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Opel-Werk in Bochum: Ganz tief im Westen

DPAMit einem neuen Sanierungsplan will Konzernchef Karl-Friedrich Stracke den strauchelnden Traditionshersteller Opel wieder auf Erfolgskurs führen. Auch die Arbeiter im Werk Bochum hoffen auf das Papier. Doch die Chancen der maroden Fabrik scheinen gering.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...841564,00.html
  1. #1

    Chroniken einer Bananenrepublik.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit einem neuen Sanierungsplan will Konzernchef Karl-Friedrich Stracke den strauchelnden Traditionshersteller Opel wieder auf Erfolgskurs führen. Auch die Arbeiter im Werk Bochum hoffen auf das Papier. Doch die Chancen der maroden Fabrik scheinen gering.

    Opel: GM-Sanierungsplan bringt kaum Hoffnung für Werk in Bochum - SPIEGEL ONLINE
    Für die Solarstandorte in Ostdeutschland reist sich „die Politik“ ein Bein raus, für Produkte, die schon lange nicht mehr wettbewerbsfähig produziert werden.

    Milliarden von Subventionen der direkten Art und der Förderung des Solarstroms über die Energiepreise können nicht verhindern, das seit beinahe nun einem Jahrzehnt die Standorte der Solarbranche in Ostdeutschland nicht gegen den internationalen Wettbewerb bestehen können.
    Aber wie im Fall NOKIA, im Fall der Siemens Handysparte, im Fall der AEG in Fürth, der Fall Schlecker, jetzt im Fall der OPEL AG zeigt die Bundesregierung und die Länder, das sie sehr wohl verstehen was Marktwirtschaft heißt.
    Im Fall der ostdeutschen Betriebe allerdings werden weiterhin die Augen zu gemacht, was den privaten Stromkonsumenten weitere Milliarden Euro kosten wird.

    In diesem Land herrscht eine gewaltige Gerechtigkeitsschieflage, es ist nun endlich Zeit diese Schieflage auszugleichen und auch den lieben ostdeutschen Ministerpräsidenten klar zu machen, das Geschäftsmodelle auf Subventionsbasis nicht funktionieren können.

    Schließlich verlangt die Bundesregierung mit Unterstützung der bürger der Bundesrepublik genau diese Einsicht von den europäischen Ländern, die aus den verschiedensten Rettungsschirmen finanzielle Unterstützungen erhalten, die heißt, macht endlich eure Hausaufgaben und schließt Branchen die nicht rentabel sind!

    Aber was will man schon verlangen von einer Kanzlerin aus Ostdeutschland… und GRÜNEN Politikern die ihren Freunden Vorteile im Amt durch das EEG verschafft haben?
  2. #2

    raus da

    Artikelzitat: "Ohnehin sieht man dem Werk an, dass die Besitzer schon längst das Interesse an ihm verloren haben. Die Möbel sind ebenso abgewetzt wie die dünnen Teppiche. Der Betriebsrat tagt in einer alten Kantine, die zu diesem Zweck einfach leergeräumt wurde. Die sanitären Anlagen stammen aus den frühen Achtzigern und zu dieser Zeit haben auch die Wände, so scheint es, den letzten Anstrich erhalten. Insgesamt wirkt das ganze Gebäude schäbig und abgewohnt."
    Bei den Opelanern müßten allerspätestens jetzt, da sie es nun auch nochschwarz auf weiss nachlesen können und nicht mehr dank betriebsblindheit übersehen dürfen, die Alarmglocken schrillen:
    Die Chefs wollen nicht mehr.

    Klar auch: Dank ESM usw. lässt sich im Banken-Casino viel mehr und bedeutend risikoloser und mit erheblich weniger aufwand geld machen, als im mühseligen produktionsgewerbe, wo ja nicht nur in neue technologie investiert werden müsste, sondern offenbar schon die bausubstanz teuer saniert werden muss.
    Die Opelaner haben jetzt 2 Jahre, mit ALG1 noch ein zusätzliches Jahr, sich was anderes zu suchen.
    - Nicht mit einer fragenden geste die arme heben und schultern zucken! - ab zum amt, anträge stellen, umschulen, in die zeitung gucken, sich was anderes suchen, sich überlegen, ob man das rattenrennen überhaupt noch weiter machen muss oder will, sich um andere möglichkeiten kümmern ... 2-3 jahre sind genug zeit, um das ordentlich anzugehen, aber auch ziemlich knapp, wenn da hinten was vernünftiges bei rauskommen soll.

    Dieser artikel ist der schwanengesang auf Opel. Die chefs wollen die firma sterben lassen. Opel ist tot. Und ab heute darf keiner behaupten, es nicht gewusst zu haben oder noch hoffnungen gehabt zu haben. Also nix wie raus da!
  3. #3

    Wo bleibt die Meldung IVECO?

    Macht 3 Standorte in DE dicht, weil kaum noch Absatz da ist.
    Ach so, sind ja nur ein paar Hundert Mitarbeiter!
  4. #4

    Wie wärs mit einem neuen Image? Wer kauft denn heutzutage noch Opel?
  5. #5

    Habe mich schon gefragt...

    ob die Nachricht wirklich in die Presse vordringen wird und die diese auch bringt. Und übrigens: GM investiert alleine in den nächsten Jahren 11 Milliarden Dollar in Opel, diese werden hauptsächlich in Entwicklung neuer Motoren und Modelle gesteckt. Dazu kommt noch folgendes:

    - Massive Investitionen in die Produktpalette von Opel/Vauxhall in Verbindung mit einer neuen Verkaufsstrategie.
    - Eine überarbeitete Markenstrategie.
    - Pläne zur Reduzierung der Material-, Entwicklungs- und Produktionskosten sowie einer besseren Nutzung der Synergien, die sich aus der Allianz zwischen GM und PSA Peugeot Citroen ergeben.
    - Eine neu definierte Export- und Wachstumsstrategie.

