Forum: Blogs
Oscar-Verleihung 2012: "The Artist" und "Hugo" verführen Hollywood
APSo viel Frankreich war nie: Mit der siegreichen Stummfilm-Hommage "The Artist" und Martin Scorceses fünffach prämierten "Hugo" wurde die 84. Oscar-Verleihung zur französischen Nacht. Beide Filme sind hemmungslos nostalgisch. Aber in der Rückschau liegt auch eine Chance, die Hollywood dringend braucht.
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,817736,00.html
- #1 27.02.2012 07:59 von
Trotzdem
Gratulation an Herrn Wenders, der mit seinem Film eine Hommage an Pina Bausch abgeliefert hat, die bestehen bleiben wird. Das ist auch gut so. In Pina Bausch' s Arbeitsstadt Wuppertal ist der amtierende Oberbürgermeister Jung davon überzeugt, die Entstehungs- und Spielstätte des Wuppertaler Tanztheaters zu schließen und kürzt mal eben 2 Millionen vom Kulturetat, die angeblich nicht mehr zur Verfügung stünden. Da hat eine Stadt mal ein Stück Kulturgut mit weltweitem Renommee und deren politische Führung "betoniert" es dank unseriöser Politik einfach zu.
- #2 27.02.2012 08:09 von
Klasse Flime
die ich mir unbedingt anschauen werde. Meinen Glückwunsch an die französischen Filmemacher! Und dann schaue man sich an was so aus Deutschen Filmwerkstätten kommt, mein Gott! kann man da nur händeringend ausrufen. Die Deutschen können Autos und Maschinen, sie können definitiv nicht Film! Die einzigen herausragenden Filme Deutscher Produktion waren: - Der Seewolf - und - Das Boot -. Auch hat Deutschland schlicht nur drittklassige Schauspieler wie einen Till Schweiger etc. Aber das macht ja auch nichts, man muß ja nicht immer und überall zur Weltspitze gehören! Übrigens machen die Briten zur Zeit auch SEHR gute Filme mit megabösem Humor.
- #3 27.02.2012 08:14 von
danke. ich sehe das auch so.aber: für deutsche kritiker ist nur eines wichtig: umso erfolgloser der film beim publikum, umso erfolgreicher im feuilleton. unsere, intellektuell über allem schwebenden, filmemacher in ihrem elfenbeinturm werden es international wohl niemals wirklich in die erste riege schaffen. da hält man sich eben an auszeichnungen aus den 80ern fest, schreibt den oscar direkt als unwichtige auszeichnung ab, freut sich dann aber doch, es immerhin im bereich kurzdoku oder fremdsprachiger film zumindest auf die nominierungsliste geschafft zu haben. und wenn tatsächlich mal ein solcher oscar gewonnen wurde, dann wird in den deutschen medien direkt vom revival des deutschen films geschwafelt. aber wer braucht schon internationale aufmerksamkeit? wir sind uns doch selbst schließlich genug.
- #4 27.02.2012 08:44 von
Til Schweiger Schauspieler?
Wenn man natürlich Schweiger und seine Nichtfilme als Messlatte für die Qualität deutscher Filme heranzieht, dann schneiden wir in der Tat schlecht ab im internationalen Vergleich. Vielleicht mal die nette Kifferkomödie Lammbock mit dem phänomenalen Moritz Bleibtreu anschauen, dann sieht die Welt schon nicht mehr so düster aus.
- #5 27.02.2012 08:47 von
Was soll's?
Tja - wer's wirklich selber bis zum glorreichen Ende verfolgt hat, ist jetzt wohl noch zu müde zum kommentieren.
Ich hab's nicht gesehen, ebensowenig wie die ganzen Filme, um die es ging - weil ich mir als "Hartzi" leider keine Kinobesuche leisten kann.
Deshalb darf ich mir hier vielleicht den miesepetrigen Kommentar erlauben: Es ist doch eigentlich sowas von Wurscht, wer da jetzt wem welchen Preis zuerkannt hat - solcherlei Veranstaltungen sind doch einfach eine große Verschwendung (ich will gar nicht wissen, wieviel CO2 allein in die Luft gepustet wurde, um die ganzen Leute an den Ort des Geschehens zu befördern), die in diesen harten Zeiten - zumindest für mich - etwas Anstößiges hat.
[aŠÇ das nTÇ]: Stolz wie Oscar - #6 27.02.2012 09:27 von
- #7 27.02.2012 09:28 von
Hmm...
also ich finde weder das the artist in der Geschichte sehr originell ist und die Umsetzung hinsichtlich digitaler Qualität und dadurch "alt" und "nostalgisch" wirkend...hab ich auch schon besser gesehen. Da kann ein Programm auf meinem Telefon ja mehr. Es ist doch so, Hollywood versteht sich immer noch als Traumfabrik, und somit ist es klar das Filme die genau dieses Sujet propagieren dann auch die grossen Gewinner sind. Ein Film wie Shame der das Leben so manch eines Grosstadtneurotikers zeigt, hat da keine Chance. In Zeiten des sozialen Umbruchs und der unsicheren Weltlage versteht sich das Kino immer noch als "Traumfabrik".
An die Kommentatoren über dem deutschen Film, die möchten doch bitte mal an "Das Leben der Anderen" denken. Leider hat Herr von Donnersmarck einen enttäuschenden Nachfolgefilm geleistet über den ganz Hollywood witzelte.... - #8 27.02.2012 10:07 von
- #9 27.02.2012 10:11 von
*gähn*
Weckt mich, wenn Schulzkowski bei den Oscars vorbeischaut, vielleicht wird's dann halbwegs interessant: Link
Die aktuellen Top-Themen
Antworten / Zitieren


