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Opel-Chef zum Sparkurs: "Wir dürfen GM nicht länger auf der Tasche liegen"

APDer Opel-Chef bereitet seine Mitarbeiter auf eine harte Zeit vor. "Wir drehen jeden Stein um", sagt Karl Friedrich Stracke. Der US-Mutterkonzern General Motors sei zu Recht ungeduldig mit seinem Unternehmen. Opel müsse so schnell wie möglich wieder profitabel werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...843736,00.html
  1. #1

    Wie bitte?

    Auf der Tasche liegen?
    GM war es doch, die Milliarden aus Opel abgeschöpft haben, als es der Marke noch gut ging. Die Konsequenz war, dass Geld für Inovationen gefehlt hat und spätestens seit den 80ern, Opel von jedem anderen deutschen Autohersteller in jeder Hinsicht (Technik und Design) überflügelt wurde und nie wieder wirklich Erfolg hatte.
  2. #2

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Opel-Chef bereitet seine Mitarbeiter auf eine harte Zeit vor. "Wir drehen jeden Stein um", sagt Karl Friedrich Stracke. Der US-Mutterkonzern General Motors sei zu Recht ungeduldig mit seinem Unternehmen. Opel müsse so schnell wie möglich wieder profitabel werden.

    Chef von Opel: Stracke will GM nicht mehr auf der Tasche liegen - SPIEGEL ONLINE
    Dann soll GM verdammt noch mal die Märkte für Opel öffnen!
    GM at ALLES aus Opel rausgezogen wie eine Zecke! Geld, Patente, etc.

    Dass Opel so mies dasteht, ist zum größten Teil die Schuld GMs!
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Opel-Chef Stracke: "Wir müssen nachhaltig Gewinne schreiben"
    Dann muss Opel auch ungehinderten Zugang zu allen Absatzmärkten bekommen. Alles andere ist Augenwischerei und dient dazu den Opelanern noch mehr Geld aus der Lohntüte zu nehmen. Man hat den Eindruck, die Beschäftigten müssen beizeiten noch Geld mitbringen, um bei Opel schrauben zu dürfen.....
  4. #4

    Aha - aber dem deutschen Steuerzahler

    ...darf man aus US-Sicht natürlich auf der Tasche liegen, ist ja schließlich ein Besatzerland?
    Schließe mich meinen Vor-Kommentatoren an.
  5. #5

    Verluste haben steuerliche Gründe und sind von GM so vorgegeben

    Es ist traurig, dass im Artikel solche Aussagen so unreflektiert an die Öffentlichkeit weitergegeben werden. "Verluste" bei den Tochtergesellschaften von GM (im Prinzip trift das aber auf die meisten global agierenden Unternehmen zu) entstehen hauptsächlich aus steuerlichen Gründen auf dem Papier. Das ist auch der Grund, warum diese oft eine komplexe Struktur haben: Vorprodukte und Dienstleistungen werden zwischen den Gesellschaften so in Rechnung gestellt, dass Gewinne und Verluste in den dafür vorgesehenen Ländern anfallen. Bei Opel und GM sind das insbesondere Lizensierungen, über die das erreicht wird: Opel muss GM-Technologie teuer bei GM lizensieren.

    Da können die Arbeitnehmer noch so viele Abstriche machen, diese Art von "Verlusten" ist gewollt. Trotzdem nutzt man das natürlich als Vorwand, um sich gegenüber den Arbeitnehmern und der Öffentlichkiet in eine bessere Verhandlungsposition zu bringen...
  6. #6

    Glaubt dem ...

    ... noch jemand? Nach der Vorgeschichte des Unternehmens in den letzten 20 Jahren.
  7. #7

    Einheimisch kaufen

    Die US Amerikaner kaufen überwiegend Amerikanisch. Dies half unter Anderem auch GM nach Ende der Krise wieder richtig fett Gewinn zu machen. In Deutschland dagegen wird im Privatgeschäft eher billig gekauft wie Hyundai oder Dacia, was Opel und Ford schadet. Über Ford schreibt niemand, denen geht fast noch schlechter als Opel was den Absatz betrifft. Audi, BMW, Mercedes und VW leben hauptsächlich vom Firmenleasing, was der Steuerzahler mitfinanziert über die Abschreibung. Bei den Privatverkäufen könnten die auch zusperren ohne das Übersee- und Chinageschäft.

    Vielleicht sollte Opel bei ihren Autos hinten den "Made in Germany" Aufkleber anbringen mit Schwarz-Rot-Gold?
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Opel-Chef bereitet seine Mitarbeiter auf eine harte Zeit vor. "Wir drehen jeden Stein um", sagt Karl Friedrich Stracke. Der US-Mutterkonzern General Motors sei zu Recht ungeduldig mit seinem Unternehmen. Opel müsse so schnell wie möglich wieder profitabel werden.

    Chef von Opel: Stracke will GM nicht mehr auf der Tasche liegen - SPIEGEL ONLINE
    Ich würde ja gerne sagen dass es Populismus ist wenn behauptet wird dass Opel bis heute von GM klein gehalten wird bzw. abgeschröpft wird.
    Dummerweise hat sogar einer von Strackes Vorgängern das mehr oder weniger deutlich gesagt.
    Herr Stracke; seien sie ehrlich, was sie da machen ist Anbiederung an Detroit um Zeit zu bekommen.
    Aber was wollen sie mit der Zeit? Glauben sie an ein Wunder?

    Ehrlicher wäre es bei der Mutter auf den Tisch zu hauen und, unter Verweis auf Konzerne wie VW oder Toyota, einer patriotismusbereinigten Unternehmenspolitik den Weg zu ebnen.

    So wie es jetzt läuft wird Opel untergehen bzw. als Entwicklungszentrum und verlängerte Werkbank enden.
  9. #9

    Bullshit-Bingo

    BINGO! Herr Stracke zeigt's wieder: Gewinne werden privatisiert (in diesem Fall: an den Mutterkonzern abgeführt, und sei's um Steuern in D zu sparen), Verluste werden sozialisiert (in diesm Falle: Den Ople-Arbeitern angelastet). Verpasste Investitionen in die Zukunft (die heute Gegenwart ist) sollen auf dem Rücken der Arbeiter nachgeholt werden. Ein Rückfluss erfolgter Gewinnabschöpfungen, also eine Reinvestition erzielter Erträge, ist nicht im Bereich des Vorstellbaren...


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