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Orient-Comic "Habibi": Dürfen's ein paar Haremsdamen mehr sein?

So sehnsüchtig wie Craig Thompsons "Habibi" wurde kaum ein Comic erwartet. Doch der vielfach preisgekrönte Zeichner hat sich an*seiner 700 Seiten starken Liebesgeschichte aus dem Orient leider ziemlich verhoben -*denn er*lässt*fast kein Arabienklischee aus.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...789068,00.html
  1. #1

    Abstoßend

    Ich muss sagen, die ersten Seiten des Comics, die unter "Bildergalerie" erscheinen sind durchweg abstoßend.

    Ein kleines Kind wird einem alten Mann verkauft, der es sexuell missbraucht.

    Einfach nur abstoßend, falsch und verurteilenswert.

    Es mag manche Leser geben, die dabei die Schultern zucken und sagen: So ist das halt.

    Ich kann das nicht. Es ruft in mir die Empörung wach.
  2. #2

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    So sehnsüchtig wie Craig Thompsons "Habibi" wurde kaum ein Comic erwartet. Doch der vielfach preisgekrönte Zeichner hat sich an*seiner 700 Seiten starken Liebesgeschichte aus dem Orient leider ziemlich verhoben -*denn er*lässt*fast kein Arabienklischee aus.

    http://www.spiegel.de/kultur/literat...789068,00.html
    Eine detailreiche und (vom Erzählstil her) prächtig farbenfrohe Geschichte mit "trivialem Kern"?

    Klingt für mich wie der Inbegriff des orientalischen Märchens, das anders als die europäischen Märchen eben keine Moral von der Geschicht beinhalten, sondern einfach nur die Lust am Erzählen vereint.
  3. #3

    ...

    Zitat von Roque Spiegel Beitrag anzeigen
    Eine detailreiche und (vom Erzählstil her) prächtig farbenfrohe Geschichte mit "trivialem Kern"?

    Klingt für mich wie der Inbegriff des orientalischen Märchens, das anders als die europäischen Märchen eben keine Moral von der Geschicht beinhalten, sondern einfach nur die Lust am Erzählen vereint.
    Und wer sagt Ihnen, dass es in orientalischen Geschichten keine Moral gibt? Noch nie etwas von Rumi gelesen? Oder von Farid ud-Din Attar? Aber was erwarten Sie denn von einem Amerikaner, der eine Geschichte erzählt aus einer Kultur, die nicht seine ist? Umgekehrt, wenn heute ein Schriftsteller aus einem orientalischen Land typisch europäische Geschichten erzählen will, ist das meist genauso schlecht (siehe Salman Rushdie). Wenn Sie etwas authentisches wollen, sollten Sie sich an die Schriftsteller und Künstler aus dem jeweiligen Land halten. Anders sieht es natürlich mit persönlichen Erlebnisberichten aus, da kann es umgekehrt ganz interessant sein, wenn jemand aus einem Land berichtet, das nicht das eigene ist. Wenn Sie so etwas interessiert, habe ich hier einen Link für Sie: http://indosolar.wordpress.com
  4. #4

    Klischees

    entstehen aus Beobachtung der Wirklichkeit und beinhalten in der Regel mehr als nur ein Körnchen Wahrheit.
    Willkommen in der Realität für alle Abgestoßenen!
  5. #5

    Orient Comic und Klischees

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    So sehnsüchtig wie Craig Thompsons "Habibi" wurde kaum ein Comic erwartet. Doch der vielfach preisgekrönte Zeichner hat sich an*seiner 700 Seiten starken Liebesgeschichte aus dem Orient leider ziemlich verhoben -*denn er*lässt*fast kein Arabienklischee aus.

    http://www.spiegel.de/kultur/literat...789068,00.html
    Ha, das ich nicht lache! Wer redet hier von Klischees und Mißbrauch derer in dem Buch? Klar, nicht das Handeln der breiten Masse, sondern einiger vieler absonderlicher Mitbürger in diesen Ländern, geben den Ausschlag für das was wir im Abendland denken und fühlen wenn es um das Morgenland geht. Aber nach vielen Jahren dort behaupte ich, dass es diese Klischees gibt und leider die breite Mehrheit zuschaut und nichts dagegen tut! Es ist eine ziemlich zweizüngige Gesellschaft, genau wie bei uns in anderer Hinsicht!
  6. #6

    Jedem das seine

    Jedem Künstler sein eigener Stil, aber die paar Beispiel-Seiten fand ich jetzt eher schwach.

