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Oslo: Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo

Die Entscheidung wurde mit Spannung erwartet:*Der chinesische Dissident Liu Xiaobo erhält den diesjährigen Friedensnobelpreis.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...722008,00.html
  1. #140

    Es gibt immer zwei Sichtweisen

    Zitat von swiss3 Beitrag anzeigen
    E-Mail einer chinesischen Freundin: "Weshalb habt ihr im Westen immer das Gefühl, uns sagen zu müssen, was wir zu tun haben? Das wissen wir selbst."
    Es gibt immer zwei Sichtweisen: die der Betroffenen und die der Außenstehenden. Es ist für beide Seiten sinnvoll, die jeweils andere Sichtweise zu kennen. Das hat nichts damit zu tun "sagen zu müssen, was zu tun ist" sondern ist ein ganz natürlicher Prozess, dass man sich eine Meinung über andere Systeme bildet. Das wird in China nicht anders sein. Und die andere Meinung nicht hören zu wollen, ist eher ein Zeichen davon, dass man Angst davor hat, dass die eigene Handlungsweise über den Tellerrand hinaus nicht bestehen kann. Ansonsten könnte man doch auch interessiert daran sein, wie "der Westen" denkt, oder?
  2. #141

    erzwungener Titelplatzhalter-unsinnig

    Zitat von tao chatai Beitrag anzeigen
    Geringverdiener in China koennen sich die Buecher aus Hong Kong auch hier umsonst runterladen.
    Nicht umsonst hat China die meisten Internetanschluesse.

    http://www.book2down.com/search-Wild%20Geese/

    nur nicht aufregen den Aermsten in China gehts besser als dem Deutschen Mittelstand (*groeoeoeoehl*)regiert mit Bimbekoffern (*groeoeoeoeoeoel*)
    China hat auch die meisten zensierten Internetanschlüsse:-)
  3. #142

    China ist die größte Diktatur der Welt ...

    ... und die Begeisterung westlicher Manager über China hat in erster Linie damit zu tun, daß Arbeitsnehmer dort nur sehr wenige Rechte haben. Schade, daß es nicht noch mehr Preise vom Rang eines Friedensnobelpreises gibt.
  4. #143

    Wieso eigentlich Friedensnobelpreis

    Also wenn das Nobelpreiskommitee erreichen wollte, dass es jede Menge Diskussionen gibt, dann haben sie das erreicht. Aber wie schon viel vorher hier gefragt haben: Wie wird die Entscheidung begründet? Es gibt sicherlich in Afrika und Palestina oder anderen Kriegsgebieten Menschen, die WIRKLICH etwas für den Frieden getan haben.
    Was ich gut finde ist, dass mittlerweile Menschen ausgezeichnet werden, die Zeitnah Dinge tun.
    Aber, auch wenn man dem "Dissidenten" Respekt zollen mag (ich weiss zu wenig über ihn) oder Chinas Politik kritisieren mag, hat das in meinen Augen nichts mit Frieden stiften oder unterstützen zu tun.
    Und alle die meinen es wäre ja so schrecklich was in China abgeht, sollten mal in den Kriegsgebieten in Afrika schauen oder Irak oder Afghanistan. Oder auch nur der ewige Konflikt Israel Palestina.
    Und wenn es um Meinungsfreiheit und Regimkritik gegenüber China gibt, gibt es einen weitaus einfacheren Weg des Protests, den jeder einzelne gehen kann. Kauft keine chinesischen Waren und es wird sich in sehr kurzer Zeit etwas tun (falls es genügend Menschen gibt die das für sich entdecken).
    Aber ansonsten ist für mich unverständlich was a der Friedensnobellpreis mit der Regierungsform von China zu tun hat und b warum soviele sich darüber ärgern oder freuen, dass er einem Regimkritiker verliehen wurde.
  5. #144

    Jubelchinese?

    Zitat von tao chatai Beitrag anzeigen
    Der wird den Preis wegen dem Geldsegen nicht ablehnen und sich in die Reihe mit dem Terroristen Dalai Lama und den Massenmoerder Gore (Yugoslavien) Obama (Iraq & Afghanistan) stellen.

