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Opel Astra Caravan, Baujahr 1994: Verliebt in einen Lastesel

Selbst ein stinknormales, schmucklos schlichtes Auto kann sich einen Platz im Herzen seines Fahrers erobern. SPIEGEL-ONLINE-Leser Henning Winter überzeugte am Astra Caravan der gutmütige Charakter, der günstige Unterhalt und die innere Größe.

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...667639,00.html
  1. #1

    Herzen erwärmen würde auch heute leicht fallen...

    Es fällt heute um so schwerer sich auf Grund innerer Werte in ein Auto zu verlieben - falls mann sich nicht besser in "etwas anders" verlieben sollte ;-) - denn die meisten KFZ haben außerhalb des Motorraumes kaum sinnvolle innere Werte...

    ...sie mögen, wie etwa der Opel Insignia Sports Torturer [kleines Wortspiel] von außen recht hübsch anzuschauen sein ABER wahre innere Größe haben sie bestenfalls auf dem Fahrersitz - echten Nutzwert findet man, quer durch alle Klassen, leider kaum noch :-(

    Egal ob der neue Skoda Superpups Combi oder der Golf Kombi (noch schlimmer - hier wird völlig Nutzwertfrei mit dem LÄNGSTEM Golf aller Zeiten geworben - wie präpupertär ist das denn?¿ - wirklich große - preiswerte [im wahrsten Sinne des Wortes Preis wert] Autos gibt es nicht mehr...

    Leider - und vor allem finde ich es schade, dass die Volksautomarken über 5% Marktanteil (mal gespannt wann Volksparteien sich auch nach über 5% Wahlergebnis definieren müssen...) diesem Verschönerungswahn statt einem Verbesserungs- oder Vernützlichungswahn zum Opfer fallen.

    Der jeder der sich noch für den Vorgänger des Opel Insignia Sports Torturer begeistert hat (Opel Vectra Caravan) ist mit dem Insignia Sports Torturer endtäuscht worden... es ist ja schön wenn sogenannte schlaue Manager dann meinen zu wissen was der Kunde will [der Kunde will Schönheit] - aber hallo gehts noch - jedes Supermodel wird sich als Fehlinvestition erweisen, wenn es nicht alltagstauglich ist....

    Da unterscheidet sich eine KFZ nicht viel von der Partnerwahl *fg* [trifft sowohl für weibliche wie männliche Partner zu ;-)]

    ALSO - Fazit - baut Eure Autos so, dass man/frau auch einen Geschirrspüler etc hinein bekommt - dann erwärmt ihr auch wieder die Herzen...

    ..nicht nur zu Weihnachten...
  2. #2

    Jaja, "Sportstourer"

    Zitat von Frank.W Beitrag anzeigen

    Der jeder der sich noch für den Vorgänger des Opel Insignia Sports Torturer begeistert hat (Opel Vectra Caravan) ist mit dem Insignia Sports Torturer endtäuscht worden... es ist ja schön wenn sogenannte schlaue Manager dann meinen zu wissen was der Kunde will [der Kunde will Schönheit] - aber hallo gehts noch - jedes Supermodel wird sich als Fehlinvestition erweisen, wenn es nicht alltagstauglich ist....
    Schon bei der Vorstellung den "Sports Tourer" über den wuchtigen Stossfänger beladen zu müssen bekomme ich Rückenschmerzen....Vom Platz her taugt dieser nicht einmal als Signum Nachfolger....

    Zum Glück werden bald genug gebrauchte Vectra C Caravan günstig auf den Markt gespült....
  3. #3

    .

    Unser 95er Astra Kombi hat sich als Familienkutsche für unsere junge Familie auch bestens bewährt: Kinderwagen, Babytaschen, Buggies ... alles, was man so braucht, passte hinein. Ansonsten fuhr er wie geschmiert!

    Ausgetauscht wurde er vor einigen Jahren dann dennoch ... durch einen noch besseren Lastenesel, der obendrein auch noch einiges mehr an Fahrkomfort bietet (aber dafür auch deutlich teurer ist): Ein VW Sharan!
  4. #4

    Volle Zustimmung!

    Hallo,

    ich hatte den Astra F Caravan 1.6 als Sondermodell "Sunshine" (ABS, Airbag, Schiebedach, RC und nettere Polster)und kann die Begeisterung des Autors rundum und bis in die Details (Lämpchenkiller Astra) nachvollziehen. Keines der Nachfolgemodelle konnte mich in gleichem Maße ansprechen oder gar überzeugen!
    Der Insignia ist für andere Leute gedacht, der Vectra Caravan, auch immer noch eine Nummer größer.

    Hängengeblieben ist bei uns ein Zafira 1.9l Diesel, der zwar in jeder Hinsicht ein schmuckes Auto ist, aber an die Lasteselqualitäten des Astra F Caravan nicht heranreicht. Platz wäre zwar, doch ist der Innenraum eben nicht ganz so unverwüstlich wie einst.

    Ein Astra F Caravan - vielleicht mit dem 2.0l Motor - in ansprechendem Zustand wäre auch heute noch ein Angebot, welches ich nicht ablehnen könnte!
  5. #5

    Jau, das ist ein Auto

    Stimmt einfach. Mein Astra F Caravan BJ 1994 hält sich brav und tapfer und ist durch nichts und niemanden kleinzukriegen. Deshalb war bisher auch jeder Versuch ihn mir abzuwerben (Stichwort Abwrackprämie) zwecklos. Da könnte ja jeder kommen... so ein Auto gibt's so schnell nicht wieder !!!
  6. #6

    Siffkiste!

