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Organspende-Reform: Das bringt das neue Transplantationsgesetz
Getty ImagesDer Skandal in Göttingen macht deutlich: Die Organspende braucht mehr Kontrolle. Seit heute ist der erste Teil der Organspende-Reform in Kraft. Die Abläufe in Kliniken sollen verbessert und transparenter gemacht werden. Auch die Versorgung von Lebendspendern ist nun klarer geregelt.
http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...847425,00.html
- #1 01.08.2012 11:02 von
Wolf im Schafspelz
Das neue Transplantationsgesetz nutzt in erster Linie nicht den Betroffenen, sondern den Beteiligten und schadet den "Spendern".
Ein Skandal ist die nicht autorisiert Weitergabe von Daten an Pharmafirmen, um diese für kommerzielle Interessen unter dem Deckmantel der Forschungsklausel ausschlachten.
Die Kontrollmechanismen werden nicht grundlegend geändert und öffnen Missbrauch weiterhin Tür und Tor. Wer glaubt eigentlich dass Göttingen ein Einzelfall ist?. Durch einfachste Manipulation der Krankheitsdaten, die Auslastung der eigenen Transplantationsabteilung signifikant zu erhöhen und damit nebenbei auch die Reputation und das Bankkonto, wird sicherlich noch weiteren "bauernschlauen" Ärzten eingefallen sein. Eine Flächendeckende Überprüfung wäre dringend notwendig.
Der Transplantationsbeauftrage erscheint mit diesem Hintergrund als Wolf im Schafspelz im Transplantationszentrum. Er hat die Zielvorgabe, die Zahl der Transplantationen zu erhöhen und gleichzeitig die Angehörigen zu Betreuen. Die damit verbundene Aufklärung über kritische Themen, wie den Hirntod, den Ablauf der Organspende und die Folgen für die Angehörigen wird dabei wohl als allererstes der nächsten Transplantation geopfert. - #2 01.08.2012 11:29 von
Das ist
kein wesentlicher Fortschritt.
Die Organisation der Organspende gehört nicht in die Hände von privaten,
da gewinnorientierten Unternehmen.
Aber das ist eine Stiftung!
Na und? hat sie etwa den Skandal verhindern können?
Ärzte erhalten Prämien pro OP.
Hallo, das ist doch deren Jobspezifikation!
Die Organmafia hat sogar Privatsphäre und Datenschutz ausgehebelt:
"Eine neue Forschungsklausel erlaubt es Ärzten, personenbezogene Daten
zu Forschungszwecken an Dritte - sogar an Pharmafirmen - weiterzuleiten.
Dazu sind weder die Einwilligung des Betroffenen noch eine Anonymisierung
seiner Daten notwendig,.."
Der Prozess der Organverteilung gehört in Hande einer unabhängigen,
justiziablen Behörde/Organisation mit klaren gesetzlichgeregelten
Auftrag und Verantwortung. Deren Handeln muß justiziabel sein!
Auf dem Organspendeausweis ist der Bundesadler zu sehen und er erweckt somit
den Eindruck eines staatlichen Dokumentes. Ist er aber nicht!
Mit der Einwilligung zur Organspende stimmen die "Spender" einer vollständigen
"Ausschlachtung" (So nennt man es, wenn man ein Gerät zur Wiederverwendung
auseinander nimmt), zu.
Wissen die das?
Die Spender, die ich gefagt habe, wußten das nicht!
Es hat es schon gegeben, daß eine (gesplittete) Leber eines schwer
Alkoholkranken an zwei Empfänger transplantiert wurde.
Was kommt da noch auf die Empfänger zu?
Ich hatte eine Anfrage an die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
zum Thema Kommerzialisierung der Gewebeverwertung nach Gewebe-"Spende".
Die Antwort erhielt ich von, und nun aufgepasst:
i.A. BZgA - Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Tel.: 0351 3...
E-Mail: organspende@bzga.de
Minax Intermedia GmbH & Co. KG
Schandauer Str. 64
01277 Dresden
Die Kontakt | Minax.de macht Jugendmarketing und Webdesign.
Halloooo? Und beantwortet Anfragen "im Auftrag der BZgA"????
IMPRESSUM
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Ostmerheimer Str. 220
51109 Köln
Ich sage ja "Mafia"! - #3 01.08.2012 11:56 von
Todesursache
"Derzeit stirbt in Deutschland alle acht Stunden ein Mensch, weil es für ihn kein Spenderorgan gab."
Falsch und manipulativ! Nicht das fehlende Organ ist die Todesursache, sondern die Erkrankung, die das auszutauschende Organ geschädigt hat. In keinem Todesschein steht "Fehlendes Spenderorgan" als Todesursache. - #4 01.08.2012 13:46 von
Wuerde ein Medikament, das eigentlich zur Verfuegung steht, fehlen, stuende das auch nicht als Todesursache, waere aber - und zu Recht - ein Skandal sonders Gleichen!
Gluecklich bin ich aber auch nicht mit diesen neuen (Schnellschuss?-)Gesetz:
Wer zahlte eigentlich bisher? Etwa die KK des Spenders?! Dieser Passus ist doch eigentlich viel zu logisch fuer diese Regierung![...] Lebendspender haben jetzt Anspruch gegenüber der Krankenkasse des Organempfängers auf Krankenbehandlung, Vor- und Nachbetreuung, Rehabilitation, Fahrtkosten und Krankengeld. Im Falle der Arbeitsunfähigkeit erhalten sie auch Lohnfortzahlung. Die Kosten muss die Krankenkasse des Organempfängers übernehmen [...]