    Uebrigens war Liu Xiaobo bis man ihm Bimbes aus den USA angetragen hat ein Studentenfuehre der sich gegen die Erneuerung Chinas ausgesprochen hatte.

    Die wirklichen Friedensbringer in unserer Zeit sind das Standing Comity der CPC der Praesident China Hu Jintao und We Jiabao der Primeminister!
    Der Dalai Lama ist ein friedlicher und friedensliebender Mensch, Al Gore ein weitsichtiger, der auch seine eigene Landleute wachgerüttlt hat. Barack Obama ist einer, der Menschen verbinden will statt sie zu trennen.
    Die von ihnen so gelobte Chinesische Regierung hält sich an keine Abmachung und droht nach wie vor Taiwan mit Krieg.
  6. #145

    Sehr gut!

    Diesmal eine sehr gute Entscheidung. Das Kommittee hat sich dem Druck Chinas nicht gebeugt.

    Und wie ich gestern richtig vermutete, hat Kohl keine Chance, denn i.d.R. hat den Friedensnobelpreis niemand bekommen, dessen Name vorher gerüchteweise kursiert, so auch diesmal. Wobei ich zugeben muss, dass Xiabao auch schon zum engen Kreis der Favoriten zählte.
  7. #146

    Respekt

    Zitat von HerrPausB Beitrag anzeigen
    Ein Schlag in die Fratze der chinesischen Diktatur. Kein Kotau vor den Pseudo-Kapitalismus-Kommunisten. Menschenrechte sind universell.
    Der Mut des Nobelkomitees ist zu bewundern. Natürlich ist dieser Preis eine weise Entscheidung und wir alle sollten uns fragen, wie wir mit einem Land umgehen, in dem einen die erbärmliche Fratze des größten Massenmörders aller Zeiten auf dem Geldschein und auf dem Hauptplatz anglotzt. Ob uns also das Billigspielzeug und die Billigklamotten, die in einer menschenverachtenden Kombination aus Kommunismus, Konfuzianismus und Raubtierkapitalimus hergestellt werden, lieber sind als das Hochhalten der Ideale der Menschenrechte.
    Aber, viele Entscheidungsträger von heute sind damals anno 68 auch mit dem Bild dieses Massenmörders Mao herumgelaufen und haben daher vielleicht ein wenig ein schlechtes Gewissen deswegen.
  8. #147

    frieden ?!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Entscheidung wurde mit Spannung erwartet:*Der chinesische Dissident Liu Xiaobo erhält den diesjährigen Friedensnobelpreis.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...722008,00.html
    m.e. werden diese entscheidungen immer bizarrer und haben mit "frieden" nun schon seit jahren nichts mehr zu tun, wenn ich nur mal an mr. obama denke zb.

    natürlich hat ein dissident seine verdienste und verdient auch würdigung.

    aber der friedensnobelpreis sollte doch bitteschön persönlichkeiten vorbehalten sein die sich um den frieden in der welt verdient gemacht haben.

    es heisst nun mal "friedensobelpreis" und nicht "nobelpreis für alles womit das komitee aufsehen erregen kann".
  9. #148

    Spitzenwitz

    Zitat von mischamai Beitrag anzeigen
    wunderbar und ein hohes Zeichen von Gerechtigkeit.Bewundere den Mut der westlichen Welt der Unterdrückung mal die rote Karte zu zeigen.
    Nö echt?
    Komisch dass nie jemand ausgezeichnet wird, der sich gegen Unterdrückung durch den Westen einsetzt. Das wäre Mut. Die Hofierung von Dissidenten in anderen Staaten ist im besten Falle wohlfeiles Gehabe, im wahrscheinlicheren Falle die Fortzsetzung ökonomischer Auseinandersetzungen mit anderen Mitteln.