    Das ist vom Stil her einfach ein Eisner-Imitat, sowohl bei Seiten-Aufteilung, Zeichen-Stil, Bild-Perspektiven und Gestik. Wenn man in den eigenen Grenzen des Könnens recht eingeschränkt ist, dann ist das kein Problem. Mein eigenes handwerkliches Können ist bei weitem nicht so fortgeschritten wie das von Tompson.
    Aber das Entwickeln eines eigenen Stils sollte man als eigenständiger Comic-Autor dann eigentlich doch schon zu stande bringen. Selbst die Japaner, die in der Regel ihre Werke schön gleichmäßig in die breite Masse des Marktes eingliedern, schaffen es immer wieder eigene Akzente zu setzen, die mit halbwegs geübtem Auge sofort wieder zu erkennen sind.
    Einen anderen Künstler einfach nur zu imitiaren hat was Plagiat-haftes an sich.
  7. #7

    ..

    Zitat von Sheherazade Beitrag anzeigen
    Und wer sagt Ihnen, dass es in orientalischen Geschichten keine Moral gibt? Noch nie etwas von Rumi gelesen? Oder von Farid ud-Din Attar? Aber was erwarten Sie denn von einem Amerikaner, der eine Geschichte erzählt aus einer Kultur, die nicht seine ist? Umgekehrt, wenn heute ein Schriftsteller aus einem orientalischen Land typisch europäische Geschichten erzählen will, ist das meist genauso schlecht (siehe Salman Rushdie). Wenn Sie etwas authentisches wollen, sollten Sie sich an die Schriftsteller und Künstler aus dem jeweiligen Land halten. Anders sieht es natürlich mit persönlichen Erlebnisberichten aus, da kann es umgekehrt ganz interessant sein, wenn jemand aus einem Land berichtet, das nicht das eigene ist. Wenn Sie so etwas interessiert, habe ich hier einen Link für Sie: http://indosolar.wordpress.com
    Ach, liebe Sheherazade, benutzen Sie nicht unseren persischen Rumi für Ihre orientalisch-arabische Propaganda, ja?! Und was haben Sie gegen den Iraner Salman Rushdie? Scheinbar macht Ihnen der Fakt, dass eine Todes-Fatwa gegen ihn verhängt wurde weitaus weniger aus als dass er nicht in Ihrem islamischen Sinne heuchelt. Mädel, Sie glauben wohl noch immer, Sie haben es hier mit irgendwelchen nichtswissenden Deutschen zu tun, denen Sie jedes MÖCHTEGERN "orientalisches" Märchen erzählen können!
  8. #8

    Titel?

    Zitat von Shayla Beitrag anzeigen
    Ach, liebe Sheherazade, benutzen Sie nicht unseren persischen Rumi für Ihre orientalisch-arabische Propaganda, ja?! Und was haben Sie gegen den Iraner Salman Rushdie? Scheinbar macht Ihnen der Fakt, dass eine Todes-Fatwa gegen ihn verhängt wurde weitaus weniger aus als dass er nicht in Ihrem islamischen Sinne heuchelt. Mädel, Sie glauben wohl noch immer, Sie haben es hier mit irgendwelchen nichtswissenden Deutschen zu tun, denen Sie jedes MÖCHTEGERN "orientalisches" Märchen erzählen können!
    Rushdie ist Indisch- britisch.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Salman_Rushdie
    soviel zum nichtswissenden Deutschen
  9. #9

    Alles nur Klischee oder was

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    So sehnsüchtig wie Craig Thompsons "Habibi" wurde kaum ein Comic erwartet. Doch der vielfach preisgekrönte Zeichner hat sich an*seiner 700 Seiten starken Liebesgeschichte aus dem Orient leider ziemlich verhoben -*denn er*lässt*fast kein Arabienklischee aus.
    ... schade, wo doch Arabien frei, modern, offen und demokratisch ist. Was sollen da die alten Klischees. Harem und Eunuchen sind schon lange passee. Dafür gibt es jetzt jede Menge Fremdarbeiter/innen aus Asien als Haussklaven!








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