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Organhandel in China : Schüler verkauft seine Niere für ein iPad

AFPEin 17-jähriger chinesischer Schüler gab seine Niere für ein iPad. Zwar sind die Verantwortlichen jetzt gefasst, doch das Problem bleibt bestehen: Er ist nicht der einzige Jugendliche in China, der seine Organe gibt, um sich mehr leisten zu können.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...826251,00.html
  1. #60

    Zitat von linalool Beitrag anzeigen
    Und zur Sache selbst sei gesagt, dass die hier abgelehnte "Gegenseitigkeit" ein allgemeines und zentrales Prinzip aller Gesellschaften ist.
    Ich moechte nicht immer "Gesellschaft" sein. Wer Spass an Gesellschaft 24/7 hat, soll das aber machen, wenn ihm sonst nix einfaellt.

    Ich moechte auch mal Einzelner sein, und zwar in mehr als nur einem Teilbereich. Aber vielleicht schreiben wir mal ein kommunistisches Manifest zur Organspende. Zur Sonne, Brueder :)
  2. #61

    Im Sinne eines Produktes

    Zitat von HaioForler Beitrag anzeigen
    Mein Koerper gehoert mir. Auch nach dem Tod. Und ich habe verdammt noch mal das Recht, nicht jede Stunde ein soziales Wesen sein zu muessen. So einfach ist das.

    So weit kommt's noch, dass sich nach meinem Tod Finanzamt und Transplantations-Klinik gleich die Klinke in die Hand geben ...
    Volle Zustimmung. Zwar habe ich einen Organspende-Ausweis akzeptiert, vor zwei Jahren oder so, aber eigentlich nur, damit das Gequengel in meiner Umgebung ein Ende hatte. So richtig befreunden konnte ich mich dem Gedanken nie, bis heute nicht. Man muss bei diesem Thema immer bedenken, dass der Mensch ein tief irrationales Wesen ist, er verweigert sich rationalen Gründen, die seinen Übergang von Existenz zu Nicht-Existenz im Sinne eines Produktes verregeln wollen – dieser menschliche Reflex ist einer moralischen Wertung nicht zugänglich. Insofern erscheint die Diskussion windschief, denn die Argumentationsebenen treffen sich nicht, bzw. es gibt nichts zu argumentieren.

    Die Not derjenigen, die auf ein Spende-Organ warten, ist groß – aber sie darf nicht dazu führen, dass zum Beispiel die Ärzte im Frühjahr schon in den Startlöchern sitzen und auf die jungen, gesunden Motorrad-Fahrer warten, die sich vorprogrammiert in den nächsten Monaten totfahren werden. Es entsteht so fast der Eindruck, dass ein gewisser Mindest-Output an Spender-Organen vorkalkuliert wird, ein lebensspendender Output des Todes nach dem Gesetz der großen Zahl. Die allgemeine Verpflichtung zur Organspende halte ich für problematisch, weil sie die Befindlichkeit des Individuums vergewaltigen kann – kann, nicht muss. Wer diese Bereitschaft psychisch einfach nicht aufbringt, den soll man in Ruhe lassen und ihn nicht deswegen beschimpfen.
  3. #62

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein 17-jähriger chinesischer Schüler gab seine Niere für ein iPad. (...)
    Sein Hirn hatte er vorher schon gegen ein iPhone eingetauscht ...
  4. #63

    Zitat von linalool Beitrag anzeigen
    Und auch wenn das folgende eine banale Bemerkung sein mag, es geht hier schlicht und ergreifend um das Überleben von sehr vielen todkranken Menschen, deren Schicksal mit einem "Nein, weil darum" nicht widerspruchslos besiegelt werden sollte. (Das soll sich nun natürlich nicht auf Sie beziehen)
    Die Gerichte in Deutschland haben übrigens ganz eindeutig gesagt das diese Abwägung verboten ist.
    Man darf nicht das Leben eines opfern um damit mehrere zu retten (deswegen darf man z.B. keine Flugzeuge abschießen in denen Terroristen sitzen).
    Anstatt das sie versuchen jeden zur Organ“spende“ zu zwingen egal ob er das will oder nicht sollten sie vielleicht einmal daran arbeiten das die Organspende entweder nicht mehr nötig wird.
    Oder das das vorhandene Material auch voll ausgenutzt wird.
    Warum haben wir denn unter anderem einen Organmangel?
    1) Zu viele die die Organspende nicht ablehnen sind zu faul einen Ausweis bei sich zu tragen, also sollte man gegen diese Faulheit vorgehen
    2) Zu viele passend sterbende werden nicht Explaniert weil sie nicht gemeldet werden
    3) Zu viele Menschen sterben nicht passend. Man müsste also bei totkranken Organspendern bei denen der Hirntod zu spät einsetzt die Gesetze dahingehen ändern das man bei ihnen den Hirntod rechtzeitig herbeiführen darf.
    4) Abschaffung von: Helmpflicht, Gurtpflicht, Airbag, Geschwindigkeitsbegrenzungen ...

    Und schon hätten wir viel mehr Organe und das ohne die diejenigen die nicht spenden möchten zu beleidigen, diffamieren oder zu etwas zu zwingen das sie nicht möchten.

    Zitat von nagota Beitrag anzeigen
    Wer nein zur Spende sagt, sagt auch nein zu einem eventuellen Organempfang. Das ganze sollte im 5Jahresrythmus neu zur Disposition gestellt werden.
    Hatten sie in den letzten 5 Jahren einen Spendenausweis?
    Sie sind also dafür das jemand 50 Jahre Organspende ablehnt und wenn er dann krank wird sich schnell einen ausfüllt damit er 5 Jahre später ein Organ bekommt?
    Die Entscheidung sollte mit der Volljährigkeit getroffen werden oder man muss nach Alter gestaffelt vor Ausbruch der Erkrankung eine bestimmte Zeit auf der Liste gestanden haben. Ein 50 Jähriger muss z.B. mind 20 Jahre als Spender gemeldet gewesen sein um ein Organ empfangen zu können.


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