SPIEGEL ONLINEBetreiber von illegalen Film-Download-Seiten verdienen Millionen. Woher das Geld kommt? Auf Umwegen von seriösen Unternehmen wie Microsoft, Ebay oder Flensburger. Die werben auf den umstrittenen Seiten - und wissen nicht einmal davon. Eine Spurensuche in den dunkleren Ecken des Netzes.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...819468,00.html
Natürlich ist es für eine seriöse Firma ärgerlich, wenn ihre Werbung auf unseriösen Webseiten erscheint.
Aber im materiellen Bereich ist das schon immer so, ohne dass sich jemand darüber aufregt. Z.B. fahren viele Diktatoren auf der Welt Mercedes-Limousinen, die sie ohne das Wissen von Daimler über Zwischeneinkäufer gekauft haben.
Dieser Gerechtigkeitswahn im digitalen Bereich, bei dem viele meinen, ständig die Kontrolle über ihre Dienstleistungen und Produkte behalten zu müssen und selbst entscheiden zu wollen, was Recht und Unrecht ist, produziert eine Menge Zwietracht und eine Menge an Klagen, an denen einzig und allein Anwälte profitieren.
Wenn eine Webseite illegal ist, ist es einzig und allein Sache der Strafverfolgungsorgane, diese zu verbieten.
Wenn man zuläßt, dass im elektronischen Bereich jeder die Kontrolle über die Verwendung seiner Dienstleistungen und Produkte behalten darf, egal ob Werbung, Software, Musik etc., kann man sich beliebig viele Streitszenarien zwischen verschiedenen Menschen verschiedener Meinung vorstellen, die anderen die Verwendung ihrer digitalen Produkte verbieten wollen.
Wer soll denn das alles kontrollieren und bestrafen?
Werbung? Nie gesehen dort, mein Werbefilter lässt nichts durch.
Wann gibt es endlich gute legale Film-Websites?
Der eigentliche Skandal ist doch, dass die Filmindustrie sowas wie iTunes nicht auf die Reihe kriegt.
Immerhin gibt es kleine Sites, wie Videoload, wo ich gerne für gute Qualität zahle.
Auch das Angebot von Amazon ist schon interessant: Eine Folge Star Trek für 1,99 Dollar, das finde ich in ganz Ordnung.
Segen und Fluch des Internets ist es, dass die Inhalte nicht materialisiert sind und daher überall hin kreuchen und fleuchen können und kaum wieder einzufangen sind. Das geht los bei den Inhalten oder Contents als solchen, die, da nicht mehr auf Papier gedruckt oder auf Vinyl gepresst, beliebig vervielfacht und weitergehandelt werden können, aber auch für die vielen Möglichkeiten und Phänomene des gewünschten wie auch des illegalen oder zumindet nicht beabsichtigten Trittbrettfahrens, sei es Gebühren abzusahnen oder Werbung zu platzieren. Da ein Automat die Kontrolle über die Werbung übernimmt und dieser Automat nach Belieben manipulierbat ist, und das nicht mal immer nur illegal, lässt sich der Weg, den diese Werbung nimmt, bald schon nicht mehr beeinflussen. Wenn wir das nicht wollen, dann müssen wir zurück zu Buch, Fernsehantenne, Schallplatte und Zelluloid. Ist natürlich weniger bequem.
Werbung im Fernsehen, Werbung in den Printmedien, Werbemails und Werbebanner auf Websites. Die Werbeindustrie macht das natürlich nicht umsonst sondern lässt sich das gut bezahlen. Und die Grafik im Bericht zeigt, dass da viele die Hand aufhalten. Und der Kunde zahlt das alles über den Preis. Es reicht nicht aus, dass er mit Werbung zugemüllt wird, nein er wird dafür auch noch zur Kasse gebeten. Und das in immer großerem Umfang denn diese personalierte Werbung, die dank der Datensammelwut und des hemmungslosen Datenhandels durch Facebook, Google und Microsoft forciert wird, kostet extra. Bei all diesen Ärgernissen ist es mir egal, ob die Werbung auf unseriösen Seiten auftaucht oder nicht. Die Werbung kostet mein Geld.
..in die Vorstandsetagen dieser Unternehmen und einbuchten! Schließlich finanzieren sie Raubkopierplattformen.
Zweierlei Maß? Achso..