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Operation WikiLeaks: Codename Projekt 8

Die Veröffentlichung der US-Botschaftsdepeschen hat die Diplomatie erschüttert. Aber wie kam es dazu? In einem neuen Buch schildern die SPIEGEL-Redakteure Holger Stark und Marcel Rosenbach die dramatischen Verhandlungen mit WikiLeaks-Chef Assange - und wie das Projekt fast gescheitert wäre.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...741992,00.html
  1. #80

    ...

    Zitat von Silverhair Beitrag anzeigen
    Falsch - man braucht Experten um Wissen zu sammeln - zu präsentieren - aber man muss überhaupt nicht diesen Leuten vertrauen - insbesondere da sie sich in einem Bereich von Zielkonflikten in der Politik befinden - bei denen es kein beweisbares /Gut/Falsch gibt - sondern letztlich nur die absolut individuelle Zustimmung der Bürger geben darf!
    Ihr Beispiel hinkt. Flugzeug und Automobilbauer lassen nicht ihre Fahrzeuge prüfen, sie tun es selbst. Genauso nehmen die Hersteller Einfluss auf Normung und Richtlinien, die werden letztlich sogar von denen im Zusammenschluss erstellt. Wissen für ich sage mal Hausfrauen erklärend zu schreiben ist ab einer gewissen Komplexität auch nicht mehr möglich. Man kann nicht jeden Sachverhalt leicht verdaulich in 5 Sätze verpacken. Jedenfalls nicht, wenn man es vernünftig erklären will.

    Aus meiner Sicht stellt die Demokratie kein System dar, in dem jeder Bürger nach momentaner Stimmungslage Kurslenkungen (insbesondere die Medien nehmen großen Einfluss darauf) machen sollte. Entscheidungen müssen für mich gut abgewägt sein und sollen letztlich das Ziel haben für alle ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Vor allem erfordert es eine gewisse Konsistenz, sprich nach 2 Jahren mal eben die Meinung ändern und nach 2 Jahren zurück wechseln geht nicht. Zumindest nicht bei langfristigen Projekten. Ansonsten bräuchten wir auch keine Gerichte mehr, da kann der Bürger ja dann auch das Strafmaß in einer demokratischen Abstimmung für jeden vermeintlichen Verbrecher bestimmen.
  2. #81

    Stellen Sie sich vor sie bekommen 250.000 Dokumente

    Zitat von Weißlicht Beitrag anzeigen
    Wer gibt Assange eigentlich das Recht, die Dokumente zu filtern? Niemand. Es ist eine Frechheit, ein paar Prozent herauszugreifen, die ihm gerade besonders in den Kram passen.
    Stellen Sie sich vor, sie bekommen aus irgendeiner Quelle 250.000 Dokumente. Angeblich sind alle echt.

    Veröffentlichen Sie diese Dolkumente ohne Plausibilitätsprüfung, dann kann es sehr schnell vorkommen, dass andere Sie wegen Verleumdung oder ähnliches verklagen.

    Das Problem ist, das wikileaks vor einer gigantischen Menge von Depeschen steht, die angeblich alle echt sein sollen. Würden Sie garantieren, dass alle Informationen echt sind? Ihre Hand dafür ins Feuer legen?

    Es ist ein Problem von mangelnder Arbeitskraft. Wikileaks hat nicht die Personalstärke die es bräuchte. Die amerikanische NSA beschäftigt 60.000 Mitarbeiter. Bei wikileaks dürften es einige wenige Dutzend sein.

    Noch ein Wort zum angeblichen Ego-Trip von Assange. Wenn Sie selbst im Besitz von brisanten Informationen sind, die z.B. in Deutschland klammheimlich eine 350 Millionen Euro Satelliten-Investment abstürzen lässt: Ein marginales Beispiel, - dann dürfte doch klar sein, dass Assange und wer auch immer sich aus der Deckung wagt, ein lebensgefährliches Risiko eingeht.

    Das man unter diesem Druck nicht mehr Herr seines eigenen Handelns ist, dürfte klar sein. Man wird fremdbestimmt, man wird definiert und vielleicht auch manipuliert. Durch Regierungen, Lobbyisten und durch Medien. Und am Ende schaut der Forist bei SPON sich das Ergebnis an und spricht von Ego-Trio, Selbstdarstellung u.ä.

