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Organspendeskandal: Möglicherweise noch weitere Ärzte verwickelt

dapdDer Organspendeskandal betrifft möglicherweise noch mehr Ärzte, als bisher gedacht. Laut "Süddeutsche Zeitung" stieg die Zahl der Lebertransplantationen am Klinikum Regensburg 2009 drastisch an. Der Hautverdächtige arbeitete zu diesem Zeitpunkt bereits in Göttingen.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...848035,00.html
  1. #1

    Niderländischer Roman zum Thema bald auch auf Deutsch?

    Der dokumantaire Thriller De Orgaanhandelaar (Dt. Der Organhändler) erschien Anfang 2012. Er erzählt die Geschichte einer jungen Frau die sich in Istanbul eine neue Niere kauft. Der Roman beruht auf genau recherschierte Tatsachen die denen im Spiegel Artikel decken. Außer spannend Wil der Roman das Thema Organhandel und die kriminellen Machenschaften der Organmaffia für ein breites Publikum zugänglich machen.
    Gibt es das Buch demnächst auch in Deutscher Übersetzung?
  2. #2

    Wer hätte DAS nur gedacht ?

    Die einen werden gradezu drangsaliert ihren Kadaver nach (?) dem ableben ausschlachten zu lassen, und die Organmafia machen dreist und fett Nebengeschäfte mit den Organen.
    Immer wieder wurde versichert, das wäre völlig ausgeschlossen.
    Nun wird man wie zu erwarten war, eines besseren belehrt.
    Die Organentnahme bei NOCH nicht verstorbenen wird ebenso vehement als abwegig erklärt......-allein, ob es stimmt ??
  3. #3

    Organspende ist sehr problematisch..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Organspendeskandal betrifft möglicherweise noch mehr Ärzte, als bisher gedacht. Laut "Süddeutsche Zeitung" stieg die Zahl der Lebertransplantationen am Klinikum Regensburg 2009 drastisch an. Der Hautverdächtige arbeitete zu diesem Zeitpunkt bereits in Göttingen.

    Organspendeskandal: In Regensburg eventuell mehrere Ärzte verwickelt - SPIEGEL ONLINE
    ..weil von Anfang an die wahren Probleme verdraengt wurden. Das Hauptproblem ist kein ethisch- religioeses, sondern ganz einfach die Frage, wie kann garantiert werden, dass der Pazient, dem das Organ entnommen wird, nicht 'gestorben wird'.

    Ueber diese Frage ist nie oeffentlich diskutiert worden und solange diese Frage systematisch verdraengt wird, lasse ich mir auch keinen Organspendeausweis machen.

    Egoismus? Ja, aber von denen, die das Thema verdraengt haben und damit jeglichen Mechanismus zur Vermeidung verhindert haben.

    Ich habe manchmal das Gefuehl, dass immer dann, wenn man etwas fuer 'undenkbar' erklaert, es mit Sicherheit doch passiert. (Titanic, Atomkraft, Euro..)

    Und die Taktik, mit der man die Gemueter zu beruhigen sucht ist jedesmal eine Art Meinungsdiktatur - kritische Stimmen werden fuer doof erklaert.

    Ich bin mir sicher, dass, wenn man das Problem schon von Anfang an offen diskutiert haette, es langfristig MEHR Organspender gaebe.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Organspendeskandal betrifft möglicherweise noch mehr Ärzte, als bisher gedacht. Laut "Süddeutsche Zeitung" stieg die Zahl der Lebertransplantationen am Klinikum Regensburg 2009 drastisch an. Der Hautverdächtige arbeitete zu diesem Zeitpunkt bereits in Göttingen.

    Organspendeskandal: In Regensburg eventuell mehrere Ärzte verwickelt - SPIEGEL ONLINE
    ich verstehe die ganze aufregung nicht. ärzte sollen doch nach dem willen der bundesregierung, der pharmaindustrie und der kassen unternehmer sein. und genau das tun sie, auch noch äußerst erfolgreich. sich daran zu stören, ist doch widersprüchlich.
  5. #5

    ...möglicherweise seien......

    .....ach nee...............................
  6. #6

    Mengeles Erben?

