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Organspendeskandal: Experten fordern Vier-Augen-Prinzip
dapdDer Organspende-Skandal löst eine Debatte über schärfere Kontrollen aus: Ein Gesundheitsexperte fordert, dass Laborergebnisse künftig von zwei Ärzten geprüft werden sollen. Der CDU-Politiker Jens Spahn fordert drastische Strafen für die beteiligten Mediziner.
http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...845699,00.html
- #20 22.07.2012 17:35 von
@misterpresident75
Sehr geehrter Herr von und zu Präsident "Nur-Pfleger" (jeder würdigt sich selber herab, so weit er kann. Wenn Sie meinen, Ihr Beruf wäre im Gesundheitswesen unwichtiger als der eines Arztes kann ich Ihnen nicht helfen, meine Auffassung ist und war das nie.) Die Gutachterkommission hat nach dem von Ihnen zitierten, nicht repräsentativen Artikel bei mehr als 60 Millionen ambulanten und stationären Behandlungen im QUARTAL, das sind 240 Millionen Behandlungen im Jahr 2287 Behandlungsfehler gefunden, deshalb ist Ärztepfusch ubiquitär !? Das ist weniger als ein tausendstel Promill, solche "Produktionszahlen" möchte ich in irgendeiner anderen Branche finden, trotzdem ist jeder einzelne Fall natürlich zu viel, nur so weit sind wir uns einig ! Aber ja, ich weiß, die Dunkelziffer ist sicher 1000 x 1000 x 1000 mal so hoch und Schneewittchen hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen weiss das. Natürlich kann man spenden und muss das nicht. Aber es ist dann nur gerecht, objektiv informiert zu werden und nicht durch irgendwelche Allgemeinplätze.
- #21 22.07.2012 17:45 von
Organspende.
Es gibt kaum Strafen fuer Aerzte in Deutschland! Die geniessen Narrenfreiheit! Wenn die falsch abrechnen, kommt dann nach Jahren ein Anruf der Kassenaerztlichen Vereinigung und am naechsten Tag wird dann eben korrekt abgerechnet.
Wenn ich hier ueber meine Erfahrungen berichten wuerde, wuerde sich jeder entsetzt die Haare raufen.
Aerzte geniessen ein hohes Ansehen in der Gesellschaft- denen vertraut man so viele persoenliche, private Dinge an, also duerfen, duerften das keine kriminellen Gesetzesbrecher sein. (Die Mitarbeiter der KVen und Aerztekammern werden von den Geldern die Aerzte erwirtschaften mitfinanziert!)
Doch, sie sind es. Ich hatte einen Arzt als Vorgesetzten, der beschrieb mir die Unterhose einer Patientin sehr genau!
Da faengt der Vertrauensbruch an!
Kven und Aerztekammern haben kein Interesse korrupte Aerzte aus dem System zu kicken. Es ist ihnen Wurscht! Die wuerden eher einen Arzt aus dem System kicken, der sagt: es gibt in der Aerzteschaft Abrechnungsbetrueger, es gibt Aerzte die sehr viele Behandlungsfehler begehen!
Da sind ueber Jahre so verkrustete Strukturen und Netzwerke entstanden, die muessen eilig aufgebrochen werden.
Von der Justiz erfodere ich eine Umkehr der Beweislage: D.h.
Der Arzt ist in der Beweispflicht - er muss beweisen das er aus modernster medizinische Sicht alles Moegliche getan hat, um seinem Patienten zu helfen.
By the way: Seit ca. 15 Jahren verdonnert man in Deutschland die Aerzte zur Weiterbildung.
Zuvor durften sich die Aerzte auf ihrem Uhraltstudium ausruhen und die Patienten mit alten und laengst ueberholten Behandlungstechniken - ja - quaelen.
