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Orient-Comic "Habibi": Dürfen's ein paar Haremsdamen mehr sein?
So sehnsüchtig wie Craig Thompsons "Habibi" wurde kaum ein Comic erwartet. Doch der vielfach preisgekrönte Zeichner hat sich an*seiner 700 Seiten starken Liebesgeschichte aus dem Orient leider ziemlich verhoben -*denn er*lässt*fast kein Arabienklischee aus.
http://www.spiegel.de/kultur/literat...789068,00.html
- #10 03.10.2011 12:39 von
- #11 03.10.2011 13:16 von
- #12 03.10.2011 14:06 von
- #13 03.10.2011 14:23 von
wer ist die zielgruppe?
wenn dieser comic hauptsächlich für die westliche welt gezeichnet wurde, dann ist michky maus schon deutlich besser zu empfehlen (inhaltlich) weil hier ja hauptsächlich nur dumpfe westliche klischees aufgezeigt werden.
aber wenn der comic im orient vertrieben wird, dann ist er sehr gut. weil er denen dort mal zeigt, welche vorurteile und phantasiebilder der westen über den orient hat. - #14 03.10.2011 14:44 von Sheherazade
...
Es wurde ja bereits gesagt, dass Rushdie kein Iraner ist. Und davon abgesehen, was soll das, mir hier Privatnachrichten zu schicken und dann noch nicht mal eine Antwort zu akzeptieren. Ich dachte bisher, der Sinn eines solchen Forums sei es, dass man sich hier gegenseitig austauscht und nicht, anderen den Mund verbieten zu wollen?
- #15 03.10.2011 15:10 von
Eigentlich isses ja mehr eine Graphic Novel...
... aber wo wir hier gerade so schön den interkulturellen Austausch pflegen - ich hätte da gern ein kleines Liedchen eines irischen Barden beigesteuert, welches sich der eine oder andere Mitdiskutant ruhig einmal anhören, wenn nicht gar verinnerlichen sollte:
Luka Bloom - I Am Not At War With Anyone
Herbstliche Grüße. :) - #16 03.10.2011 15:24 von
Klischees
Wenn einem Autor in unseren MSM vorgeworfen wird, er lasse "fast kein Arabienklischee aus", dann kann das nur eines bedeuten: Er hat die Defizite dieses Kulturkreises beim Namen genannt.
Von einzelnen, auch häufigeren zweifelhaften Vorkommnissen auf das Ganze zu schließen ist politisch nämlich immer dann korrekt und notwendig, wenn es um den konservativen Bereich geht. Läßt Sara Palin mal einen schiefen F... fahren, so ist bei SPON (vgl. den Amerikakorrespondenten M. P.) gleich die gesamte Tea-Party-Bewegung diskrediert.
Beschreibt ein Autor dagegen z. B. arabischen Mißbrauch in Form von Kinderehen, so bedient er angeblich unzulässige Klischees, unabhängig von der Gesetzeslage, derzufolge Mädchen etwa im Jemen und in Saudi-Arabien schon mit neun Jahren verheiratet werden können. Wobei dazu häufig Kinder aus ärmeren Regionen importiert und nach einschlägiger Nutzung wieder abgeschoben werden.
Merke dir, lieber Leser, wenn du es nicht schon weißt: Mißliebige Feststellungen sind Klischees, erwünschte sind kritische Einsichten! - #17 03.10.2011 15:37 von
Vielleicht
Aber verfügt er denn wirklich über ein reflektiertes Wissen über die moderne arabische Welt, das aus eigenen Erfahrungen mit den Menschen des Kultur-Kreises entstanden ist? Oder sind es nicht vielleicht doch bloß die Klisches, die vollkommen unkritisch in westlichen Medien runtergebetet werden?
Grundsätzlich ist ja überhaupt nichts verwerfliches daran auf Fehler aufmerksam zu machen und zu informieren und zum Nachdenken anzuregen. Bloß dann sollte man auch mit einem gewissen Maß an Autorität sprechen können und nicht einfach nur anderen nachplappern, die es auch nicht besser wissen. - #18 03.10.2011 15:55 von Sheherazade
Haha!
Mich im Auge behalten? Für wen halten Sie sich, für die Stasi oder was? Wenn Sie an einer Unterhaltung mit mir nicht interessiert sind, warum schreiben Sie mir dann? Und was soll überhaupt immer diese Geschichte mit Islam, damit hat dieses Thema hier doch wenn überhaupt nur am Rande zu tun, mich hat lediglich die einseitige Betrachtungsweise eines Foristen hinsichtlich orientalischer Literatur gestört, das ist alles.
- #19 03.10.2011 16:31 von
.
Ehe diese Dikussion noch weiter abdriftet, würde ich gerne wissen, ob einer der hier Anwesenden das Comic überhaupt gelesen hat? Ich wurde durch den Artikel neugierig und generell scheint die Meinung im Pressespiegel deutlich positiver zu sein, als was hier bei SPON veröffentlicht wurde. Das Buch gibt es auf englisch derzeit für 15 € in der gebundenen Ausgabe, welche ich mir heute flugs geordert habe.
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