    Der Westen spielt sich mal wieder als Demokratisierer und Wahrer der Menschenrechte auf, aber die Menschenrechte sollen natürlich gefälligst auf ganz bestimmte beschränkt sein.
    Menschenrechte der Arbeiter gegen die eigenen westlichen Firmen werden nicht so gerne gesehen und diejenigen, die sie erkämpfen auch weder unterstützt noch ausgezeichnet, sondern möglichst mittels Druck auf das angeblich so verhasste Regime geschwächt.

    Ich zitiere nochmal:
    Chinas Arbeiter haben erstmals das Recht auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag. Auch Abfindungen und gleicher Lohn für Leiharbeit sind seit Anfang des Jahres gesetzlich verankert. Mit dem Arbeitsvertragsgesetz (siehe Seite 44) hat die chinesische Regierung auf die permanenten Streiks reagiert, mit denen sich vor allem Wanderarbeiter häufig mit drastischen Mitteln gegen katastrophale Arbeitsbedingungen gewehrt haben: Sie kletterten auf Hochhäuser und drohten, gemeinsam hinunterzuspringen, zerstörten Maschinen oder besetzten Amtsstuben...

    Die US-amerikanische Handelskammer hatte, nachdem der Staatsrat den ersten noch deutlich weiter gehenden Entwurf veröffentlicht hatte, diesen als Rückkehr zur Planwirtschaft diffamiert und versucht, den Arbeitsrechtsentwurf abzumildern oder ganz zu verhindern. Ihr Argument war, er werde "Chaos in den Arbeitsmarkt" bringen.

    Die Europäische Handelskammer gibt sich auf ihrer Homepage inzwischen äußerst zufrieden mit den neuen Regeln. Doch auch sie hatte gegen "zu arbeitnehmerfreundliche" Regelungen interveniert, für die laut Financial Times Deutschland das deutsche Recht Pate stand.

    http://www.boeckler.de/163_91907.html
  10. #149

    ..

    Zitat von williamx Beitrag anzeigen
    Das ist eine schlechte Entscheidung - aus zwei Gründen:

    1. Das wichtigste Menschenrecht ist das Recht auf ein menschenwürdiges Leben ohne Armut. Die Chinesische Regierung / Partei hat in den letzten 30 Jahren 500 Millionen Menschen aus der Armut befreit. Eine Demokratie haette dies wahrscheinlich nicht geschafft (siehe Afrika / Russland / Indien).
    Das stimmt. Und dieses Menschenrecht hat China in den letzten 30 Jahren tatsächlich für fast alle seine Bürger verwirklicht. Und diese Leistung verdient großen Respekt, keine Frage.

    Das heißt aber nicht, daß man jetzt nicht weitermachen muß. Punkt 1 der Liste ist abgearbeitet, jetzt kann es weitergehen. Wenn die materiellen Umstände gesichert sind, wird die Frage nach den Menschenrechten umso dringender werden.

    Im Übrigen: wieso können Demokratien nicht für die materielle Sicherheit ihrer Bürger sorgen? In den USA, die schon immer eine Demokratie waren, waren die Lebensverhältnisse vor hundert Jahren auch nicht besser als in China vor 30 Jahren. Trotzdem sind die heute das wohlhabendste Land der Erde.

    Zitat von williamx Beitrag anzeigen
    2. Durch die Entscheidung wird China blossgestellt, die Situation der Menschenrechtler im Land selber wird sicherlich nicht verbessert. Die Zeiten haben sich geändert, China ist sicherlich nicht mehr abhängig von uns, sondern eher andersrum. Könnte auch für den Euro schlechte Folgen haben.
    Durch die Entscheidung wird nicht China bloßgestellt, sondern die chinesische Regierung.

    Wer so argumentiert wie Sie, schließt sich letztlich der Rhetorik der KPCh an, die Leute wie Liu als Nestbeschmutzer darstellen will, was sie aber nicht sind. In meinen Augen sind es eher Patrioten, denen es ernsthaft um das Wohlergehen ihres Landes und das ihrer Mitbürger geht, mehr vielleicht als der Partei.

    Kritik an der chinesischen Regierung ist keine Kritik an China - China ist ein großartiges Land und verdient eine bessere Regierungsform.








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