Forum


 

Organspende: Ärztepräsident beruft Spitzentreffen ein

SPIEGEL ONLINEDer Organspendeskandal hat in Deutschland eine Diskussion über die Vergabe von Spenderorganen entfacht: Wo liegen Lücken im System, können Mediziner mit rettenden Organen tricksen? Um die Fragen zu klären, hat Frank Ulrich Montgomery jetzt Spitzengespräche angekündigt.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...848844,00.html
  1. #1

    Jetzt bin ich gespannt..

    ..auf die Konsequenz in den eigenen Reihen der Ärzte.. denn nur so kann der Schaden begrenzt werden. Vom Gesundheitsministerium erwarte ich eigentlich nichts als Beschwichtigungen bzw. die wohlwollende Behandlung der eigenen (FDP)Klienten..
    obwohl es eine Chance zum Befreiungschlag ist.. ;-)
  2. #2

    Bundesärztekammer

    Die Bundesärztekammer ist eine Standesvertretung und als solche daran interessiert für ihre Mitglieder möglichst viele Einnahmequellen zu erschließen. Eine solche Organisation dürfte mit den Organspenden nichts aber auch gar nichts zu tun haben.
  3. #3

    ja . . . tricksen ist möglich

    denn einige Ärzte taten es und einige Ärzte werden es auch weiterhin tun. Zu verlockend ist das Geld, das man damit machen kann. Freilich wird es nun nicht mehr so einfach sein. Um verlorenes Vertrauen zurück zu gewinnen, muss die Ärztekammer Nägel mit Köpfen machen. Lebenslanger sofortiger Entzug der Approbation bei Ärzten welche sich schuldig gemacht haben ist Forderung Nummer eins und das ohne langes wenn und aber. Die wirklichen Opfer sind Patienten, welche auf ein Spenderorgan angewiesen sind. Die Spendenbereitschaft wird immer mehr nachlassen.
  4. #4

    Kostenloser Rohstoff Organ für max. Profit

    Während den Bürgern mit dem Organspendeausweis das Spenden schmackhaft gemacht werden soll, geht es der kompletten Verwertungskette der Krankheitsindustrie nur um eins: sich KOSTENLOS den Rohstoff Organ vom Spender zu organisieren und daraus eine Wertschöpfung zu erzielen, die pro Organ in die Hundertausende geht. Das Ganze unter dem Vorwand, Patienten zu helfen, was ja in Einzelfällen stimmen mag. Aber es geht nicht um die Patienten, es geht um das ganz große Geld für Yachten, Villen, Allrad-Geländewagen für die Gattin und Pferde für die Töchter. Wenn schon Organe gespendet werden, dann darf damit kein Milliarden-Profit gemacht werden. Ohne Profit auch keine Motivation für die kriminelle Energie der Krankheitsindustrie.
  5. #5

    Was soll die ganze Aufregung

    So lange die Organspender, dass sind diejenigen die sich aus humanitären kostenlos ausschlachten lassen, oder ihre Hinterbliebenen keinen einzigen lausigen Cent für ihre Großzügigkeit erhalten, werden Austauschorgane immer knapp und zu wenig von ihnen vorhanden sein. In Deutschland ist Organhandel verboten, doch der profitable Organhandel beginnt bereits bei der Organentnahme oder schon dann, wenn den Hinterbliebenen eine Einverständniserklärung zur Organentnahme oder Ausschlachtung abgenötigt wird. Es ist doch ein altes Lied: Wer viel Geld hat, kann sich auch viel kaufen. Kein Gesetz wird das jemals ändern können. Mann stelle sich vor, der oder die deutsche Bundeskanzler(in) benötigte umgehend ein Herz im Austausch. Was glauben Sie, wie lange müsste er oder sie wohl darauf warten müssen? Ein, zwei oder drei Jahre oder nur einen Monat? Angenommen Sie sind Nierenspezialist und Ihnen werden 100.000 Euro cash im Briefkuvert für eine neue Niere geboten. Wie würden Sie sich denn dann verhalten? Empört, nachdenklich oder handelnd. Na sehen Sie, das sind die Spielregeln im Organhandel. Was soll also die ganze Aufregung. Geändert wird doch nichts, weil per Gesetz nichts geändert werden kann. So sind die Menschenn.
  6. #6

