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Oskar Lafontaine: Abgang des linken Mephisto

DPAOskar Lafontaine ist eine Reizfigur, er ist herrisch, populistisch, laut. Sein Auftreten hat ihn zu einem der meistgehassten Politiker der Republik gemacht. Doch er hat mehr bewirkt als die meisten seiner Gegner - vor allem in der Sozialdemokratie.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...834806,00.html
  1. #10

    meistgehasst?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Oskar Lafontaine ist eine Reizfigur, er ist herrisch, populistisch, laut. Sein Auftreten hat ihn zu einem der meistgehassten Politiker der Republik gemacht. Doch er hat mehr bewirkt als die meisten seiner Gegner - vor allem in der Sozialdemokratie.

    Oskar Lafontaines Karriere in SPD und Linke - SPIEGEL ONLINE
    Soso, Lafontaine ist also (in Ihren Augen) einer der meistgehassten Politiker? Sie sollten sich schämen, Herr Walter ...
  2. #11

    Auftrag ausgeführt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Oskar Lafontaine ist eine Reizfigur, er ist herrisch, populistisch, laut. Sein Auftreten hat ihn zu einem der meistgehassten Politiker der Republik gemacht. Doch er hat mehr bewirkt als die meisten seiner Gegner - vor allem in der Sozialdemokratie.

    Oskar Lafontaines Karriere in SPD und Linke - SPIEGEL ONLINE
    Was soll man schon erwarten, wenn die neoliberale Kampfpresse über deren Gegner schreibt?
    Die Fortführung der Dauerkampagne, langweilig und diffamierend.
  3. #12

    nichts bewirkt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Oskar Lafontaine ist eine Reizfigur, er ist herrisch, populistisch, laut. Sein Auftreten hat ihn zu einem der meistgehassten Politiker der Republik gemacht. Doch er hat mehr bewirkt als die meisten seiner Gegner - vor allem in der Sozialdemokratie.

    Oskar Lafontaines Karriere in SPD und Linke - SPIEGEL ONLINE
    Ich finde, er hat nichts bewirkt. Überall ist er davongelaufen. Vielleicht hat er bei Leuten etwas bewikt , die auf populistische Sprüche hereinfallen.
  4. #13

    Hab' ich was übersehen ?

    War Lafontaine nicht der Politiker, der sein 6000 qm Anwesen in Saarbrücken von Schlägern des Milieus bewachen ließ ? (oder noch lässt - weiss ich nicht)
    Der rotes Wasser predigte und in ebendiesem Anwesen reichlich Champagner trinkt ?
    Der aufrechte (linke) Demokrat, der nur dann kandidiert, wenn er der keinen Gegenkandidaten hat ?

    Aber zugegeben - es braucht schon einen excellenten Rhetoriker, um sich dabei als 'aufrechten Linken' zu präsentieren.
    Ansonsten - Adieu Oskar ! - nicht 'Auf Wiedersehen' !
  5. #14

    Soso,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Oskar Lafontaine ist eine Reizfigur, er ist herrisch, populistisch, laut. Sein Auftreten hat ihn zu einem der meistgehassten Politiker der Republik gemacht. Doch er hat mehr bewirkt als die meisten seiner Gegner - vor allem in der Sozialdemokratie.

    Oskar Lafontaines Karriere in SPD und Linke - SPIEGEL ONLINE
    Mephisto,warum nicht gleich der Teufel in Person?Echt ein objektives Medium,dieser Spiegel,fehlt ja nur noch,daß man dem armen Kerl vorwirft,er würde was mit irgendeiner Frau haben...So stelle ich mir politische Berichterstattung vor!Wer ist hier eigentlich der Populist,lieber Autor?
  6. #15

    Zitat von tristanaut Beitrag anzeigen
    Lafontaine war und ist ein kluger und konsequenter Politiker. Darum ist er auch eine Reizfigur, viel mehr noch für Pseudo-Sozialdemakraten der SPD, als für Konservative.
    Eben. Eine CDU hat weniger Angst davor, dass deren Wähler zu (wirklich) linken Parteien überlaufen, als eine vermeintlich - auf jedenfall mal ehemalige linke sPD.
    Das gleiche gilt natürlich auch für die Piraten und die LINKE. Ein LINKE-Wähler wird kaum zur cDU wechseln, zu den Piraten schon eher.
  7. #16

    Sehr guter Artikel

    Ein sehr guter Artikel.
    Allerdings sehe ich Lafontaine noch vielschichtiger:
    Unbestritten ist seine hohe Intelligenz, mit der er nicht nur "Strömungen erkennt" , sondern auch REALE Probleme früher erkannte als Andere - und Lösungen vorschlug.

    Was leider völlig im Artikel fehlt, aber für eine korrekte Würdigung unverzichtbar ist:
    Es war KOHL, und nicht Lafontaiine (!!!) der populistisch und unverantwortlich "blühende Landschaften" versprch, Lafontaine warnte vor den gigantischen Wiedervereinigungskosten und sprach offen VOR DER WAHL seine ZUTREFFENDE Prognose aus, dass die Wiedervereinigung Jahrzehnte an zeit und extrem harte Konsequenzen und Anstrengungen erfordern wird.

