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Organspendeskandal in Göttingen: "Dafür ist kriminelle Energie nötig"

DPAEs ist einer der größten Organspende-Skandale in der deutschen Geschichte: Am Uniklinikum Göttingen sollen in mindestens 25 Fällen Akten manipuliert worden sein, damit die Patienten schneller operiert wurden. Im Zentrum steht der frühere Leiter der Transplantationschirurgie.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...845496,00.html
  1. #1

    optional

    Genau aus diesem Grund habe ich noch keinen Spendeausweis. Man setzt immer die ( oft nicht vorhandene )
    ärztliche Ethik voraus. Dabei geht es meist nur um Kohle.
    Das erinnert mich an die Krankengeschichte von Herrn
    von Thurn und Taxis. Innerhalb kurzer Zeit ein zweites
    Spenderherz, wo andere ein halbes Jahr und länger warten.
    Zufall ?
  2. #2

    überzogenes Helfermotiv eine Rolle gespielt, denn die Bevorzugten seien teilweise normale Kassenpatienten gewes

    lächerlich - und das bei unseren Ärzten...
  3. #3

    Das ist doch ein normaler Vorgang,

    daß soetwas passiert!Denn seit Unikliniken ein Wirtschaftsbetrieb sind,muß den dort Tätigen etwas einfallen,um die Wirtschaftlichkeit zu sichern.
    Da werden auch schon mal Patientenverfügungen mißachtet(passiert an der Uni Duisburg-Essen),um die Maschinen länger laufen zu lassen.
    Der Nachteil solcher Vorgänge:Es passt nicht in die derzeitige Aktion,den Menschen klar zu machen,daß Organe gespendet werden sollen.
  4. #4

    Angeblich

    Sei das doch gar nicht möglich.
    Bei einem Transplantationsbeauftragen, mehreren Ärzten die gegenzeichnen müssen und auch dem Pflegepersonal das die Blutwerte aufnimmt und überwacht..
    Das scheint mir die Spitze des Eisberges zu sein. Und alle anderen Ärzte wollen nichts mitbekommen haben.
    Wo leben wir langsam...
  5. #5

    Schön wärs ja ...

    Zitat von firlefanzus Beitrag anzeigen
    ... wo andere ein halbes Jahr und länger warten...
    Jahrelang wäre wohl richtiger.
    Bei der Gelegenheit: Wer bis jetzt gezweifelt hat, ob er Organspender sein möchte: Jetzt weiss er warum (nicht) ...
  6. #6

    Achso.

    Wenn jemand kriminell agiert, dann bricht das Sicherheitssystem bei der Transplantation zusammen. Gegen was sonst soll das Sicherheitssystem schützen, wenn nicht gegen kriminelle Machenschaften?

    Ich erinnere mich an einen Fall, da hat jemand Prominentes nacheinander zwei Herzen transplantiert bekommen. Angeblich soll da alles mit rechten Dingen zugegangen sein. Dass bei einem Menschen gleich zwei Spenderherzen am besten passen, das wäre schon sehr zufällig.

    Und gerade diese Zweifel sind, nach diesem neuesten Skandal, nicht unberechtigt. In Bereichen, in denen viel Geld (nebenbei) verdient werden kann und (!) Ärzte mitmischen, sollte man sehr vorsichtig sein.

    Es wäre interessant zu erfahren, wie das ganze strafrechtlich zu beurteilen ist, wenn ein eigentlich vorgesehener Patient übergangen wird und dadurch stirbt. Vermutlich ist das noch nicht einmal eine fahrlässige Tötung.
  7. #7

    Artikel schlecht, Kommentare übel

    Wenn es solche Vorfälle gibt, dann ist das zunächst einmal kriminelle Energie, die bei allen Berufsgruppen vorkommt. Dass dies "Einfälle" von Unikliniken mit systemischen Charakter wären, ist schlicht falsch und eine Frechheit und Respektlosigkeit gegenüber so vielen extremst engagierten Transplant-Chirurgen und den vielen inkludierten anderen Spezialisten, einschließlich des Managements. Der Artikel greift inhaltlich insofern nicht, dass nicht explizit auf die Situation internationaler Patienten hingewiesen wird, deren Bearbeitung eines professionellen Managements bedarf. Dass überhaupt ein Fall eines russischen Patienten, welcher eine Kadaverleber braucht, überhaupt bis in die Transplant-Abteilung gelangt, weist auf eine ungenügende organisatorische Abbildung des Themas internationale Patienten. Gerade Uniklinika haben immer spezielle Ansprechpartner, International Offices, und bereits dort müssen solche Anfragen abgefangen werden, weil die Gesetzeslage so ist wie beschrieben. Man kann über dieses Spezialthema lange diskutieren. Fakt ist dennoch, dass Deutschland das beste Gesundheitssystem der Welt hat, dass höchste medizinische Qualität und Effizienz und größtmöglicher moralisch-ethischer Anspruch natürlich umsetzbar sind und dass Ärzte auch nur Menschen sind und damit fehlbar. Und übrigens: Leber-Transplantationen sind sehr anspruchsvolle Leistungen, bei denen zwar Erlöse fliessen, aber auch hohe Kosten gegenüber stehen, viel Geld wird damit überhaupt nicht durch die Unikliniken verdient. Es sei denn, es wird kriminell gearbeitet wie im UK Göttingen und leider auch recht oft bei dubiosen Patienten-Vermittlern!
  8. #8

    Der Organspenderpaß ist die passive Mitgliedskarte im Transplatationsgeschäft

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist einer der größten Organspende-Skandale in der deutschen Geschichte: Am Uniklinikum Göttingen sollen in mindestens 25 Fällen Akten manipuliert worden sein, damit die Patienten schneller operiert wurden. Im Zentrum steht der frühere Leiter der Transplantationschirurgie.

    Organspende-Skandal an Uniklinik Göttingen: Arzt soll Akten gefälscht haben - SPIEGEL ONLINE
    Als wichtigstes, aber zugleich auch billigstes Rädchen im System.
    Dem Rädchen im System, dem nicht auszuschließenderweise aufgrund seines dann nur noch unzureichenden Gesundheitszustandes einer der erstaunlichsten Momente im eigenen Leben entgehen wird.

    Wie beispielsweise dem Eintritt seines zweifelsfrei diagnostizierten Hirntodes.
    Selbstverständlich zufällig!
    Oder doch auffällig zeitnah, nachdem der letzte Schlauch verlegt wurde, der Frische und Funktionserhalt der wertvollen Organe des edlen Spenders über dieses Ereignis hinaus garantiert?

    Über das Ereingnis hinaus, das als Startsignal gilt, ganze Teams zuvor lediglich Wartender wieder mit hochbezahlter Arbeit zu beschäftigen.
  9. #9

    Volksweisheit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist einer der größten Organspende-Skandale in der deutschen Geschichte: Am Uniklinikum Göttingen sollen in mindestens 25 Fällen Akten manipuliert worden sein, damit die Patienten schneller operiert wurden. Im Zentrum steht der frühere Leiter der Transplantationschirurgie.

    Organspende-Skandal an Uniklinik Göttingen: Arzt soll Akten gefälscht haben - SPIEGEL ONLINE
    Und wieder einmal bestätigt sich eine simple Volksweisheit:
    "Wenn Du arm bist mußt Du früher sterben!"
    Wer sich daran hält, sollte keinen Organspendeausweis haben.


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