    Wie immer

    Wenn man nach Organskandal googelt, stellt man schnell fest, dass dies Problem nun wirklich nicht neu ist und es wird enden wie immer, es wird ein paar unwesentliche marginale Aenderungen des Vergabeverfahrens geben, alle Aerzte versichern sich nochmals gegenseitig, dass sie nur das Wohl des Patienten im Auge haben und eigentlich nur mikrige Aufwandsentschaedigungen erhalten, die eben zum Ueberleben reichen. Und dann laeuft es wie zuvor weiter. Ich bin mittlerweile ueberzeugt, dass wenn es ein Spenderorgan gibt wird zuerst gecheckt ob es nicht irgendeinen passenden auslaendischen Kranken oder Privatversicherten gibt, und wenn das nicht der Fall ist, dann gibt man das Organ an Eurotransplant. Das wuerde zumindest erklaeren, warum auf dem Sonderweg immer haeufiger Organe ein neues zuhause finden. Wenn ich nur schon lese, dass bis zu 5% der Organe an an sich unberechtigte Auslaender gehen, die sterbenskrank zufaellig in DE weilen. Wer soll das denn glauben, reisen vorzugsweise schwerstnieren-, leber-, herzkranke Russen und Araber in DE rum? Macht man das neuerdings so, dass man schwerstkrank Urlaub macht? Und das Frechste von Herrn Montgomery ist doch, dass die Aerztekammer von dem ganzen Kram schon seit 2009 weiss und nichts unternommen hat. In einem ordentlichen Rechtsstaat wuerde Herr Montgomery, wegen Unterstuetzung krimmineller Vereinigungen in Haft sitzen.
  7. #7

    Die aufgeregte Emsigkeit verrät, daß offentlich ein Kerngeschäft gefährdert ist,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Organspendeskandal hat in Deutschland eine Diskussion über die Vergabe von Spenderorganen entfacht: Wo liegen Lücken im System, können Mediziner mit rettenden Organen tricksen? Um die Fragen zu klären, hat Frank Ulrich Montgomery jetzt Spitzengespräche angekündigt.

    Organspende-Skandal: Montgomery beruft Spitzentreffen ein - SPIEGEL ONLINE
    und bereits sicher kalkulierte Einkommen drohen, Rechnungen zu bleiben, die ohne die jetzt verschreckten Wirte gemacht wurden.

    Nur die Naivität, bislang geglaubt zu haben, daß ausgerechnet einer der für viele Beteiligte einträglichste Medizinbereich klinisch sauber und uninteressant für verbrecherische Profitgier bleiben würde, sollte man keinem der Verantwortlichen abnehmen.
  8. #8

    Die Bundesärztekammer

    ist an allem möglichen interessiert, nur nicht daran, ihren Mitgliedern möglichst viele Einnahmequellen zu erschliessen. Ich kann das sagen und beurteilen, denn ich bin Zwangsmitglied in meiner Landesärztekammer, einer Körperschaft öffentlichen Rechtes, die sich auch genauso verhält wie eine Körperschaft öffentlichen Rechtes, nämlich mein Geld einsammelt und damit Verwaltungsaufgaben deligiert, die mit meiner beruflichen Tätigkeit absolut nichts zu tun haben ausser mich für meine eigenen Gebühren zu reglementieren. Die Bundesärztekammer ist nicht anderes als eine Verein der 17 Landesärztekammern und treibt noch weniger erkennbare Berufspolitik. Das gilt in gleicher Weise für die Kassenärztlichen Vereinigungen. Diese Organisationen dienen nicht eigentlich der Selbstverwaltung sondern sind der kurze Arm des Gesetzes um seine "freiberuflichen" Mitglieder zwangszugängeln. So sieht die Realität aus.

    Tatsächlich möchte ich mit meinem Beruf Geld verdienen. Möglichst viel sogar, denn ich biete dafür eine messbare, qualifizierte und aufwändige Gegenleistung. Das gilt für Ärzte genauso wie für Rechtsanwälte, Steuerberater, Friseure, vielleicht sogar für Politiker. Wer diese Gegenleistung nicht haben möchte: ich dränge sie ihm nicht auf. Dass es eine Zwangsversicherung für Gesundheitsleistungen gibt geht auf eine Initiative des Staates zurück und ehrlich gesagt: ich dränge mich nicht danach. Sollten Sie also ein Solidaritätssystem nicht wünschen: fragen Sie ihren Abgeordneten oder ihren Politiker ! Gerne kann sich auch jeder um die Tätigkeit als Hirntoddiagnostiker, Organvermittler oder Transplantationschirurg bewerben, ich empfehle den Heilpraktiker um die Ecke. Einem Arzt dient sein Beruf zum Lebenserwerb, daneben hat er den Beruf in aller Regel gewählt, weil es ihm Freude macht anderen Menschen mit seiner Tätigkeit helfen zu können. Was hatten Sie eigentlich gedacht ? Diejenigen, die unentgeltlich arbeiten (nicht einmal mehr die) nennt man Mönche und Nonnen.
  9. #9

    Illusion des Altruismus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wo liegen Lücken im System, können Mediziner mit rettenden Organen tricksen?
    Ich würde es gerne anders sehen, aber mein Eindruck ist, dass es angesichts der Fakten und Indizien zunehmend weltfremd ist, anzunehmen, dass Einfluß und Geld keine Faktoren sind, die bei der Zuteilung eines lebensrettenden Organs hilfreich sind. Leider.

    Mein Eindruck ist, der Kampf geht jetzt nur noch darum, die Illusion des Altruismus auf allen Seiten aufrechtzuerhalten, da sonst das Spendensystem erledigt ist. Die handfesten finanziellen Interessen von Ärzten und Kliniken müssen thematisiert werden.








TOP



TOP