    Der Opel Astra F, egal ob als Caravan, Coupé oder Limo ist m.E. eine der hässlichsten Siffkisten, die Opel je gebaut hat. Es ist mir grundsätzlich schon schleierhaft, wie man sich überhaupt in ein Auto "verlieben" kann, bei diesem Modell jedoch ist es mir völlig unerklärlich.

    Und wirklich zuverlässig ist dieser Wagen auch nicht. Ich habe von 2000 bis 2007 einen Astra F, BJ. 92 als Coupé gefahren. Und was soll ich sagen? Die Gurke war ein Geldgrab: Natürlich kann ich die Kleinigkeiten nachvollziehen, die der Autor geschildert hat: Die Ventildeckeldichtung war in schöner Regelmäßigkeit hinüber, so dass Öl oben austrat; diese konnte man jedoch schnell wechseln. Die Birnchen in der Konsolenbeleuchtung waren dagegen schon kniffliger zu wechseln und meistens gingen sie dort kaputt, wo man überhaupt nicht hingelangen konnte, ohne die ganze Konsole zu demontieren. Ich weiß auch nicht, wie oft ich den Warnblinkschalter ersetzt habe, der genau zwischen den beiden Heizungsdüsen in der Mittelkonsole montiert war. Durch die warme Heizungsluft dehnte sich im Schalter irgendwas aus - und schon war wieder ein neuer fällig. Lästig!

    Mein Astra hatte noch keine 100.000 km runter, da war die Kopfdichtung im Eimer. Das geht wirklich an die Substanz - und an den Geldbeutel! Dazu rostete mir der Wagen - die Durchrostungsgarantie war gerade abgelaufen - so langsam aber sicher unter dem Hintern weg. Die hinteren Läufe mussten zwei Mal mit Reparaturblechen geschweisst werden, sonst hätte der TÜV unsere Beziehung vorzeitig beendet.

    Dazu kamen noch zwei defekte Wasserpumpen und die üblichen Verschleissteile, wie Bremsen, Auspufftöpfe, Zahnriemen, etc., bis Anfang 2007 der TÜV dem Treiben ein Ende setzte, weil der Wagen völlig durchgerostet war und eine Reparatur zu aufwendig wäre.

    Fazit: 13 Jahre alt, knapp 150.000 km auf der Uhr - und schon reif für'n Schrott! Wirklich ein ganz tolles Auto!
  7. #7

    Leider sehr rostanfällig

    Zitat von verdun1916 Beitrag anzeigen
    Der Opel Astra F, egal ob als Caravan, Coupé oder Limo ist m.E. eine der hässlichsten Siffkisten, die Opel je gebaut hat. Es ist mir grundsätzlich schon schleierhaft, wie man sich überhaupt in ein Auto "verlieben" kann, bei diesem Modell jedoch ist es mir völlig unerklärlich.
    ...
    Fazit: 13 Jahre alt, knapp 150.000 km auf der Uhr - und schon reif für'n Schrott! Wirklich ein ganz tolles Auto!
    Meinen Astra habe ich insgesaamt als sehr zuverlässiges und noch bezahlbares Auto erlebt. Einen ganz großen Schwachpunkt hatte er aber in der Tat: Die Karre war sehr rostanfällig und hat sich förmlich selbst zerlegt.
  8. #8

    *Hut ab*

    ... sowohl vor dem Astra F als auch vor dem Diskussionsniveau der hier Versammelten! Da erlebe ich leider auch hier beim SPON oft Chatroom-Niveau.

    Der Astra F ist mein erstes eigenes Auto, erst ein 95er, jetzt ein 97er des letzten Produktionsmonats. Seinerzeit hat er mich als Leihwagen überzeugt, als ich sonst beruflich mit einem 7er BMW unterwegs war. Dieser Vergleich wirkt auf den ersten Blick zwar weit hergeholt, aber so war es. Kein Vergleich mit der namensgebenden "Golfklasse". Und, naja, ein bisschen Lokalpatriotismus (Bochum!) ist sicher auch mit dabei ;-)

    Das Birnen-Problem kenne ich auch, das Dichtungs- und Rostproblem ist eher eines der ersten Produktionsjahre. Der 95er hatte das, der 97er nicht. Nach jetzt weit über 200Tkm halte ich langsam nach einem Nachfolger Ausschau. Aber die Wahl fällt schwer. Vermutlich wird es ein Zafira A CNG werden. Der hat auch noch diese Mischung aus Solidität und dem "etwas anderem", das ich so liebe.
  9. #9

    Kann ich nicht bestätigen.

    "Von der Zuverlässigkeit meines tapferen eierschalfarbenen Freundes kann sich aber so mancher Benz eine Scheibe abschneiden."

    Zuverlässig ist bei diesen Opels nur der Rost. Wir haben einen in der Familie.

    Im direkten Vergleich zu meinem 190E von 1993 muß ich Ihnen noch einmal widersprechen. Der Mercedes ist besser verarbeitet, langlebiger und bedeutend zuverlässiger.

    Ich weiß nicht, wie es bei aktuellen Opels und Mercedes aussieht, aber ein Vergleich alter Opel gegen alter Mercedes wird immer zu Gunsten des Mercedes ausfallen.


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