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Organspende auf dem Prüfstand: Ärzte außer Kontrolle

DSO/ Johannes Rey Mediziner und Politiker streiten über die Maßnahmen, die auf Organspendeskandal von Göttingen und Regensburg folgen sollen. Bislang liegt die Vergabe von Organen in den Händen von Ärzten und privaten Stiftungen. Kritiker fordern, den Staat in die Entscheidung über Leben und Tod einzubinden.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...849299,00.html
  1. #30

    Zitat von stha Beitrag anzeigen
    Ihre Entrüstung (und die vieler anderer) ist natürlich verständlich. Aber man sollte sich auch vergegenwärtigen, dass es (jedenfalls in der Theorie) zu den Manipulationen vermutlich gar nicht gekommen wäre, wenn man ein hinreichendes Organaufkommen hätte. Anders gewendet: Je mehr Knappheit herrscht - und da kommt Ihre persönliche Entscheidung ins Spiel, nicht mehr als Spender zur Verfügung zu stehen -, desto größer wird der Anreiz, sich ein Organ notfalls auch mit unlauteren Methoden zu verschaffen.
    ich schätze, das problem der verknappung wäre schnell gelöst, wenn man die spendebereitschaft mit der empfangsberechtigung koppeln würde: warum sollte jemand, der eine spende kategorisch ausschließt, von einem anderen (in seinen augen: "deppen") ein organ erhalten dürfen ??
    wobei eine faire regelung des verhältnisses spender-empfänger eine faire verteilung der organe durch die verwaltung einschließt - in einem system, wo gewünschtermaßen jedes gut eine wahre ist und verteilung marktkonform geregelt wird, evtl. ein prinzipielles problem..


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