    Ich möchte gerne wissen, wo diese vielen Leber alle hergekommen sind. Immerhin waren da ja mal lebende Menschen mit diesen verbunden. Man kommt ins grübeln.Es gibt auch bei uns Bevölkerungsgruppen ( Illegale, Obdachlose, Waisenkinder ...),wo es nicht weiter auffallen würde, wenn der Eine oder Andere plötzlich "verschwindet".
    Dann hat ein Reicher ( gerne auch aus dem sagenhaften Orient ) wieder ein gesundes neues Organ.
    Wer glaubt denn noch ernsthaft, dass die heutige Medizin immer alles überlebensnotwenige für uns Kassenpatienten tun wird,( wenn wir z.B. nach einem Unfall in einer Intensivstation hilflos liegen), wenn unsere Organe, einzeln vertickt, der Klinik ( oder/und dem Arzt) um die 1 Mill. € bringen? Wir Deutsche wissen nur zu genau, das Böse ist nicht nur potentiell möglich.Und wenn die Gewinnspanne so hoch ist, dann zählt ein Menschenleben wenig.
    Wenn der Mensch zum Ersatzteillager wird (und die Nazisärzte haben damals den Anfang gemacht), dann sind die Summe der menschlichen Einzelteile irgendwann (wieder...)das einzig wertvolle.
    Wollen wir das?
  7. #7

    Zitat von knoeterfrosch Beitrag anzeigen
    ..weil von Anfang an die wahren Probleme verdraengt wurden. Das Hauptproblem ist kein ethisch- religioeses, sondern ganz einfach die Frage, wie kann garantiert werden, dass der Pazient, dem das Organ entnommen wird, nicht 'gestorben wird'.[...]
    Ich bin mir sicher, dass, wenn man das Problem schon von Anfang an offen diskutiert haette, es langfristig MEHR Organspender gaebe.
    Dass das eine völlig absurde Vorstellung ist, liegt an mehreren Fakten:

    1.tens: wir erfahren in den meistne Fällen erst nach dem Tod ob jemand Organspender wird. Wir dürfen die Angehörigen erst nach dem Hirntod fragen.

    Denken Sie wir bringen 3 Menschen um, damit bei einem dann die Angehörigen zustimmen? Und wenn wir Pech haben stimmen Sie bei keinem zu und wir haben drei Morde gemacht und bekommen nichtmal Geld dafür?

    2.tens: die Organe gehen an ganz andere Kliniken. Sie verbleiben nicht im Entnahmekrankenhaus. Denken Sie der Göttinger Arzt hat alle Intensivstationen in Deutschland angerufen: "ich brauche wieder ne Leber, habt ihr vllt. nen passenden Patienten"? Dann bringen die Kliniken in Deutschland auf Bestellung drei passende Patienten um, in der Hoffnung, dass zumindest bei einem die Angehörigen zustimmen? Sie glauben wirklich dass das Klinikwesen unter Hand eine riesige Ansammlung von Auftragsmördern ist?

    Und der Göttinger Arzt überweist dann jeder mitwissenden Klinik Geld, oder nur der Klinik wo er das Organ herbekam, und die anderen Kliniken die ihre PAtienten umsonst getötet haben, bekommen kein Geld von ihm?

    3.tens: Die meisten Organe kommen von neurologischen Patienten. Wir selbst liefern Organspendern, aber unsere PAtienten mit Schlaganfall oder ähnlichem, brauchen gar keine Organe. Wir lernen auch die Empfänger nicht kennen und haben auch keinen Kontakt zu den Chirurgen. Die neurologische ITS auf der ich arbeite meldet viele Organspender, aber mich hat noch keine Organmafia angesprochen (müssen sie mir jetzt einfach glauben), und die Ärzte schwimmen auch nicht jeden Morgen im Geldspeicher.

    Ich kann ihnen nur mal empfehlen ein Praktikum auf einer neurologischen Intensivstation zu machen, dann merken sie vllt. wie absurd ihre Vorwürfe sind. Absurd, und für die beteiligten Berufsgruppen auch extrem denunzierend. Da wurden Akten gefälscht, und das nimmt man zum Anlass Mordvorwürfe zu erheben. Völliger Verlust der Verhältnismäßigkeit.


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