    Nicht wirklich fair, - oder?
  3. #82

    Sie haben Recht

    Zitat von plattenboss Beitrag anzeigen
    Stellen Sie sich vor, sie bekommen aus irgendeiner Quelle 250.000 Dokumente. Angeblich sind alle echt. ... Nicht wirklich fair, - oder?
    Ich gebe Ihnen Recht! Sie haben das sehr gut dargestellt. Die geballte Macht, die so eine Organisation gegen sich haben könnte, ist - vorsichtig ausgedrückt - gefährlich. Die im Guardian veröffentlichten Polizeiprotokolle aus Schweden stellen schön dar, dass man den Typen "abschießen" will. Das erklärt auch das Problem der normalen Journalisten, die im Gegensatz zu den Verschleierungstechniken, die Wikileaks einsetzen kann, einen realen Namen und eine reale Adresse haben.
  4. #83

    Gefährliche Informationen

    Zitat von plattenboss Beitrag anzeigen
    Stellen Sie sich vor, sie bekommen aus irgendeiner Quelle 250.000 Dokumente. Angeblich sind alle echt.

    Veröffentlichen Sie diese Dolkumente ohne Plausibilitätsprüfung, dann kann es sehr schnell vorkommen, dass andere Sie wegen Verleumdung oder ähnliches verklagen.

    Das Problem ist, das wikileaks vor einer gigantischen Menge von Depeschen steht, die angeblich alle echt sein sollen. Würden Sie garantieren, dass alle Informationen echt sind? Ihre Hand dafür ins Feuer legen?
    Sie kommen alle aus der gleichen Quelle., also sind sie entweder aller echt oder alle falsch.
    Weder Assagne noch die beteiligten Medien haben auch nur den geringsten zweifel an der Echtheit der Dokumente.

    Das Problem ist einfach, dass da nicht allzu viel weltbewegendes drin steht.

    Zitat von plattenboss Beitrag anzeigen
    Noch ein Wort zum angeblichen Ego-Trip von Assange. Wenn Sie selbst im Besitz von brisanten Informationen sind, die z.B. in Deutschland klammheimlich eine 350 Millionen Euro Satelliten-Investment abstürzen lässt: Ein marginales Beispiel, - dann dürfte doch klar sein, dass Assange und wer auch immer sich aus der Deckung wagt, ein lebensgefährliches Risiko eingeht.
    Bisher ist nicht einmal dieses Satellitenprojekt heimlich gewesen, sondern man könnte dazu alle und noch viel mehr Daten von öffentlich zugänglichen Quellen im Internet bekommen.

    Ich frage mich wo bisher irgendwelche "gefährlichen" Sachen veröffentlicht wurden.
    Dass es in den USA für einen Reporter nicht einmal gefährlich ist einen US-Präsidenten zu stürzen hat schon Watergate gezeigt.

    Im übrigen steht ja auch im Artikel, dass afterposten und Die Welt eine vollständige ungefilterte Kopie der Depeschen haben. Es ist also nur eine Frage der Zeit bis diese Kopie komplett für alle verfügbar sein wird.
  5. #84

    wiki

    Zitat von pax Beitrag anzeigen
    Bisher ist nicht einmal dieses Satellitenprojekt heimlich gewesen, sondern man könnte dazu alle und noch viel mehr Daten von öffentlich zugänglichen Quellen im Internet bekommen.
    Kleine Korrektur. Das Projekt wurde uns vorgestellt, weil es angeblich Klimadaten sammelt. Das sein Zweck ein vollkommen anderer war, nämlich ein gigantisches Fernrohr mit dem man alle Vorgänge auf dem Boden überwachen kann. Soagar nachts oder bei Bewölkung. Objekte welche grösser als 50 cm waren konnten damit eindeutig indentifiziert werden. Und die Amerikaner sollten an den Kosten nicht beiteiligt werden, aber 70% der Kapazität nutzen dürfen.

    Dies alles wissen wir dank wikileaks.

    Das Projekt wurde ohne jeglichen Kommentar stillschweigend beerdigt. Das alleine ist mir schon Bestätigung genug.

    Ansonsten sollten wir mal abwarten, was da alles noch kommt.


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