    Ich kann jetzt nicht das ganze Schreiben kopieren aber im Detail heißt es dass die Produktion flexibler wird, Opel saniert wird inkl. Entwicklung von neuen Motoren und Modellen UND Opel wird in andere Märkte (Asien, Südamerika) exportieren dürfen - das wurde ja bisher von GM verhindet.
    Aber so hört sich das natürlich zu gut an und ist keine Schlagzeile wert - negative Sachen verkaufen sich einfach besser.
  6. #6

    Tja, das wars dann wohl

    Die Amerikaner interessieren sich nicht mehr für Bochum, es ist Ihnen egal, was aus dem Werk und den langgedienten Angehörigen wird - ihre Prioritäten liegen woanders. Das Werk dürfte in USA bereits als abgeschrieben gelten und man hat seine 'globalen Interessen' woanders hin verlegt. Wir europäer werden wohl nie verstehen, wie diese Herrschaften in geschäftlichen Dingen ticken. Die Hire & Fire-Mentalität läßt grüßen ... Shareholder Value ist angesagt, wen interessiert da noch der Rest ?
  7. #7

    Zitat von spatenheimer Beitrag anzeigen
    Wie wärs mit einem neuen Image? Wer kauft denn heutzutage noch Opel?
    Genug Leute, Opel ist nach wie vor Platz 2 hinter VW.

    Vor allem die neuen Modelle (Astra J + GTC, Meriva B, der neue Zafira UND natürlich Insignia) sind sehr gut geworden. Motoren hinken der Konkurenz leicht hinterher aber der Rest an den Autos ist Qualitativ hochwertig.
  8. #8

    Opel ist ein GM-Problem

    Der Artikel von Herrn Kröger zeigt doch perfekt die perfide Strategie von GM auf. GM baut weltweit hohe Produktionskapazitäten in Billiglohnländern auf, die mit dem GM-Fahrzeugabsatz einfach nicht mehr deckungsgleich sind. Das einst hochmoderne, heute noch profitabel und hervorragende Qualität produzierende Werk in Bochum steckt in einem Investitionsstau, den GM selbst gezielt herbeigeführt hat. Und nun ist man plötzlich nicht mehr bereit zu investieren. Dafür geht man kurzsichtig lieber in Billiglohnländer, um im Rahmen des typisch amerikanischen Badge-Engeneerings heute beispielsweise Chevrolets in Korea oder Russland billig für den Weltmarkt zu produzieren. Morgen vielleicht eine neue Marke mit einem anderen Namen und Typschild irgendwo in Nowhereland. Schneller Profit vor Markenkontinuität heißt die kurzssichtige Devise in Detroit nach der Sanierung von GM durch den amerikanischen Staat. Damit manövriert GM sich selbst auf Dauer aus dem Weltmarkt heraus.
    Opel-Bochum ist kein Opel-Problem, sondern das Problem des Mismanagements seiner kranken Muttergesellschaft GM.
    Nokia hat es bereits vorgemacht. Einst Weltmarktführer und heute ein an Krücken humpelnder maroder Riese, der nicht mehr weiß, wo und wie überall er noch staatliche Fördergelder für neue Werke jenseits von Schwellenländern in Anspruch nehmen kann, um nach jahrelangen Mismanagement mit nicht mehr marktgerechten Produkten wenigstens dadurch noch ein paar Jahre zu überleben. Das Werk in Rumänien ist ja auch schon wieder Geschichte, obwohl Bochum noch nicht einmal vollständig abgewickelt ist.
    Man kann den Opel-Werkern in Bochum nur wünschen, daß diese unsägliche Hängepartie bald eine Ende findet. Es ist den Familien schon seit langem nicht mehr zuzumuten, wie kaltschnäuzig GM seine falsche Glaobalstrategie auf ihren Rücken durchdrückt. Möge der Betriebsrat noch die Fähigkeiten, die Möglichkeiten und die Kraft haben, den Fall ins Bergfreie gut abzupuffern. Zu Lasten des Profits in Detroit. Danach gehen mittelfristig auch dort die Lichter aus.
  9. #9

    Wer braucht OPEL?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit einem neuen Sanierungsplan will Konzernchef Karl-Friedrich Stracke den strauchelnden Traditionshersteller Opel wieder auf Erfolgskurs führen. Auch die Arbeiter im Werk Bochum hoffen auf das Papier. Doch die Chancen der maroden Fabrik scheinen gering.

    Opel: GM-Sanierungsplan bringt kaum Hoffnung für Werk in Bochum - SPIEGEL ONLINE
    OPEL braucht kein Mensch mehr. Langweilige Autos, zwar durchaus wieder zuverlässig, aber eben auch technisch absolut nicht mehr konkurrenzfähig. Lasst die Marke in Ruhe sterben, VW, SKODA und andere Marken fangen die Nachfrage locker auf.


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