Die moderne Medizin haette laengst bessere Behandlungsmethoden gehabt, nur wussten das viele Land - und Wiesenaerzte nicht. - #22 22.07.2012 17:49 von
- #23 22.07.2012 18:02 von
- #24 22.07.2012 18:15 von
@flieder2
Ärzte stehen im Gegenteil unter Generalverdacht falsch abzurechnen, dürfen sich fast täglich mit neuen Bürokratie- und Abrechnungswahnsinn herumschlagen und dazu die Kürzung der Vergütung klaglos hinnehmen. Berichten Sie doch bitte über Ihre Erfahrungen und nicht nur über die Dinge, die IHNEN ihr Vorgesetzter (sicher zum Zweck der Weitergabe in Internetforen: "da fängt der Vertrauensbruch an") mitgeteilt hat. Die KV-Mitarbeiter und Ärztekammermitarbeiter dürften gerne vom Staat und nicht von meinen Erlösen zwangsbezahlt werden ! Sie haben die Krähe und das Auge vergessen, das kommt doch jetzt auch immer. Wenn Sie eine Umkehr der Beweislage, die einzigartig im deutschen Rechtssystem wäre fordern, dann fordere ich die auch für jeden anderen Beruf in Deutschland. Legitimierter Generalverdacht, da wollen Sie hin. Wer behandelt Sie dann überhaupt noch, trägt das Risiko der Klage aus Boshaftigkeit von Patientenseite, die Hebammen erleben es doch schon ? Die Ärztefortbildung ist eine freiwillige Auflage der Ärztekammer und ärztlichen Selbstverwaltung und kostet mich viel Geld. Sicher müssen Sie diese Fortbildungen in Ihrem Beruf auch teuer bezahlen und nachweisen, nicht wahr ?
- #25 22.07.2012 18:26 von
@Ingmar E.
Sie haben Recht :D
Schon wieder verrechnet, verklagt ihn ;-) ! - #26 22.07.2012 18:53 von
vom kopf auf die füsse
stellen, möchte ich 'mal diese ausufernde diskussion zwischen beschäftigten des gesundheitssystem und deren "kunden".
was mir hier viel zu kurz kommt ist der aspekt, dass der gutgemeinte versuch die bereitschaft zur organspende in der bevölkerung zu erhöhen - durch informationspflicht bzw. abfrage der kv - durch einen solchen "skandal" einen bärendienst erwiesen wird. fakt ist, dass pro jahr menschen dadurch ihr leben verlieren, weil die evtl. vorhandenen organe eines bereits verstorbenen verbuddelt, verbrannt oder anderweitig ncht mehr zur verfügung stehen. ob das hunderstel promill oder tsd.prozent sind, sch... drauf, der eine, existierende, mensch ist schon zu viel. persönlich habe ich seit 1980 einen organspendeausweis in meiner brieftasche, war und bin allerdings immer noch erstaunt, dass es für mich, anders als für die empfänger, kein zentralregister gibt. könnte man noch mit leben, wenn es die regelung aus österreich geben würde, wo jeder erstmal als organspender angesehen wird, es sei denn er hat widersprochen (zentralregister!!) und jeder todesfall einer obduktion unterzogen werden muss (btw. kann man eigentlich eine solche obduktionspflicht in D. in seinem letzten willen durchsetzungsfähig hinterlegen?). ob und was aus meinen körper dann noch zur verfügung wäre, steht auf einem ganz anderen blatt (die lungenflügel glaube ich nicht ;-)) - #27 22.07.2012 22:56 von
- #28 23.07.2012 15:15 von
medizinische Ethik?
"Medizinische Ethik" ist eine contradictio in adiecto. Die Aufgabe von Medizinern ist nun einmal nicht, Menschen von Krankheiten zu heilen, sondern Geld zu verdienen. Daher wäre es auch nur konsequent, wenn man die Lebern, Nieren und Herzen nicht intransparent verschieben, sondern meistbietend versteigern würde.
Vermutlich hätte man dann auch das Problem der fehlenden Spenderorgane gelöst, denn wenn es für Omas Leber 100000 Euro gäbe, gäbe es bestimmt genügend Hinterbliebene, die der Organentnahme bei der verblichenen Oma zustimmten.
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