Orlando Cruz: Ein ganz normaler, schwuler Boxer

AFPEs war der erste Boxkampf von Orlando Cruz nach dessen Coming-Out - und der Puertoricaner war gleich doppelt erfolgreich. Mit dem Sieg gegen Jorge Pazos darf er weiter von einem WM-Fight träumen. Mindestens ebenso erfreulich war für ihn jedoch die Reaktion des Publikums.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/sc...-a-862418.html
  1. #1

    na so normal kann er ja nicht sein, zumindest nicht für Spon, sonst würden nicht 2 Artikel dem Mann gewidmet sein.

    Ich glaub's nicht..., was passiert dann wenn sich ein Fussballer outet??
  2. #2

    "Einige religiöse Kreise hätten Cruz für seine Entscheidung kritisiert, berichtet der Journalist."

    "Einige religiöse Kreise" sollten endlich begreifen, dass sie das Privatleben anderer Menschen nichts angeht. Religion ist Privatsache, religiöse Überzeugungen berechtigen niemand dazu, anderen Menschen diese aufzudrängen oder gar die Grund-und Menschenrechte Dritter einzuschränken oder zu relativieren. Weder in den USA noch in Puerto Rico oder in Deutschland. Nirgendwo.
  3. #3

    Endlich....

    ... trauen sich auch Sportler, die im Rampenlicht stehen, sich zu outen.
    Schade dass Homosexualität in unserer doch sehr aufgeklärten Zeit immer noch so häufig als "anders" betrachtet wird!
  4. #4

    Kein Wunder

    Zitat von janne2109 Beitrag anzeigen
    na so normal kann er ja nicht sein, zumindest nicht für Spon, sonst würden nicht 2 Artikel dem Mann gewidmet sein.

    Ich glaub's nicht..., was passiert dann wenn sich ein Fussballer outet??
    Da haben wir ja schon eine Begründung dafür, dass sich wirklich prominente Spitzensportler nicht outen möchten:
    Bei diesem Medienspektakel und den dann zu erwartenden Pöbeleien der Fans (zunächst nur der gegnerischen, bei schwacher Leistung auch der eigenen) in den Stadien ist dies nicht empfehlenswert.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es war der erste Boxkampf von Orlando Cruz nach dessen Coming-Out - und der Puertoricaner war gleich doppelt erfolgreich. Mit dem Sieg gegen Jorge Pazos darf er weiter von einem WM-Fight träumen. Mindestens ebenso erfreulich war für ihn jedoch die Reaktion des Publikums.

    Schwuler Boxer Orlando Cruz freut sich über Reaktion des Publikums - SPIEGEL ONLINE
    Ich fand es super, dass er sich geoutet hat und dass die Fans voll hinter ihm stehen. Habe einen Bericht über ihn im TV gesehen. :) Er zeigt mal wieder eindrucksvoll, dass man kein Hetero sein muss, um ein ganzer Mann zu sein. ;)
  6. #6

    Zitat von eirish Beitrag anzeigen
    ... trauen sich auch Sportler, die im Rampenlicht stehen, sich zu outen.
    Schade dass Homosexualität in unserer doch sehr aufgeklärten Zeit immer noch so häufig als "anders" betrachtet wird!
    Wieso sollte man sie nicht als "anders" betrachten.
    Sie ist es.
    Tolerant ist doch nicht derjenige, der "anders" zu "normal" umdeutet, sondern das "anders sein" erträgt.
  7. #7

    Zitat von rehabilitant Beitrag anzeigen
    Da haben wir ja schon eine Begründung dafür, dass sich wirklich prominente Spitzensportler nicht outen möchten:
    Bei diesem Medienspektakel und den dann zu erwartenden Pöbeleien der Fans (zunächst nur der gegnerischen, bei schwacher Leistung auch der eigenen) in den Stadien ist dies nicht empfehlenswert.
    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es nur ein sehr schmaler Grat ist zwischen dem offenen Umgang damit und der Definition der eigenen Person über die sexuelle Orientierung.
    Ich weiß nicht, ob sich Personen, die das Problem des "Outens" nicht haben, das vorstellen können: Durch das Öffentlichmachen der eigenen sexuellen Orientierung fällt wohl eine ungeheure Last von den Allermeisten ab, hauptsächlich bestehend aus dem vorhergehenden jahre- oder gar jahrzehntelangen Doppelleben als versteckter Schwuler und der Angst vor den Folgen eines Outings (d. h. von Freunden und Verwandten verstoßen zu werden). Diese Sorgen fallen mit einem Mal weg; man fühlt sich zum ersten Mal so richtig frei - man hat das Gefühl, man "weiß, wer man ist" - und möchte am Besten herausschreien und jedem erzählen, dass man "Andersrum" ist. Tatsache ist jedoch, dass es die Meisten gar nicht interessiert und auch in vielen Bereichen - z. B. am Arbeitsplatz - kein wirkliches Thema sein sollte.

    Noch schwerer ist es wohl in der Öffentlichkeit, da man, sobald der Vorhang gehoben wurde, keine Kontrolle mehr über die Verbreitung der Nachricht hat und es die Medien nach Belieben ausschlachten.

    Meine Hoffnung ist, dass Herr Cruz und die Medien ab sofort wieder völlig "normal" weitermachen und das Wort "sdchwul" in Zusammenhang mit seiner Person nicht mehr so schnell auftaucht. Er ist ein Boxer - möge er uns auf diese Weise zeigen, was er kann, und der Öffentlichkeit durch die Anzahl seiner errungenen Siege und Titel in Erinnerung bleiben und nicht durch seine sexuelle Orientierung.
  8. #8

    was soll das?

    Zitat von janne2109 Beitrag anzeigen
    na so normal kann er ja nicht sein, zumindest nicht für Spon, sonst würden nicht 2 Artikel dem Mann gewidmet sein.

    Ich glaub's nicht..., was passiert dann wenn sich ein Fussballer outet??
    muss man Spon fragen.
    Der Typ boxt und gut. Ob er an Gott glaubt, Schwul ist, hochhackige Schuhe in der Badewanne trägt oder sonst was in seinem Privatleben macht geht niemanden etwas an.
    Warum wird nicht einfach übers Boxen berichtet?
    Ach und beim Fussballer geht es dann auch nicht mehr um Fussball....
  9. #9

    Zitat von spon-facebook-10000283853 Beitrag anzeigen
    Wieso sollte man sie nicht als "anders" betrachten.
    Sie ist es.
    Tolerant ist doch nicht derjenige, der "anders" zu "normal" umdeutet, sondern das "anders sein" erträgt.
    Erträgt? Das hört sich nach einer schweren Last an. Es scheint für Sie eine echte Bürde zu sein mit der Vielfalt der Menschen klar zu kommen.

    Anders zu sein ist normal, denn jeder Mensch ist anders.