgeld dafür in Form von Klopapier rausgegeben werden. Damit man sich den Hintern mit diesem Preis abwischen kann.


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