Die Unfallversicherung?[...] Bekommt der Spender gesundheitliche Probleme im Zusammenhang mit der Organübertragung, steht dafür nun die gesetzliche Unfallversicherung ein [...]
Warum denn schon wieder einmal mehr die Allgemeinheit?! Und schon ist's vorbei mit der eben noch von mir gelobten Logik!
Das lasse ich einfach so ohne weiteren Kommentar noch einmal auf den Leser wirken ...[...] Eine neue Forschungsklausel erlaubt es Ärzten, personenbezogene Daten zu Forschungszwecken an Dritte - sogar an Pharmafirmen - weiterzuleiten. Dazu sind weder die Einwilligung des Betroffenen noch eine Anonymisierung seiner Daten notwendig, wenn "das öffentliche Interesse an der Durchführung des Forschungsvorhabens die schützenswerten Interessen der betroffenen Person überwiegt" [...] - #5 01.08.2012 14:02 von
Ich ahnte es:
Dann war mein Beitrag zum SPON-Artikel Deutsche sollen sich für oder gegen Organspende entscheiden vom 25.05.2012 doch nicht so abwegig:
Oder habe ich die Filme "Coma" und "Fleisch" zu oft gesehen?Ich habe immer folgende Befürchtung:
Ich habe einen Unfall, bin bewusstlos, bin organisch aber sonst in Ordnung. Obwohl man mich retten könnte, wird mir ärztliche Hilfe nicht hinreichend zuteil, weil man bei mir einen Organspendeausweis findet und das von mir zur Spende freigegebene Organ gerade dringend benötigt wird, vielleicht von einem guten Bekannten des Chefarztes oder s.ä.
Anders ausgedrückt: Meine hilflose Situation und mein Organspendeausweis wecken Begehrlichkeiten bei denjenigen, die mir medizinisch eigentlich helfen sollten. - #6 01.08.2012 15:11 von
Woran machen Sie das fest?
Eindeutig. Oder Angststörung. Oder Hass aufs medizinische System, weswegen sie uns so denunzieren.Oder habe ich die Filme "Coma" und "Fleisch" zu oft gesehen?
Bei den aktuellen Fällen gehts um Fälschung von Laborwerten, und um den Handel mit Organen von Lebendspendern, die zustimmten. Wie man jetzt auf den Trichter kommen kann, einer ganzen Branche vorzuwerfen, dass sie Mörder sind, wie kommen sie auf sowas?
Wenn sie mal im Krankenhaus liegen und sehen wen sie alles damit beleidigt haben, dann ist ihnen das hoffentlich richtig peinlich.
Zum Thema: Der Teil mit der Datenweitergabe im neuen Gesetz ist natürlich mehr als frech. - #7 01.08.2012 15:26 von
Der Zynismus der Gesunden...
...wird bei diesem Thema immer wieder mehr als deutlich!*
Es lässt sich - bei vermutlich bester Gesundheit - so wunderbar "aufgeklärt" darüber fabulieren, wie sehr man dem System misstraut, wie mafiös die Strukturen vermeintlich sind und wie wenig man sich "ausschlachten" lassen möchte...
Da werden Relativierungen über Hirntoddefinitionen bemüht und verbrecherische Verfehlungen Einzelner als Beweis dafür genutzt, wie krank das Organspendwesen doch sei...
Man dröhnt sein Statement in die Welt, alles ist in Ordnung und man bemerkt überhaupt nicht, wie sehr sich der eigene Kosmos nur um sich selber dreht.
In Wahrheit ist diese Haltung zynisch, verantwortungslos und absolut unsolidarisch gegenüber den bedürftigen Empfängern!
Konsequenterweise müsste jeder der Organspendegegner dann im eigenen Bedarfsfall selber auf ein Organ verzichten und ach so aufgeklärten Auges seinem baldigen Tod entgegensehen, was ich niemandem abnehme, möge er jetzt noch so herumtönen.
In Wahrheit blendet man diese Vorstellung aus ("Ich doch nicht - ich lebe ja gesund") - so lässt sich natùrlich wunderbar und bar jeder differenzierten Reflektion der persönliche Zynismus weiter pflegen... - #8 01.08.2012 16:59 von
Ein Anruf bei Minax:(2ter Versuch)
"Minax Intermedia, Frau ###,..."
"...Guten Tag... Ich bin jetzt etwas verwirrt.
Ich habe eine Antwort-Email von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erhalten...mit Ihrer Telefonnummer.
Was haben Sie damit zu tun?
"(lacht) Da sind Sie völlig falsch..."
...usw, Gespräch beendet.
Ich hab dann mal bei der BZGA in Köln angefragt, mal sehen, was die antworten....
Noch Fragen?
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Inzwischen hat Minwax (i.A. BZGA) meine Anfrage beantwortet:
"Gewebe, die in
aufwendigen industriellen Verfahren weiter be- und verarbeitet werden und
nach einer arzneimittelrechtlichen Prüfung gemäß § 21 des
Arzneimittelgesetzes zugelassen sind, dürfen wie andere Arzneimittel
vertrieben werden; sie sind gemäß § 1 Abs. 1 S.2 Nr.2 vom Handelsverbot
nicht erfasst.
Bei der sog. Prozessierung (Kosten für die Entnahme und Aufbereitung)
entstehen Kosten. Die gemeinnützigen Gewebebanken geben die Transplantate
ohne Gewinninteressen an Kliniken und Arztpraxen weiter. Lediglich die
Kosten für die Entnahme und Aufbereitung müssen gedeckt werden."
OK, ich lass es mal so stehen. - #9 01.08.2012 17:30 von
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