    Ich halte ihn für einen der klügsten Politiker Deutschlands - leider jedoch stehen ihm ein paar Sachverhalte zum Erfolg im Weg:
    1) seine Ungeduld und sein Drang, die anderen nach mißlungenen Überzeugungsversuchen (richtiger Konzepte) bei fehlender Zustimmung maximal unter Druck zu setzen, um dennoch zum Ziel zu kommen - typische Eigenschaft hochintelligenter Menschen, welche für die richtige Lösung kämpfen - das führt leicht zum Despotismus und ist kontraproduktiv.
    Seine Kompromisslosigkeit, durchaus auch ein Zeichen von Überzeugungstätern, hat zusätzlich siene Ziele gefährdet.
    2) sein unerträglicher Narzissmus - der stets im Fall des Mißlingens die narzistische Kränkung durch den totalen Krieg und das Hinterlassen verbrannter Erde zur Folge hat. So hat er nach Niederlagen alles versucht, um seine Gegner langfristig doch noch fertig zu machen - selbst um den Preis des Kämpfens GEGEN das Gemeinwohl.
    Beispiel: Kohl hat in seiner letzten Amtszeit nach 12 Jahren des Stillstandes und der Selbstbeweihräucherung WIRKLICH versucht, Reformen umzusetzen.
    LAfontaine hat diese fast ausschliesslich zum Scheitern gebracht, indem kategorisch und systematisch der Bundesrat dank seiner SPD-Mehrheit alle Gesetzesvorlagen ungeachtet ihrer Sinnhaftigkeit abblockte. Kohl und damit auch Deutschland wurden 4 Jahre länger gelähmt als es notwendig gewesen wäre.
    Zweites Beispiel: Sein Desertieren "über Nacht" - nachdem sicherlich das Mobbing von Schröder extrem war.
    Aber welcher Kanzler liest schon gerne in der zeitung , daß es seinem Minister Lafontaine "egal ist, wer unter mir Kanzler wird" ?
    Ich bin davon überzeugt, daß sowohl Lafontaine als auch Wagenknecht so manche richtige Analyse der Schieflage der momentanen Richtung anstellen. Einige alte Vorschläge werden ja sogar von der momentanen r
    Regierung aufgegriffen (Tobin-Steuer) und es gibt sichetrlich noch andere Vorschläge, die mehr als bedenkenswert wären.
    Jedoch schiessen sie mit vielen anderen scheinbaren Lösungen übers Ziel hinaus.

    Die Tragik könnte darin liegen, daß Lafontaine sioch selber die Chance genommen hat, als "Elder Statesman" über Bücher und andere Medien INDIREKT weiterhin (und vielleicht sogar zunehmend) Einfluss auf die Politik zu nehmen - gewissermaßen vom Spielfeldrand aus.
    So, wie das Schmidt und viele andere auch machten.
    Die fatale Mischung richtiger Ideen, frühzeitiger zutreffender Analysen, bisweilen sogar sehr mutiger und riskanter EHRLICHKEIT (wie nach der Wende als Kanzlerkandidat) und seiner offenbar über Jahrzehnte therapieresistenten Persönlichkeitsstörung hat ihm den Weg nach GANZ oben und zur angestrebten Gestaltungsmöglichkeit von Politik unmöglich gemacht.
  8. #17

    wie immer ein wunderbarer artikel von walter.

    danke.

    mehr walter- weniger augstein und fleischhauer.
  9. #18

    Lafontaine

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Oskar Lafontaine ist eine Reizfigur, er ist herrisch, populistisch, laut. Sein Auftreten hat ihn zu einem der meistgehassten Politiker der Republik gemacht. Doch er hat mehr bewirkt als die meisten seiner Gegner - vor allem in der Sozialdemokratie.

    Oskar Lafontaines Karriere in SPD und Linke - SPIEGEL ONLINE
    Ein nicht unfreundlicher Artikel zum (hoffentlich) endgültigen Abschied Lafontaines aus Berlin und der großen Politik.
    Allerdings wurde niemals auch nur ein Quentchen dessen von ihm gefordert, wofür er plädiert hat. Nie musste er für irgendetwas verantwortlich zeichnen und dafür politisch einstehen. Er trug nie überregionale Verantwortung.
  10. #19

    Zitat von nr6527 Beitrag anzeigen
    Was soll man schon erwarten, wenn die neoliberale Kampfpresse über deren Gegner schreibt?
    Die Fortführung der Dauerkampagne, langweilig und diffamierend.
    unsinn- das ist doch ein sehr ausgewogener artikel.

    ich bin als fdp und cdu wähler nicht verdächtig lafontaine zu mögen.
    aber er ist ein anderes kaliber als so -im grunde kleinbürger- wie schröder oder fischer.


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